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28. April

28. April

Der 28. April ist der 118. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 119. in Schaltjahren) somit verbleiben noch 247 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 711 - Tāriq ibn Ziyād setzt bei Gibraltar nach Spanien über.
- 1330 - Das Kloster Ettal wird gegründet.
- 1770 - Auf seiner ersten Südseereise erreicht James Cook Australiens Ostküste und landet an der Botany Bay.
- 1789 - Meuterei auf der Bounty.
- 1849 - Die "Kaiserdeputation" bietet im Auftrag der Frankfurter Nationalversammlung dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. die deutsche Kaiserkrone an. Der lehnt jedoch ab. Damit ist das Ziel der Märzrevolution, ein geeintes Deutschland und eine gesamtdeutsche Verfassung, politisch gescheitert
- 1915 - Beginn des Internationalen Frauenfriedenskongresses in Den Haag (Niederlande).
- 1920 - Einmarsch Russlands in Baku, Aserbaidschan.
- 1936 - König Faruq wird Herrscher über Ägypten.
- 1945 - Kriegsendphasenverbrechen: In der Penzberger Mordnacht ermorden NS-Schergen kurz vor Kriegsende 16 Zivilisten.
- 1945 - Benito Mussolini und seine Geliebte Clara Petacci, tags zuvor beim Fluchtversuch von Partisanen der italienischen Resistenza aufgegriffen, werden erschossen.
- 1950 – In Bangkok heiraten Sirikit und Bhumibol Adulyadej, der wenige Tage später als Rama IX. zum König von Thailand gekrönt wird.
- 1952 - Die Besetzung Japans durch US-Truppen endet.
- 1954 - In Colombo (Sri Lanka) treffen die Ministerpräsidenten von Indien, Pakistan, Birma, Ceylon und Indonesien zu einer Konferenz zusammen, auf der u.a. die aktuelle Situation in Indochina beraten wird.
- 1969 - Charles de Gaulle tritt nach einem gescheiterten Referendum vom Amt des französischen Staatspräsidenten zurück.
- 1974 - Die letzte Einheit der US-amerikanischen Armee verlässt Saigon.
- 1977 - Der Prozess gegen die RAF wird beendet. Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe werden wegen Mord verurteilt.
- 1994 - Mit Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts wird der gelegentliche Konsum von Haschisch straffrei.
- 1998 - Japan und die USA unterzeichnen ein neues Sicherheitsabkommen.
- 2001 - Auf Barbados werden erste Anti-Drogen- und Anti-Geldwäschegesetze verabschiedet.
- 2001 - Der erste Weltraumtourist Dennis Tito startet zur Internationalen Raumstation.
- 2004 - Branko Crvenkovski wird Staatspräsident in Mazedonien

Wirtschaft


- 1999 - Juiz de Fora, Brasilien. Daimler-Chrysler eröffnet sein erstes Automobilwerk in Lateinamerika.
- 2000 - In Gelsenkirchen wird die letzte Zeche (Ewald Hugo) geschlossen und ihre 3000 Bergleute werden entlassen.
- 2005 - Der 34.6 km lange Lötschberg-Basistunnel als Teil der Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) wird durchbrochen.

Wissenschaft und Technik


- 1958 - Die der Trinkwasserversorgung dienende Wahnbachtalsperre wird vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Fritz Steinhoff in Betrieb genommen. Fritz Steinhoff

Kultur


- 1865 - Uraufführung der Oper L'Africaine (Die Afrikaberin) von Giacomo Meyerbeer an der Opéra-Comique in Paris.
- 1920 - Uraufführung der heiteren Oper Schirin und Gertraude von Paul Graener in Dresden.
- 1926 - Uraufführung der Oper Kováč Wieland (Wieland der Schmied) von Ján Levoslav Bella in Bratislava.
- 1990 - Nach 6.237 Vorstellungen wird die Aufführungsserie des Musicals "A Chorus Line" am Broadway beendet.

Religion


- 1330 - Das Kloster Ettal im Graswangtal wird am Tag des Heiligen Vitalis von Kaiser Ludwig dem Bayern als Teil eines Gelöbnisses gegründet. Zum Gründungsgelübde gehört auch der Ausbau des Verkehrsweges nach Süden und die Erschließung der Gegend.
- 1885 - In britisch Ceylon (Sri Lanka) wird der Vesakh Tag zum erstenmal als Feiertag begangen. Gilt als Beginn er Renaissance des Buddhismus in Sri Lanka. Erstmals wurde auch die Internationale Buddhistische Flagge gehisst, die in der Folge zu einem der Symbole des Weltbuddhismus werden sollte.

Katastrophen


- 1903 - Ein Erdbeben der Stärke 6,3 in der Türkei fordert ca. 2.200 Tote

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1923 - Das Wembley-Stadion in London wird mit dem Cupfinale zwischen West Ham United und den Bolton Wanderers eröffnet.
- 2005 - Der Deutsche Fußball-Bund verabschiedet nach dem Wettskandal 2005 ein Wettverbot für Spieler, Fußballfunktionäre und Fußballschiedsrichter.

Geboren


- 1442 - Eduard IV., englischer König
- 1612 - Odoardo I. Farnese, Herzog von Parma († 1646)
- 1753 - Franz Karl Achard, deutscher Chemiker, Erfinder der Zuckerfabrikation aus Zuckerrüben Zuckerrübe
- 1758 - James Monroe, 5. US-Präsident 1817-1825
- 1773 - Robert Woodhouse, britischer Professor der Mathematik
- 1796 - Johann Nepomuk Zwerger, deutscher Bildhauer
- 1819 - Ferdinand Henry, preußischer Militärbeamter
- 1834 - Antoine Louis John Ruchonnet, schweizerischer Politiker
- 1838 - Tobias Asser, niederländischer Politiker, Friedensnobelpreisträger 1911
- 1868 - Hermann Lietz, deutscher Reformpädagoge und Gründer der deutschen Landerziehungsheime für Jungen
- 1874 - Karl Kraus, österreichischer Schriftsteller
- 1886 - Erich Salomon, deutscher Fotograf
- 1889 - António de Oliveira Salazar, portugiesischer Diktator
- 1891 - Friedrich Weißler, Jurist
- 1896 - Charlie Rivel, spanischer Clown
- 1898 - Ernst Lemmer, deutscher CDU-Politiker, MdB
- 1900 - Bruno Apitz, deutscher Schriftsteller, Häftling des KZ Buchenwald
- 1900 - Jan Hendrik Oort, dänischer Astronom
- 1901 - Ernst Roth, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1902 - Ferdinand Eckhardt, deutscher Kunsthistoriker
- 1902 - Alexandre Kojève, Philosoph
- 1904 - Willi Kollo, deutscher Komponist
- 1906 - Kurt Gödel, österreichisch-US-amerikanischer Mathematiker
- 1906 - Paul Sacher, schweizerischer Dirigent und Mäzen
- 1906 - Richard Rado, deutscher Mathematiker
- 1908 - Ethel Catherwood, kanadische Leichtathletin
- 1908 - Oskar Schindler, deutscher Fabrikant, Gerechter unter den Völkern
- 1910 - Nicolas Rossolimo, französisch-US-amerikanischer Schachspieler
- 1912 - Werner Haftmann, deutscher Kunsthistoriker
- 1913 - Reg Butler, britischer Bildhauer
- 1916 - Ferruccio Lamborghini, italienischer Autobauer und Vater der Automarke Lamborghini
- 1918 - Anja Lundholm, deutsche Widerstandskämpferin
- 1918 - Karl-Eduard von Schnitzler, Moderator der DDR-Fernsehsendung »Der schwarze Kanal«
- 1923 - Horst Eberhard Richter, deutscher Psychoanalytiker
- 1924 - Kenneth Kaunda, erster Präsident Sambias
- 1925 - Otto Simanek, tschechischer Schauspieler
- 1926 - Harper Lee, US-amerikanische Schriftstellerin und Pulitzerpreisträgerin
- 1928 - Eugene Shoemaker, US-amerikanischer Astronom
- 1928 - Leah Rabin, israelische Politikerin
- 1928 - Yves Klein, französischer Maler
- 1930 - James Baker, US-amerikanischer Politiker, Finanzminister, Außenminister
- 1934 - Max Amling, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1935 - Akin Euba, nigerianischer Komponist
- 1935 - Zoltan Dunai, ungarischer Maler
- 1937 - Saddam Hussein, Präsident des Irak 1979-2003
- 1939 - Burkhard Driest, deutscher Schauspieler
- 1941 - K. Barry Sharpless, US-amerikanischer Chemiker
- 1941 - Lucien Aimar, französischer Radrennfahrer
- 1941 - Peter Anders, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Günter Verheugen, ehmaliger, deutscher EU-Kommissar für die EU-Erweiterung
- 1947 - Ernst Pfister, deutscher FDP-Politiker
- 1948 - Terry Pratchett, englischer Fantasy-Schriftsteller
- 1949 - Peter Reber, schweizerischer Liedermacher und Sänger
- 1950 - Jay Leno, US-amerikanischer Komiker
- 1954 - John Pankow, US-amerikanischer Schauspieler
- 1953 - Roberto Bolaño, chilenischer Schriftsteller
- 1955 - Edwin Jobson, britischer Musiker
- 1958 - Doris de Agostini, schweizeriche Skirennläuferin
- 1959 - Susanne Hüttmann-Stoll, Richterin am Bundessozialgericht
- 1960 - Andy LeGear, britischer Musiker
- 1960 - Enid Williams, britischer Musiker
- 1960 - Ian Rankin, schottischer Schriftsteller und Krimi-Autor
- 1966 - John Daly, US-amerikanischer Golfspieler
- 1970 - Inge Posmyk, deutsche Fernsehmoderatorin
- 1974 - Penélope Cruz Sánchez, spanische Schauspielerin
- 1975 - Barby Kelly, irisch-deutsche Musikerin
- 1975 - Michael Walchhofer, österreichischer Skirennläufer
- 1979 - Darmen Sadwakasow, kasachischer Schachmeister
- 1981 - Jessica Marie Alba, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben

Jessica Marie Alba
- 1109 - Hugo von Cluny, Abt der Benediktinerabtei Cluny
- 1400 - Baldus de Ubaldis, italienischer Rechtsgelehrter
- 1530 - Niklaus Manuel, schweizer Maler, Dramatiker und Reformator
- 1634 - Hermann Vultejus, deutscher Jurist
- 1641 - Hans Georg von Arnim-Boitzenburg, Feldherr, Diplomat und Politiker im Dreißigjährigen Krieg
- 1683 - Daniel Casper von Lohenstein, deutscher Schriftsteller
- 1710 - Thomas Betterton, englischer Schauspieler der Restaurations-Zeit
- 1714 - Vincenzo Gonzaga, Italienischer Herzog
- 1716 - Louis-Marie Grignion de Montfort, französischer Volksmissionar und Ordensstifter
- 1721 - Mary Read, englische Piratin und Freibeuterin
- 1772 - Johann Friedrich Struensee, deutscher Arzt und Minister am dänischen Hof
- 1800 - Jewstignei Ipatowitsch Fomin, russischer Komponist
- 1841 - Peter Chanel, erster Märtyrer in Ozeanien
- 1853 - Ludwig Tieck, deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik
- 1858 - Johannes Peter Müller, deutscher Physiologe und vergleichender Anatom
- 1865 - Samuel Cunard, kanadischer Geschäftsmann und Reeder
- 1872 - Moriz Adolph Briegleb, deutscher Politiker
- 1879 - Thilo Irmisch, deutscher Botaniker
- 1896 - Heinrich von Treitschke, deutscher Historiker, politischer Publizist und MdR
- 1900 - Izrael Poznanski, Philanthrop und Geschäftsmann (Fabrikant)
- 1902 - Lazarus Immanuel Fuchs, deutscher Mathematiker
- 1903 - Josiah Willard Gibbs, US-amerikanischer Physiker
- 1918 - Gavrilo Princip, bosnisch-serbischer Nationalist, Attentäter von Sarajevo
- 1926 - Adolf Ott, deutscher Priester und Offizial
- 1936 - Fuad I., König von Ägypten
- 1944 - Paul Poiret, französischer Modeschöpfer
- 1945 - Benito Mussolini, faschistischer Diktator Italiens 1922-1945
- 1945 - Harry Liedtke, deutscher Schauspieler
- 1945 - Hermann Föttinger, deutscher Elektroingenieur und Erfinder
- 1949 - Chairil Anwar, indonesischer Dichter
- 1957 - Martin Wagner, deutscher Architekt und Stadtplaner
- 1960 - Carlos Ibáñez del Campo, chilenischer Militär und Politiker
- 1973 - Carlos Menditéguy, Formel-1-Rennfahrer, Polo-Spieler
- 1973 - Jacques Maritain, französischer Philosoph
- 1975 - Tom Donaghue, US-amerikanischer Disc-Jockey
- 1976 - Eugen Roth, deutscher Lyriker und populärer Dichter
- 1976 - Jürgen Bartsch, Serienmörder, der vier Kinder ermordete
- 1977 - Josef Herberger, deutscher Fußballnationaltrainer
- 1978 - Hermann Budzislawski, deutscher Journalist
- 1981 - Steve Currie, britischer Musiker
- 1987 - Emil Staiger, Professor der Germanistik an der Universität Zürich
- 1989 - Géza von Cziffra, deutscher Regisseur und Drehbuchautor
- 1992 - Andrej Melitonowitsch Balantschiwadse, georgischer Komponist
- 1992 - Francis Bacon, irischer Maler
- 1993 - Jim Valvano, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 1999 - Sir Alf Ramsey, englischer Fußballspieler und Nationaltrainer 1963-1974
- 2000 - Jerzy Einhorn, schwedischer Krebsmediziner und Politiker
- 2001 - Evelyn Künneke, deutsche Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin
- 2002 - Ruth Handler, US-amerikanische Präsidentin der Firma Mattel, Erfinderin der Barbie-Puppe
- 2005 - Percy Heath, US-amerikanischer Jazzbassist

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Peter Chanel, erster Märtyrer in Ozeanien (katholisch, anglikanisch)
  - Hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort, Priester, Ordensgründer (katholisch)
- Internationaler Tag gegen Lärm

Siehe auch


- 27. April - 29. April
- 28. März - 28. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0428 ja:4月28日 ko:4월 28일 simple:April 28 th:28 เมษายน

Gregorianischer Kalender

Der gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.

Gregorianische Kalenderreform

Kalender Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand. Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform. Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt. Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann. Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.

Die Schaltregeln


- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.) oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.

Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern

Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt. Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen. Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.

Charakteristika

Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen. Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird. Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).

Siehe auch


- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

Weblinks


- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon] Kategorie:Kalender als:Gregorianischer Kalender ja:グレゴリオ暦 ko:그레고리력 ms:Kalendar Gregorian simple:Gregorian calendar th:ปฏิทินเกรกอเรียน

711

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Anfang des Jahres - Nach dem Tod des Frankenkönigs Childebert III. wird dessen Sohn Dagobert III. sein Nachfolger; er ist erst 10 Jahre, eigentlicher Regent ist daher der Hausmeier Pippin der Mittlere.
- 30. April - Die Muslime unter Tariq ibn Ziyad landen von Marokko aus in Andalusien im nach ihm benannten Gibraltar ("Dschebel al-Tarik").
- 19. Juli - Die arabischen Invasoren schlagen die Westgoten unter Roderich in der Schlacht am Guadalete vernichtend, König Roderich fällt in der Schlacht. Diesem Sieg folgt in den nächsten Jahren die Eroberung des Westgotenreichs auf der Iberischen Halbinsel, die auch Roderichs Rivale und Nachfolger Agila II. nicht verhindern kann.
- 4. November - Der byzantinische Kaiser Justinian II. wird gestürzt. Sein Nachfolger wird Philippikos; er lässt Justinian und seinen sechsjährigen Sohn Tiberios ermorden.
- Die Muslime unter Muhammad ibn al-Qasim erobern mit Sindh und den Punjab das Industal.
- Anno I. wird Erzbischof von Köln als Nachfolger von Gislo.

Geboren


-

Gestorben


- Anfang des Jahres - Childebert III., merowingischer König des Frankenreiches (
- 678/679)
- 4. November - Justinian II., Herrscher des byzantinischen Reiches (
- 669), ermordet ko:711년

Tāriq ibn Ziyād

Tāriq ibn Ziyād (arabisch: طارق بن زياد) war ein muslimischer Eroberer des Westgotenreichs (711 - 714)

Leben

Tāriq war ein zum Islam übergetretener Berber und unterstand als Truppenführer und Gouverneur von Tanger Musa ibn Nusayr, dem Statthalter von Ifriqiya (703714). Nach einem ersten erfolgreichen muslimischen Streifzug von Marokko ins Westgotenreich unter Tarif (Juli 710) fiel Tāriq 711 mit 7000 Mann (vor allem Berber) über die Meerenge von Ceuta bei Gibraltar (Dschabal at-Tāriq, Berg des Tāriq) auf der Iberischen Halbinsel ein. Die Eroberung Gibraltars, des Dschabal Tāriq (dt. der Berg des Tāriq) am 28. April, war sein erster Sieg. Ausgehend von diesem Punkt eroberten die Araber die Iberische Halbinsel (arab. al-Andalus). Tāriq sollte die Früchte seines Eroberungszugs nicht ernten. Nachdem er Verstärkung von 5000 Mann erhalten hatte, besiegte er die Westgoten unter Roderich in der Schlacht am Wadi Bakka/ Salado bei Jerez de la Frontera (Schlacht am Rio Guadalete) entscheidend (17. Juli 711). Den Sieg der Muslime soll auch der Verrat westgotischer Führer ermöglicht haben. Da König Roderich fiel, brach die westgotische Verteidigung schnell zusammen, so dass Tāriq, entgegen den Befehlen von Musa ibn Nussayr, schnell Córdoba, Málaga und die Hauptstadt Toledo erobern konnte. Im Juni 712 traf Musa ibn Nusayr mit einem vorwiegend arabischen Heer (18000 Mann) in Spanien ein und eroberte Medina Sidonia, Carmona und Sevilla. Zwar wurde Tāriq wegen der Missachtung der Befehle von Musa bestraft, doch führten beide die Unterwerfung der Westgoten weiter und stießen bis nach Saragossa und Navarra vor. Allerdings kam es schon zu ersten Konflikten wegen der Verteilung der Eroberungen. Während die Araber sich vorwiegend im fruchtbaren Süden ansiedeln konnten, wurde den Berbern die Grenzgebiete im Norden zugewiesen. Bevor er über die Pyrenäen nach Septimanien vorstoßen konnten, wurde Tāriq ibn Ziyād zusammen mit seinem kommandierenden General Musa ibn Nusayr vom Kalifen al-Walid I. nach Damaskus beordert (714). Der Kalif war darüber erzürnt, dass die beiden ihn lediglich über die Eroberung informiert, aber nicht auf seinen Befehl gehandelt hatten. Tāriq und Musa wurden ihrer Ämter enthoben und fielen in Ungnade. Auch eine Schiffsfähre trägt den Namen Tariq Ibn Ziyad.

Literatur


- Lexikon der Arabischen Welt, Artemis Verlag, Stephan und Nandy Ronart, 1972
- André Clot: Das maurische Spanien. Düsseldorf 2002.

siehe auch


- Islamische Expansion
- Geschichte Spaniens
- Statthalter von Andalusien Ziyad, Tariq Ibn Ziyad, Tariq Ibn Ziyad, Tariq ibn Ziyad, Tariq ibn

Gibraltar

Gibraltar ist ein Kalksteinfelsen, der an der Südspitze der iberischen Halbinsel ins Meer hineinragt. Es gehört als Kronkolonie zum Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland. Gibraltar liegt an der Nordseite der gleichnamigen Meeresstraße, an der Europa und Afrika am dichtesten beieinander liegen.

Geschichte

Im Altertum war Gibraltar eine der Säulen des Herakles. 711 wurde Gibraltar von den muslimischen Arabern und Berbern eingenommen. Der Name Gibraltar stammt aus dem Arabischen (Dschebel al-Tarik = Berg des Tarik), nach Tāriq ibn Ziyād, einem maurischen Feldherrn, der die strategische Bedeutung Gibraltars erkannte und dort eine Festung errichten ließ. Die Muslime beherrschten Gibraltar bis zur Reconquista 1462 (von 1309 bis 1333 erstmals kastilisch). Am 4. August 1704 wurde Gibraltar von den Briten im Spanischen Erbfolgekrieg erobert. Die spanische Besatzung wurde dabei in Abwandlung militärischer Taktik nicht im Morgengrauen, sondern während der Siesta am Nachmittag überrascht. 1713 wurde das Gebiet im Vertrag von Utrecht formell den Briten zugesprochen und ist seit 1730 britische Kronkolonie. In ihr leben 28.800 Einwohner. Seit langem kommt es zu Spannungen zwischen Großbritannien und Spanien, weil Spanien die Hoheit über Gibraltar wiedererlangen möchte. Die Grenze nach Spanien war von 1969 bis 1985 geschlossen. Spanien darf bis heute von Gibraltar aus nicht angeflogen werden. Bei einem Referendum am 7. November 2002 stimmten jedoch, bei einer Wahlbeteiligung von fast 90%, 99% der Abstimmenden für einen Verbleib unter britischer Herrschaft. Nur 187 Bewohner waren für eine geteilte Souveränität. Die Straße von Gibraltar, die das Mittelmeer mit dem Atlantik verbindet, ist für das Militär von strategischer Bedeutung. Großbritannien unterhält in Gibraltar einen Flottenstützpunkt. Neuerdings wird auch gelegentlich eine gemeinsame Verwaltung durch Spanien und Großbritannien angestrebt. Die zwischenzeitlich zwischen Spanien und Gibraltar bestehende neutrale Zone wurde aufgelöst. Flotte Flotte Flotte Flotte Flotte Flotte

Landschaft und Natur

Der an der Ostseite steil aus dem Meer aufragende Felsen (Upper Rock) fällt schon von weitem über die Bucht von Algeciras ins Auge. Die allgegenwärtigen Affen, die Tropfsteinhöhle St. Michael's Cave und die in den Felsen geschlagenen Verteidigungsanlagen der Belagerung von 1779-1783 (Siege Tunnels) sind die touristischen Hauptattraktionen. Die Stadt Gibraltar erstreckt sich auf dem schmalen Streifen der Westseite, wo der Felsen flacher zum Meer abfällt. An der Südspitze des Felsen, dem Europa Point, steht der 1841 eröffnete Leuchtturm von Gibraltar. Gibraltar ist der einzige Ort in Europa, wo Affen (Tierart: Berberaffe oder Magot, Macaca silvanus), freilebend vorkommen. Deswegen nennt man Gibraltar auch den "Affenfelsen". Die ursprüngliche Herkunft dieser Tiere ist nicht exakt geklärt, wahrscheinlich wurden sie irgendwann aus Marokko von Menschen eingeführt. Allerdings waren Berberaffen früher auch in Süd- und Mitteleuropa heimisch, die Affen von Gibraltar könnten also durchaus von europäischen Vorfahren abstammen. Eine Legende besagt, dass die britische Herrschaft in Gibraltar beendet sein wird, sobald der letzte Affe den Felsen verlassen hat. Hintergrund dieser Legende ist eine Geschichte aus der Zeit der Belagerung Gibraltars von 1779 bis 1783 (während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges): Damals sollen die Engländer von den Tieren vor einem Nachtangriff der Spanier und Franzosen gewarnt worden sein. Der Britische Premierminister Winston Churchill ließ Berberaffen aus Marokko importieren, um den vermutlich wegen Inzucht kränkelnden Affenstamm wieder zu stärken, mit Erfolg.

Klima

Marokko

Politik

Verhältnis zu Großbritannien

Gibraltar ist eine Kronkolonie Großbritanniens. Es hat eine eigene Regierung, die die Aufgaben der Selbstverwaltung erfüllt. Sie umfasst alle Bereiche außer Verteidigung, Außenpolitik und inneren Sicherheit, welche vom Vereinigten Königreich übernommen werden. Staatschef ist die britische Königin, die in Gibraltar durch einen Gouverneur repräsentiert wird. Der Gouverneur ist gleichzeitig der Oberbefehlshaber der Armee und der Polizei. Der momentan amtierende Gouverneur, Sir Francis Richards, wurde 2003 ernannt.

Politisches System

Die Bevölkerung Gibraltars wählt ein fünfzehnköpfiges Parlament (House of Assembly), das sich nur aus Abgeordneten der beiden stärksten Parteien zusammensetzt: Die Partei mit den meisten Stimmen bekommt acht Parlamentssitze, der „beste Verlierer“ erhält deren sieben. So gibt es nie eine Koalition und die Regierungspartei wechselt oft. Der Führer der Mehrheitsfraktion wird vom Gouverneur zum Regierungschef (Chief Minister) ernannt. Außer dem Chief Minister besteht die Exekutive noch aus dem Finanzminister und dem Justizminister. Zur Zeit ist Peter Caruana von den Gibraltar Social Democrats (GSD) Chief Minister. Er wurde 1996 gewählt und 2000 und 2003 wiedergewählt. Die Gibraltar Socialist Labour Party (GSLP) ist in der Opposition. Beide Parteien sind für Gibraltars Selbstregierung und weigern sich, Vereinbarungen mit Spanien zu treffen, wobei die GSLP traditionell radikaler ist.

Status innerhalb der EU

Gibraltar ist Teil der Europäischen Union. Aus Sicht der EU sind die Einwohner von Gibraltar Bürger des Vereinigten Königreichs. Es gibt jedoch einige spezifische Ausnahmen:
- Gibraltar ist kein Teil des Europäischen Binnenmarktes.
- Gibraltar nimmt nicht an der Gemeinsamen Agrarpolitik und der Gemeinsamen Fischereipolitik teil.
- Die EU-Bestimmungen zur Mehrwertsteuer finden in Gibraltar keine Anwendung. Im Jahr 2003 erhielten die Bewohner Gibraltars durch den European Parliament (Representation) Act 2003 das Wahlrecht für das Europäische Parlament. Gibraltar gehört bei den Europawahlen zum Wahlgebiet Südwestengland, das sieben Vertreter nach Straßburg entsendet. Bei den Wahlen im Juni 2004 nahmen 57,5 % der Wahlberechtigten Gibraltars ihr neues Recht wahr.

Weblinks


- [http://www.markuskappeler.ch/tex/texs/gibraltar.html Ausführlicher Bericht über die Geschichte Gibraltars und seine Affen] ! Kategorie:Abhängiges Gebiet (Großbritannien) Kategorie:Umstrittenes Territorium ja:ジブラルタル ko:지브롤터 simple:Gibraltar zh-min-nan:Gibraltar

Spanien

Das Königreich Spanien (amtlich spanisch Reino de España, katalanisch Regne d'Espanya, galicisch Reino de España, baskisch Espainiako Erresuma) liegt im Südwesten Europas und nimmt den größten Teil der Iberischen Halbinsel ein.

Geographie

Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der iberischen Halbinsel, von der Spanien sechs Siebtel einnimmt. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren, im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. Spanien ist das drittgrößte Land Europas. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán und die Islas Columbretes. Die Zugehörigkeit der Insel Perejil ist zwischen Marokko und Spanien nicht geklärt. Der höchste Berg Spaniens ist mit 3.718 m Höhe der Pico del Teide auf der Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln gehört. Die Städte Ceuta und Melilla liegen in Nordafrika und grenzen an das Mittelmeer sowie Marokko. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Vares, der westlichste das Kap Toriñana, beide in Galicien, der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa, der östlichste das Kap de Creus. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1020 km. Die Nordküste Spaniens verläuft fast in gerader Linie und bildet nur zwischen Gijón und Avilés sowie zwischen Ribadeo und A Coruña (spanisch La Coruña) bedeutendere Vorsprünge nach Norden. Gegenüber den übrigen Küsten des Landes zeichnen sich diese Küstenabschnitte durch Schroffheit und schlechte Zugänglichkeit aus. Ursächlich hierfür ist, dass hier die Gebirge fast überall dicht ans Meer heranrücken. Zugänglich sind diese Küstenabschnitte nur an den Mündungen der Flüsse und der tief in das Land einschneidenden Meeresarme (Rías), die insbesondere an der Küste von Galicien häufig auftreten. Auch die Westküste Spaniens trägt im Ganzen diesen Charakter; doch ist sie viel zugänglicher als der Norden, da hier die Gebirge nur in den Kaps bis an das Meer herantreten und sich im Hintergrund der Rias gewöhnlich Ebenen befinden. A Coruña Charakteristisch für die Süd- und Ostküste sind dagegen eine Anzahl weiter, flacher Meerbusen und dazwischen befindliche, in felsige Vorgebirge endende Landvorsprünge. Diese Abschnitte sind zugänglicher als die Nord- und Westküste. Die wichtigsten Buchten der Südküste sind von Westen nach Osten die Golfe von Cádiz, Málaga und Almería sowie die Bucht von Cartagena, an der Ostküste die Bahía von Alicante und der Golf von Valencia. Die größten Flüsse Spaniens sind der Duero, der Tajo und der Ebro. Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:
- Vegetation des feuchten Spanien: Eichen, Buchen
- Vegetation des trockenen Spanien: immergrüne Eichen (Steineichen, Korkeichen), Pinien
- Vegetation der Gebirge je nach Höhe: Steineichen, Korkeichen, Eichen, Kastanien, Wiesen, Tundra Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewässerungsanbau.

Bevölkerung

Sprachen

In Spanien werden überwiegend Spanisch (Español/Castellano, "Kastilisch"), Katalanisch (Català) und Galicisch (Gallego), sowie das Baskische (Euskara) gesprochen. Die spanische Sprache ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei nur in den entsprechenden Autonomen Regionen diesen Status genießen. Ferner wird in der Autonomen Region València eine Variation des Katalanischen, Valencianisch (Valencià), und auf den Balearen wird eine weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquin (Mallorquí/Balear), gesprochen. Daneben existieren einige Minderheitensprachen, welche von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden. Zu diesen zählt Asturisch-Leonesisch (Bable), Aragonesisch (Fabla aragonesa) und Aranesisch. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight, in Olivenza (Extremadura) wird noch teilweise Portugiesisch gesprochen. Portugiesisch Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig. Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerungsmasse sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich. In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt; Spanisch darf dort jedoch von allen Studenten in Unterricht und Klausuren benutzt werden.

Religion

Spanien ist ein vorwiegend katholisches Land. 92 % der Bevölkerung (Stand: 2000) gehören offiziell der römisch-katholischen Kirche an. Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociológicas im Jahr 2002 gaben hingegen nur 80 % der Befragten an, Katholiken zu sein. 12 % bezeichneten sich als nicht religiös. Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages zwischen diesem und dem Heiligen Stuhl. Da also in Spanien die katholische Kirche nicht aus direkt entrichteten Steuern der Gläubigen finanziert wird, bringt ein offizieller Kirchenaustritt somit keine finanziellen Vorteile. Innerhalb der katholischen Kirche gibt es die in sich sehr stark geschlossene Gruppierung Opus Dei. Die Muslime machen 0,5 %, die Protestanten 0,3 % der Bevölkerung aus. Juden, Angehörige anderer Konfessionen und Konfessionslose stellen 7,2 % der Bevölkerung. Siehe auch: Katholische Kirche in Spanien, Islam in Spanien, Protestantismus in Spanien, Judentum in Spanien

Größte Städte

Städte mit über 100.000 Einwohnern, mit Einwohnerzahl. (Stand: 1. Januar 2004)

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Spaniens Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Kelten und die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist. Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der Südküste an; die berühmteste von ihren Kolonien war Cádiz (Gades). Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" ab (phönizisch "Küste der Klippschliefer"; was die Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Geprägt wurde das Land auch durch die jahrhundertelange arabische Vorherrschaft, deren Erbe sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache niedergeschlagen hat. Mit der Vertreibung der Mauren von der iberischen Halbinsel (Wiedereroberung - Reconquista) und der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorübergehend zur Weltmacht auf.

Politik

Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der derzeitige König ist Juan Carlos I. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Thronfolger ist Prinz Felipe de Borbón y Grecia, der gleichzeitig den Titel
Fürst von Asturien (Príncipe de Asturias) trägt. Wohnsitz der Königsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid. Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen beschränkt. Darüber hinausgehende Funktionen des Königs sind die Bestätigung von Gesetzen und die Ernennung und die Entlassung des Regierungschefs. Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament (Cortes Generales). Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) und den Senat (Senado). Die 350 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl für vier Jahre gewählt. Der Senat besteht aus 259 Sitzen. Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gewählt und die restlichen 51 von den Parlamenten der autonomen Regionen bestimmt. Senatoren werden für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt. Der Ministerpräsident (Presidente del Gobierno, wörtlich übersetzt "Regierungspräsident") und die Regierungsmitglieder werden vom Abgeordnetenhaus gewählt. Derzeitiger Ministerpräsident ist José Luis Rodríguez Zapatero vom sozialdemokratischen Partido Socialista Obrero Español (PSOE). Sitz des Regierungspräsidenten ist der Palacio de la Moncloa in Madrid. Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der Europäischen Union (bis 1992: „Europäische Gemeinschaft“). Siehe auch: Politische Parteien in Spanien, Liste der spanischen Ministerpräsidenten, Baskische Befreiungsbewegung Euskadi Ta Askatasuna (ETA)

Autonome Regionen

Hauptartikel: Autonome Regionen Spaniens Spanien gliedert sich administrativ in 17 autonome Regionen oder Gemeinschaften (Comunidades Autónomas), vergleichbar den deutschen Bundesländern, und in die zwei autonomen Städte Ceuta und Melilla. Die autonomen Regionen selbst gliedern sich ihrerseits in insgesamt 50 (52 mit Ceuta und Melilla) Provinzen (provincias), die fast alle nach ihrem jeweiligen Verwaltungssitz benannt sind. Kämpfe gibt es u. a. um die Autonomie des Baskenlandes, deren blutige Form die ETA betreibt. Katalonien strebt auf politischem Wege die Unabhängigkeit an.

Wirtschaft

Währung

Die Währung in Spanien ist seit dem 01.01.1999 der Euro. Der Umtauschkurs zur vorigen Währung, den Peseten,
pesetas (PTS), beträgt: 1€ = 166,386 PTS bzw. 1 PTS = 0,6010 €-Cent. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren Gütern die nicht allzu häufig gekauft werden wie Autos oder Wohnungen. Als großzügig abkürzende Größenordnung werden hierbei gerne Millionen PTS, Million Pesetas verwendet: so kostet z.B. eine Wohnung in der Umgangssprache 25 Mio. PTS oder ein Auto 2 Mio. PTS. 1.000.000 PTS entsprechen 6.010,12 €, also rund 6.000 €. 500 Peseten entsprechen ziemlich genau 3,0051 Euro. Daher kann mit Dividieren durch 500 und anschließendem Multiplizieren mit 3 recht einfach von Peseten auf Euro umgerechnet werden. Umgekehrt können Euro durch Dividieren mit 3 und anschließendem Multiplizieren mit 500 einfach auf Peseten umgerechnet werden. In Gesprächen wird gelegentlich noch die Währungseinheit Duro benutzt. Ein Duro entspricht 5 Peseten, also ungefähr 3 Cent. Um von Euro auf Duro umzurechnen, reicht es, den Eurobetrag durch 3 zu dividieren und anschließend zwei Nullen anzuhängen (oder mit 100 multiplizieren).

Bruttosozialprodukt

Das Bruttosozialprodukt beträgt 596,5 Mrd. US$ bei einer Wachstumsrate von 2,0 %. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf beträgt 14.580 US$. Das Bruttoinlandsprodukt wird
- zu 66% mit Dienstleistungen,
- zu 30% von der Instustrie und
- zu 3% durch die Landwirtschaft erwirtschaftet. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt betragen 0,96%. Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,4%, die Inflationsrate bei 3,1%. Die Staatseinnahmen von 274,6 Mrd. € setzen sich
- zu 29% aus der Einkommensteuer,
- zu 35% aus der Körperschaftssteuer zusammen. Die Staatsausgaben betragen 275,2 Mrd. €, das Haushaltsdefizit beträgt 0,3% des Bruttoinlandsprudukts.

Landwirtschaft

36% der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt, Bewässerungsfeldbau wird auf ca. 20,1% der Anbaufläche betrieben. 144 000 km² der Landesfläche sind bewaldet. In Spanien werden folgende Agrarprodukte hergestellt: Getreide (vor allem Weizen und Reis), Gemüse, Oliven, Weintrauben, Zuckerrüben, Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen, Fleisch (Schaf, Ziege, Kaninchen, Geflügel), Milchprodukte (z.B. Manchego-Käse), Seefisch und Meeresfrüchte.

Infrastruktur

Straßennetz

Spanien verfügt über ein gut ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz von 663.795 km Länge. Das Straßennetz ist zum allergrößten Teil befestigt. Das Fernstraßennetz umfasst Nationalstraßen,
carreteras nacionales, und Autobahnen, den sogenannten autovías (gebührenfrei) und autopistas (mautpflichtig, de peaje). An den Zahlstellen der gebührenpflichtigen autopistas kann mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden. Teilweise verlaufen gebührenpflichtige Autobahnabschnitte parallel zu gebührenfreien. Rund um Ballungszentren gibt es meist gebührenfreie autopistas, viele Fernverbindungen sind gebührenpflichtig. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt:
- innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h
- auf Landstraßen 90 km/h
- auf Landstraßen mit einem Randstreifen von mindestens 1,5 m Breite oder einer zusätzlichen Fahrspur 100 km/h
- auf den Autobahnen 120 km/h Seit Sommer 2005 werden in Spanien Geschwindigkeitskontrollen mit stationären Radargeräten durchgeführt. In geschlossenen Ortschaften nachts immer mit Abblendlicht fahren. Vorsicht beim Einfahren in Autobahnen: hier gilt zwar wie im deutschen Sprachraum „Vorfahrt gewähren“, jedoch wird einfahrenden Autofahrern meist nicht Platz zum Einscheren eingeräumt. Für Linksabbieger gibt es gelegentlich eine Art „Wartespur“ in der Mitte der Straße, von dieser Wartespur kann dann nach rechts in auf die Fahrspur eingeschert werden. Seit Juli 2004 sind in Spanien Warnwesten gesetzlich vorgeschrieben. Diese müssen bei Unfällen und Pannen getragen werden. Reservebirnen und zwei rote Warndreiecke müssen ebenso im Kraftfahrzeug sein. Grüne Versichertenkarten sind zwar nicht Pflicht, aber empfehlenswert, da die Polizei mit ihnen vertraut ist. In den letzten Jahren hat die Zahl der PKW und die Verstädterung in Spanien stark zugenommen. In Spanien gibt es 467 KFZ/ 1000 Ew. 78% der Bevölkerung leben in Städten; die Bevölkerungsdichte beträgt 82 Ew/km². Vielerorts herrscht auch durch die engen Straßen akute Parkplatznot. Eine durchgezogene gelbe Linie am Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin. Die lokale Polizei besitzt oftmals eigene Abschleppwagen. Die Parkgebühren in Ballungsräumen liegen auf demselben Niveau wie in Metropolen im deutschsprachigen Raum. In manchen Ballungsräumen (Madrid, Barcelona) sind die Straßennetze gerade im Berufsverkehr örtlich überfordert; teilweise gibt es Verkehrsleitsysteme wie in Valencia (Stadt).

Fahrrad

Fahrradfahren wird von den Spaniern zuerst als sportliche Betätigung aufgefasst; als Verkehrsmittel wird das Fahrrad selten genutzt. Fahrradfahrer sind im Straßenverkehr rechtlich nicht besser gestellt, wie dies beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Fahrradwege sind meist nur in touristisch attraktiven Regionen bekannt. Die einzelnen Radwege sind oftmals nicht miteinander verknüpft.

Fernbusnetz

Spanien verfügt über ein sehr gut ausgebautes Busnetz. In kleinen und großen Städten gibt es spezielle Busbahnhöfe. Das Busnetz verbindet insbesondere kleinere Städte und Dörfer, aber es gibt auch überregionale Linien und internationale Verbindungen. Busfahren ist in Spanien vergleichsweise billig.

Schifffahrt

Auf 1045 km Kanälen und Flüssen ist Binnenschiffahrt möglich. Die größten Seehäfen sind Barcelona, Valencia, Bilbao, Gijón und Santa Cruz de Tenerife. Zwischen der Iberischen Halbinsel und den Balearen gibt es eine Reihe von Fährverbindungen.

Bahnnetz

Das Bahnnetz (traditionell Breitspur) der staatlichen Eisenbahngesellschaft RENFE wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz (AVE, ungefähr 525 km Streckennetz) ergänzt. Das Fernverkehrssystem wird
Grandes Líneas genannt, der AVE ist hiervon ausgenommen. Die RENFE betreibt in den Ballungszentren lokale S-Bahn-Netze, die sogenannten Cercanías. In folgenden Regionen gibt es Cercanías-Netze: Asturias, Barcelona, Bilbao, Cádiz, Madrid, Málaga, Murcia/ Alicante, Santander, San Sebastián, Sevilla und Valencia. Schmalspurstrecken werden von regionalen Gesellschaften betrieben. Die spanischen Fernverkehrszüge der Grandes Líneas werden in Tag- und Nachtzüge unterschieden. Tagzüge sind der Alaris, Altaria, Arco, Euromed, Talgo, Intercity und Diurno. Nachtzüge sind der Trenhotel und Estrella. Diese Zugtypen unterscheiden sich in ihrer Bauart und fahren auf festgelegten Strecken. Eine Klassifizierung nach der Zug-Geschwindigkeit und Haltepunktdichte wie im deutschen Sprachraum gibt es in Spanien nicht. Fahrkarten werden nicht für eine Strecke, sondern für ein Produkt verkauft. Die Tagzüge haben haben Raucher- und Nichtraucherplätze und einen Speisewagen. Es gibt Sitzplätze erster und zweiter Klasse. Die erste Klasse wird als Preferente und die zweite Klasse als Túrista bezeichnet. In der ersten Klasse werden kostenlos Zeitungen, Essen und Getränke gereicht. Während der Fahrt werden Kinofilme gezeigt. Die Nachtzüge verfügen über die ersten Klassen Gran Clase und Preferente und die zweite Klasse Túrista/ Litera. Die Züge haben eine Cafetería bzw. ein Restaurant. Die erste Klasse besteht aus Schlafwagen und hat ein Bad bzw. eine Waschgelegenheit. Die zweite Klasse des Trenhotel hat Vierbett-Abteile, die zweite Klasse des Estrella Sechs-Sitz-Abteile. Tickets für Fernverkehrszüge beinhalten eine Sitzplatzreservierung; der Zug kann ohne gültiges Ticket nicht betreten werden. Seit den Terroranschlägen in Madrid im März 2004 werden beim Einstieg Gepäckkontrollen ähnlich wie an Flughäfen durchgeführt. In den Fernverkehrsbahnhöfen finden sich Schalter für den Vorverkauf, die venta anticipada und den Kauf mit sofortigem Fahrantritt. Fahrkarten für den Regional- und den Fernverkehr müssen getrennt gekauft werden. Für den Fernverkehr ist es bedingt durch die Reservierungspflicht sinnvoll, Tickets im Voraus zu kaufen. Dies ist auch über das Internet möglich; die Tickets müssen teilweise am Bahnhof abgeholt werden. Die Städte Barcelona, Bilbao, Madrid und Valencia verfügen über U-Bahn- oder Metronetze, in Sevilla und Palma de Mallorca sind entsprechende Netze im Aufbau. Einige Städte wie Alicante und Barcelona besitzen neu eröffnete Straßenbahnnetze.

Flughäfen

Rund 40 Städte verfügen über einen Flughafen für Verkehrsmaschinen. Die größten spanischen Fluggesellschaften sind Iberia, Spanair, Vueling und Air Europa. Die Flughäfen von Madrid und Barcelona sind unter den Top 10 der Passagierzahlen der europäischen Flughäfen. Zwischen den Flughäfen Madrid und Barcelona gibt eine Luftbrücke,
puente aéreo: zwischen 07:00 und 23:00 starten in sehr kurzem Zeitabstand zahlreiche Flüge. Die puente aéreo wird von der spanischen Fluggesellschaft Iberia betrieben.

Kultur


- Literatur: Miguel de Cervantes, Tirso de Molina, Lope de Vega, Pedro Calderón de la Barca, Francisco de Quevedo, Rosalía do Castro, Federico García Lorca, Camilo José Cela, Javier Marías, Arturo Pérez-Reverte, Manuel Vázquez Montalbán, Miguel Delibes, José Zorrilla
- Musik: Flamenco, Manuel de Falla, Paco de Lucía, Joaquín Rodrigo, Pablo Sarasate
- Film: Pedro Almodóvar, Julio Médem, Luis Buñuel, Alejandro Amenábar, Alex de la Iglesia
- Malerei: Pablo Picasso, Salvador Dalí, Diego Velázquez, El Greco, Joan Miró, Francisco de Goya, Bartolomé Esteban Murillo
- Bildhauerei: Eduardo Chillida
- Architektur: Antoni Gaudí, Santiago Calatrava, César Manrique

Medien

Die meisten überregionalen Tageszeitungen erscheinen in der Hauptstadt Madrid:
El País (durchschnittliche Auflage im Jahr 2003 ca. 561.000 Exemplare), El Mundo (379.000), ABC (346.000) und La Razón (205.000). In Barcelona erscheinen La Vanguardia (240.000) und die wichtige regionale Zeitung El Periódico de Catalunya (221.000). Von Bedeutung sind auch täglich erscheinende Sport-Medien wie Marca (549.000) und As (303.000), die meisten Spanier lesen Regionalzeitungen, fast jede größere Stadt im Land hat hier ein Angebot, beispielsweise Diario de Sevilla oder auch Diario de Mallorca. Die staatliche Fernsehanstalt Televisión Española betreibt zwei Sender, TVE 1 und TVE 2. Private TV-Programme sind Antena 3, Telecinco und Canal+. Das Fernsehprogrammangebot wird durch regionale Fernsehsender abgerundet. Im Bereich des digitalen Fernsehens gibt es die Angebote Digital+ und Auna.

Sport

Fußball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste Publikums- und auch ein viel betriebener Breitensport. Weitere Mannschaftssportarten sind Basketball, Handball und Volleyball, an den Universitäten erfreut sich außerdem Rugby großer Beliebtheit. Der Motorsport, insbesondere Rallye (Carlos Sainz ist derzeit der bekannteste spanische Fahrer), Formel 1 (Fernando Alonso jüngster Weltmeister im Jahre 2005) und Motorradrennen (Dani Pedrosa) genießen die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Ein großes Radsportereignis ist die Vuelta, weitere international beachtete Rennen sind die Baskenland-Rundfahrt, die Katalonien-Rundfahrt und das Clásica San Sebastián. Bedeutende Individualsportarten sind Tennis, Padel, ein relativ neues, dem Tennis ähnliches Spiel, und Golf. Im Nordosten Spaniens und im Lande Valencia wird Pelota, der baskische Nationalsport, gespielt. Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf, der nicht als Sportart angesehen wird. Nach Meinung seiner Anhänger ist er als eine Kunst anzusehen, in der Eleganz und Ästhetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es aufgrund der mit ihr verbundenen Tierquälerei nicht wert sei, in ihrer heutigen Form fortgeführt zu werden.

Nationale Feiertage

Der spanische Nationalfeiertag wird am 12. Oktober anlässlich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gefeiert (
Día de la Hispanidad). Am 6. Dezember wird die Annahme der Verfassung im Jahre 1978 (Dia de la Constitución) gefeiert.
- 1. Januar -
Neujahr
- 6. Januar -
Heilige Drei Könige und Epiphanias
- 19. März -
St. Josef
- 1. Mai -
Tag der Arbeit
- 12. Oktober -
Nationalfeiertag (s.o.)
- 1. November -
Tag aller Heiligen
- 6. Dezember -
Tag der Verfassung
- 25. Dezember -
Weihnachten In den einzelnen Provinzen gibt es noch weitere Feiertage, so wird z. B. in Katalonien am 24. Juni St. Joan (spanisch St. Juan) gefeiert.

Weitere Themen


- Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet
- Tourismus in Spanien
- Stierkampf
- Kfz-Kennzeichen (Spanien)
- Postleitzahl (Spanien)
- Portal:Spanien
- Spanische Küche
- Weinbau in Spanien
- Redewendung: Das kommt mir spanisch vor

Weblinks

20px Wiki-Portal Spanien
- WikiTravel-Eintrag zu [http://wikitravel.org/de/Spanien Spanien]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=157 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,,ESP,00.html Spiegel online / Jahrbuch / Spanien]
- http://www.guiadeayuntamientos.info/ - spanischsprachige Website mit Informationen über sämtliche spanische Gemeinden
- http://www.spanischebotschaft.de/ - Website der spanischen Botschaft in Deutschland
- http://www.proel.org/lenguas2.html - Informationen über die Sprachen in Spanien (auf Spanisch)
- http://www.ccape.es - Deutsche Handelskammer für Spanien
- http://www.cibera.de - cibera - Virtuelle Fachbibliothek Ibero-Amerika / Spanien / Portugal
Kategorie:Staat Kategorie:Monarchie Kategorie:Land in der EU Kategorie:Mittelmeer fiu-vro:Hispaania ja:スペイン ko:에스파냐 ms:Sepanyol simple:Spain th:ประเทศสเปน zh-min-nan:Se-pan-gâ


Kloster Ettal

Das Kloster Ettal ist ein Barockkloster im oberbayerischen Dorf Ettal, rund 10 km nördlich von Garmisch-Partenkirchen und südöstlich von Oberammergau. Das 1330 gegründete Benediktinerkloster ist heute ein beliebter touristischer Anziehungspunkt. Zum Kloster gehören landwirtschaftliche Betriebe, mehrere Gasthöfe sowie ein Gymnasium mit angeschlossenem Internat. Ebenso ein Kunstverlag, eine Destillerie sowie eine Brauerei. Brauerei

Gründung

Das Kloster wurde von Kaiser Ludwig dem Bayern im Graswangtal als Teil eines Gelöbnisses gegründet am 28. April 1330, dem Tag des Heiligen Vitalis. Verbunden mit dem Gründungsgelübde war auch ein Ausbau des Verkehrsweges nach Süden und die Erschließung der Gegend. Über die wahren Gründungsmotive Ludwigs kann nur spekuliert werden, es ist anzunehmen, dass die Klostergründung neben dem Seelenheil des Kaisers auch der Sicherung des Handelsweges von Augsburg nach Verona dienen sollte. Ludwig befand sich im Streit mit dem Avignoner Papst Johannes XXII., vordergründig um Glaubensfragen, eigentlich um politische Vorrangstellung. Nachdem sich Ludwig in Rom von Sciarra Colonna zum Kaiser krönen ließ, erklärte der Papst diese Krönung für nichtig, und Ludwig verkündete die Absetzung des Papstes. Aus Geldmangel mußte sich Ludwig aus Rom zurückziehen, wo er die Wahl von Papst Nikolaus V. unterstützte. Auf seiner Heimreise von Pisa nach Deutschland kam er auch am Ort des heutigen Klosters vorbei und gründete dort ein Kloster von neuer und unerhörlicher Art (lat. monasterium nove consuetudinis et acentus inaudite), das neben einem Mönchs- und einem Frauenkonvent auch ein Ritterkonvent mit 12 Rittern beherbergte. Grundstein des Klosters ist ein aus Pisa mitgebrachtes Marienbild, die sogenannte Ettaler Madonna. Schon bald wurde die Madonna zum Ziel von Wallfahrten, insbesondere seit dem barocken Neubau des Klosters. Die Klosterkirche ist der heiligen Maria geweiht: St. Mariä Himmelfahrt.

Entwicklung des Klosters

Zwischen 1330 und 1370 wurde die Klosterkirche auf einem zwölfeckigen Grundriss im Stil der Gotik errichtet. Das Kloster war in den ersten 4 Jahrhunderten seines Bestehens im Vergleich zu den großen altbayerischen Abteien nicht wirklich bedeutend. In den Wirren der Reformation fügten Truppen des Kurfürsten Moritz von Sachsen im Mai 1552 dem Kloster große Schäden zu. Die eigentliche Blüte begann für das Kloster erst unter Abt Placidus II. Seiz ab dem Jahr 1709. 1710 gründete er die "Ritterakademie" und rief damit die schulische Tradition Ettals ins Leben. Bei einem Brand 1744 wurde Kirche und Kloster weitgehend zerstört und in der Folge in den Formen des Hochbarocks vom Münchner Enrico Zuccalli und dem Wessobrunner Josef Schmutzer wieder aufgebaut. Zur Ausstattung zählen u. a. Seitenaltäre und Kanzel von Johann Baptist Straub. Seine verkehrsgünstige Lage und die Anziehungskraft auf Wallfahrer ließen Ettal zu einem der bedeutendsten Benediktinerklöster im Alpenraum werden. 1790 erhielt die Abtei noch einmal den Blutbann, das heißt die gesamte Gerichtsbarkeit lag beim Abt und seinem Konvent. Nicht nur die Nieder- und Urkundsgerichtsbarkeit, sondern auch die Hohe Gerichtsbarkeit mit der möglichen Verurteilung zur Todesstrafe war dem Kloster Ettal übertragen. Mit der Säkularisierung wurde 1803 das Kloster gegen den entschiedenen Widerstand von Abt Alphons Hafner aufgehoben. Die Gebäude und Besitzungen gingen an das Königreich Bayern über. 1809 ersteigerte Josef von Elbing die Gebäude. 1856 erwarb sie Graf Albert von Pappenheim von Elbings Enkel August Baur Edlem von Breitenfeld. 1874 ließ König Ludwig II. nur rund 10 km entfernt das Schloß Linderhof errichten. Linderhof 1898 erwarb Baron Theodor von Cramer-Klett die Gebäude und verkaufte sie an das Kloster Scheyern. Ab 1900 wurde das Gebäude wieder als Kloster neu gegründet. In der Tradition der 1710 gegründeten Ritterakademie entwickelten sich seitdem das humanistische und neusprachliche Gymnasium und das Internat zu den wichtigsten Aufgaben der Benediktiner in Ettal. Außerdem betreibt das Kloster eine Brauerei, eine Destillerie (zur Herstellung des Klosterliqueurs), eine Buchhandlung, einen Kunstverlag, ein Hotel und mehrere kleinere Betriebe. Im Jahr 1994 wurde von Ettal aus das alte Augustiner-Chorherrenstift Kloster Wechselburg in Sachsen wiedergegründet. Dort betreiben die Mönche neben der Pfarrseelsorge auch ein größeres Gästehaus. Heute gehören zum Ettaler und Wechselburger Konvent 55 Mitglieder. Das Kloster wird seit 27. Mai 2005 von Abt Barnabas Bögle geleitet. Äbte des Klosters im 20. Jahrhundert: 1907-1933 Willibald Wolfsteiner, 1933-1951 Angelus Kupfer, 1951-1961 Dr. Johannes M. Hoeck, 1961-1973 Dr. Karl Gross, 1973-2005 Dr. Edelbert Hörhammer, seit 2005 Barnabas Bögle Seit 1920 trägt die Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt den Ehrentitel Basilika minor.

Literatur


- Adolf Drößler: Königsschloß Linderhof, Oberammergau und Kloster Ettal, Bonitas-Bauer, Würzburg 1930, (Violette Bücher; Bd. 7)
- Laurentius Koch: Basilika Ettal. KLloster- Pfarr- und Wallfahrtskirche, Buch-Kunstverl., Ettal 1996, ISBN 3-87112-074-X
- Magdalena Prosch: Die sonnige Not. Historischer Roman [um Kloster Ettal], Manz, Regensburg 1927
- Rupert Sarach (Hrsg.): Festschrift zum 300jährigen Weihejubiläum der Klosterkirche Ettal, Buch-Kunstverl., Ettal 1970
- Hugo Schnell: Ettal. Kloster- und Marien-Münster, Schnell & Steiner, München, 1960 (Große Kunstführer; Bd. 3)
- Clemens Schenk: Kloster Ettal bei Oberammergau. Eine kunstgeschichtliche Betrachtung, Triltsch, Würzburg ca 1960
- Max Seidel: Ad gloriam dei. Neue Bilder vom Benediktinerkloster Ettal, Belser, Stuttgart 1949
- Kloster Ettal. Kurzgefaßte Nachricht von dem Ursprunge, Fortgange und Ende des Benediktinerklosters Ettal, Weiß, München, 1860

Siehe auch

Liste der Klöster

Weblinks


- [http://www.kloster-ettal.de/ Kloster Ettal]
- [http://www.abtei-ettal.de/ Benediktinerabtei Ettal]
- [http://de.structurae.de/structures/data/photos.cfm?ID=s0017961 Bilder des Kloster Ettal]
- Weitere Informationen, siehe: [http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/kloster/ Klöster in Bayern]
- [http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/kloster/html-data/geschichte_ks0097.php Klöster in Bayern: Benediktinerabtei Ettal – Ritter und Schüler] Ettal Ettal, Kloster Kategorie:Kloster in Bayern

1770

Ereignisse


- 5. März: Das so genannte Massaker von Boston fordert das Leben von 5 Zivilisten, die von englischen Truppen bei einer Straßenschlacht erschossen wurden
- 20. April: James Cook sichtet die Küste von New South Wales (Australien), die von ihm in den nächsten Monaten erforscht und kartografiert wird
- 23. August: Captain James Cook nimmt die Ostküste von Australien für die englische Krone in Besitz
- 1. November: Das Berg- und hüttenmännisches Lehrinstitut (Vorgänger der Technischen Universität) wird in Berlin gegründet
- Nicholas Cugnot erfindet den Dampfkraftwagen. Dieser gilt als erster Vorläufer des Automobiles

Kultur


- 29. Januar: Uraufführung der komischen Oper Die Jagd von Johann Adam Hiller in Weimar
- 30. Mai: Uraufführung der Oper Armida abbandonata („Die verlassene Armida“) von Niccolò Jommelli am Teatro San Carlo in Neapel
- 3. September: Uraufführung der Oper La contessina („Das gräfliche Fräulein“ oder „Die junge Gräfin“) von Florian Leopold Gassmann in Mährisch-Neustadt, Österreich

Geboren


- 22. Januar: Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes († 1846)
- 18. Februar: Christian Heinrich Rinck, deutscher Komponist und Organist († 1846)
- 20. Februar: Ferdinando Carulli, italienischer Komponist und Gitarrist († 1841)
- 21. Februar: Georges Mouton, comte de Lobau, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich († 1838)
- 26. Februar: Anton Reicha, Komponist
- 2. März: Louis Gabriel Suchet, französischer Marschall († 1826)
- 5. März: Hans Ernst Karl Graf von Zieten, preußischer Generalfeldmarschall († 1848)
- 7. März: Gabriel-Jean-Joseph Molitor, französischer General, Marschall und Pair von Frankreich († 1849)
- 11. März: Jan Theobald Held, tschechischer Arzt und Komponist († 1851)
- 20. März: Johann Gottfried Tulla, hat sich insbesondere durch die Rheinbegradigung einen Namen gemacht († 1828)
- 20. März: Friedrich Hölderlin, deutscher Dichter († 1843)
- 27. März: Sophie Mereau, deutsche Schriftstellerin († 1806)
- 7. April: William Wordsworth, britischer Dichter († 1850)
- 9. April: Thomas Johann Seebeck, estnisch-deutscher Physiker (Seebeck-Effekt) († 1831)
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