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Babenberger

Babenberger

Die Babenberger stammen ursprünglich aus Bamberg in Franken, welches jetzt ein Teil von Bayern ist. Sie herrschten von 976 bis 1246 — vor dem Aufstieg des Hauses Habsburg — als Markgrafen und Herzöge in Österreich. Der Name "Babenberger" sowie die Ableitung aus Franken stammt vom Geschichtsschreiber Otto von Freising, der selbst ein Angehöriger dieser Familie war. Alle Beinamen der Babenberger gehen auf Ladislaus Sunthaym zurück, der sie in seiner Genealogie der Babenberger gegen Ende des 15. Jahrhunderts erfunden bzw. zugeordnet hat. Keiner der Babenberger hatte seinen Beinamen schon zu Lebzeiten.

Die fränkischen Babenberger

Der älteste bekannte Ahn der Babenberger war Poppo, nach dem das Geschlecht auch Popponen genannt wird. Poppo war im frühen 9. Jahrhundert Graf von Grabfeld, das in der Gegend des heutigen Hessen und Thüringen liegt. Einer seiner Söhne, Heinrich, manchmal Markgraf und Herzog von Franken genannt, fiel 886 im Kampf gegen die Normannen. Ein anderer Sohn, Poppo von Thüringen, Markgraf von Thüringen von 880 bis 892, wurde vom ostfränkischen Karolinger König Arnulf von Kärnten seines Amtes enthoben. Die Familie wurde von Kaiser Karl dem Dicken bevorzugt. Arnulf änderte jedoch diese Leitlinie und gab den Konradinern den Vorzug, vermutlich das sie mit seiner Frau Oda verwandt waren. Die Rivalität zwischen den beiden fränkischen Grafengeschlechtern der Konradiner und Babenberger wurde von ihren Bemühungen verstärkt, ihre jeweilige Autorität im mittleren Maingebiet zu intensivieren, und dieser Streit, bekannt als der "Babenbergerstreit", erreichte seinen Höhepunkt Anfang des 10. Jahrhunderts während der unruhigen Regierungszeit des Ostfrankenkönigs Ludwig IV., das Kind. Führer der Babenberger waren die drei Söhne von Herzog Heinrich, die sich nach ihrer Burg Babenberg am Obermain benannten, in deren Umgebung ihre Besitzungen lagen. Bei einem Überfall der Babenberger auf die Konradiner im Jahre 906 bei Fritzlar wurden sowohl Konrad der Ältere als auch zwei der Babenbergerbrüder getötet. Der Überlebende, Adalbert wurde vom Kanzler und Regenten Hatto I., Erzbischof von Mainz, einem Förderer der Konradiner, an den königlichen Hof gerufen. Er weigerte sich zu erscheinen und hielt für einige Zeit seine Burg Theres (heute Obertheres bei Haßfurt) gegen das königliche Heer, ergab sich aber 906, und wurde, trotz Hattos Versprechens auf freies Geleit, verurteilt und enthauptet. Konrad der Jüngere wurde unangefochtener Herzog von Franken (und im Jahre 911 als Konrad I. König des ostfränkischen Reichs), während die Babenberger alle Besitzungen und Ämter in Franken verloren. Die Stadt Bamberg wuchs um den Stammsitz der Familie.

Die österreichischen Babenberger

Der Zusammenhang der österreichischen mit den fränkischen Babenbergern wurde seit dem Mittelalter immer wieder behauptet, aber nie hinreichend geklärt. Da die österreichischen Babenberger aus dem bairischen Hochadel stammen, ist eine Verwandtschaft naheliegend. 976 wurde Liutpold, Graf des Donaugau als Graf der Marchia Orientalis genannt, ein Gebiet von nicht mehr als 100 km Breite an der Ostgrenze Baierns, das sich zum Herzogtum Österreich entwickelte. Luitpold, der die Mark wahrscheinlich als Belohnung für seine Treue zum Kaiser Otto II. während des bairischen Aufstandes 976 erhielt, dehnte seinen Herrschaftsbereich auf Kosten der Ungarn aus und wurde 994 von seinem Sohn Heinrich I. beerbt. Auf Heinrich, der die Politik seines Vaters fortführte, folgte 1018 sein Bruder Adalbert und 1055 sein Neffe Ernst, dessen bemerkenswerte Treue zu den Kaisern Heinrich II. und Heinrich III. durch viele Gunstbezeugungen belohnt wurde. Unter Adalbert wurden Leitha, March und Thaya als Grenzflüsse etabliert. Der nachfolgende Markgraf Leopold II., schwankte im Investiturstreit, stellte sich aber letztlich unter Einfluss Bischof Altmanns von Passau auf die Seite des Papstes. Heinrich IV. war es allerdings trotz Leopolds Niederlage bei Mailberg 1082 unmöglich, ihn aus der Mark zu vertreiben oder die Nachfolge durch seinen Sohn Leopold III. im Jahre 1096 zu verhindern. Im Streit zwischen Heinrich IV. und dessen Sohn Heinrich V. stellte Leopold III. sich auf die Seite des Sohnes, wurde er aber auf die Seite des Kaisers gezogen und heiratete 1106 dessen Tochter Agnes, Witwe des Herzogs Friedrichs I. von Schwaben. 1125 lehnte er die Kaiserkrone ab. Sein Eifer bei Klostergründungen (vor allem in Klosterneuburg) brachte ihm den Beinamen "der Fromme" und 1485 die Heiligsprechung durch Papst Innozenz VIII. ein. Er gilt als Landespatron von Niederösterreich. Der fünfte von Leopolds Söhnen war Otto, Bischof von Freising. Sein ältester Sohn, Leopold IV. wurde 1136 Markgraf und 1139 erhielt er von König Konrad III. das Herzogtum Bayern, das Heinrich dem Stolzen entzogen worden war. Leopolds Bruder Heinrich (sein Spitznamen "Jasomirgott kommt angeblich daher, das Heinrich bei all seinen Entscheidungen den Satz "Ja so mir Gott helfe..." gesagt haben soll) wurde 1140 Pfalzgraf bei Rhein und nach Leopolds Tod 1141 Markgraf von Österreich. Nach seiner Heirat mit Gertrude, der Witwe Heinrichs des Stolzen wurde er 1143 mit dem Herzogtum Bayern belehnt und trat von seinem Amt als Pfalzgraf zurück. 1147 nahm er am Kreuzzug teil und nach seiner Rückkehr verzichtete er auf Betreiben des neuen Königs Friedrich I. auf Bayern. Als Ersatz dafür wurde Österreich, dessen Hauptstadt 1146 nach Wien verlegt worden war, zu einem Herzogtum erhoben (Privilegium Minus. 1156). Der zweite Herzog war Heinrichs Sohn Leopold V., der ihm 1177 nachfolgte und an den Kreuzzügen von 1182 und 1190 teilnahm. In Palästina geriet er mit König Richard Löwenherz in Streit, nahm ihn auf dessen Heimreise gefangen und übergab ihn Kaiser Heirich V.. Leopold erweiterte die Territorien der Babenberger durch den Erwerb der Steiermark nach dem Testament seines Verwandten Ottokar IV.. Er starb 1194; Österreich fiel an seinen Sohn Friedrich und die Steiermark seinen anderen Sohn Leopold. Nach Friedrichs Tod 1198 wurden sie von Herzog Leopold VI. "dem Glorreichen" wieder vereinigt. Der neue Herzog kämpfte in Spanien, Ägypten und Palästina gegen die Muslime, wird heute aber mehr als Gesetzgeber, Förderer der Literatur und Stadtgründer geschätzt. Unter ihm wurde Wien ein Zentrum der Kultur in Deutschland und der großen Schule der Minnesänger. Seine späteren Jahre verbrachte er in Streit mit seinem Sohn Friedrich. Er starb 1230 in San Germano, wohin er gegangen war, um zwischen Kaiser Friedrich II. und Papst Gregor IX. Frieden zu stiften. Sein Sohn Friedrich II. folgte ihm als Herzog und bekam den Beinamen "der Streitbare" durch andauernde Kämpfe mit den Königen von Ungarn und Böhmen sowie mit dem Kaiser. Er beraubte seine Mutter und Schwester ihren Besitzungen, war bei seinen Untertanen wegen seiner Unterdrückungspolitik verhasst, und 1236 kam er unter Reichsacht und wurde aus Österreich vertrieben. Nach der Exkommunikation des Kaisers verhandelte er erfolglos mit Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen um die Erhebung Österreichs zu einem Königreich. Er starb 1246 auf dem Schlachtfeld, damit starben die Babenberger im Mannesstamm aus. Siehe auch: Stammtafel der Babenberger, Liste der Markgrafen und Herzöge von Österreich im Mittelalter Der Text basiert auf einem Artikel der Encyclopedia Britannica 1911

Weblinks


- [http://www.apfelweibla.de/10__jahrhundert_bamberg_902.htm Die Babenberger Fehde u. die erste urkundliche Erwähnung Bambergs] !

Bamberg

Bamberg ist eine kreisfreie Stadt in Franken (Freistaat Bayern) und gleichzeitig Sitz des Landkreises Bamberg im Regierungsbezirk Oberfranken. Bamberg ist Universitäts-, Erzbistums-, Bier- und Verwaltungsstadt. Die sehenswerte Altstadt ist als größter unversehrt erhaltener historischer Stadtkern in Deutschland seit 1993 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO eingetragen. Bamberg hat sich in der bayerischen Vorauswahl um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 nicht durchsetzen können.

Geografie

Die altehrwürdige fränkische Kaiser- und Bischofsstadt erstreckt sich über die fruchtbare Talaue der hier in zwei Armen geteilten Regnitz, die 7 km nördlich des Stadtzentrums in den Main mündet.

Geschichte

Main Im Jahre 902 wurde zum ersten Mal ein "Castrum Babenberch" auf dem heutigen Domberg genannt. Es gehörte dem ostfränkischen Geschlecht der Babenberger, die das Lehen 903 in einer blutigen Fehde mit den rheinfränkischen Konradinern verloren. Bei dieser Fehde starben die letzten Babenberger, zwei Brüder. Die Besitzungen fielen an den König und blieben bis 973 Königsgut. Kaiser Otto II. schenkte das Castrum seinem Vetter, dem Herzog von Bayern, Heinrich dem Zänker. 1007 erfolgte die Gründung des Bistums durch Kaiser Heinrich II., dem Sohn Heinrichs des Zänkers und im gleichen Jahr ließ er den ersten Dom errichten, der aber zweimal abbrannte und durch den heutigen (aus dem 13. Jahrhundert) ersetzt wurde. Ein Aufstand der Bürger im 16. Jahrhundert gegen die fürstbischöfliche Macht blieb erfolglos. Unter den Fürstbischöfen Lothar Franz und Friedrich Carl von Schönborn erlebte die Stadt eine hohe kulturelle barocke Blüte. barock Im Dreißigjährigen Krieg litt die Stadt sehr durch die Schweden, im Siebenjährigen Krieg durch die Preußen und im 19. Jahrhundert durch französische Truppen. 19. Jahrhundert Stadt und Stift wurden im Frieden von Lunéville dem Kurfürstentum Bayern als Kompensation für den Verlust der Pfalz an Frankreich in Aussicht gestellt. Noch vor der endgültigen Fixierung im Reichsdeputationshauptschluss begann Bayern am 2. September 1802 das Territorium des Hochstifts militärisch zu besetzen und erklärte das Gebiet am 29. November endgültig zu einer bayerischen Provinz. Fürstbischof Franz von Buseck trat zurück und besiegelte damit das Ende der Selbständigkeit Bambergs. Am 25. und 26. Mai 1854 hielten acht deutsche Mittelstaaten (Bayern, Sachsen, Hannover, Württemberg, Baden, Kurhessen, Hessen-Darmstadt und Nassau) in Bamberg eine Konferenz hinsichtlich ihrer Stellung zu den beiden Großmächten Österreich und Preußen in der orientalischen Angelegenheit ab. Bamberg wurde in den letzten Jahrzehnten von Bayreuth als größte oberfränkische Stadt abgelöst.

Geschichte als Universitätsstadt

Bayreuth Die 1647 gegründete Universität wurde 1803 aufgehoben, bestand aber weiter als "Philosophisch-Theologische Hochschule". Erweitert durch alle universitären Fakultäten nahm sie im Wintersemester 1946/47 den Lehrbetrieb auf in der Hoffnung, sich zur 4. bayerischen Landesuniversität entwickeln zu können. Energischer Initiator war der Rektor Adam Krafft. Er berief namhafte Professoren, die bisher in Königsberg oder Breslau gelehrt hatten oder Richter vom Reichsgericht Leipzig. Viele der aus dem Krieg heimgekommenen Soldaten begannen hier ihr Studium, das von Semester zu Semester erweitert wurde. Juristen z. B. konnten hier bis zum Ersten Staatsexamen studieren, das erstmals im Sommer 1950 in den Räumen des OLG Bamberg abgenommen wurde. Die Ausbaupläne zerschlugen sich dann, Regensburg wurde die 4. bayerische Landesuniversität. 1972 als Gesamthochschule wiedergegründet und 1979 zur Universität erhoben. Die nach ihren Gründern benannte Otto-Friedrich-Universität Bamberg beherbergt geistes- und sozialwissenschaftliche Fakultäten sowie eine Fakultät für "Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik".

Die wichtigsten Bamberger Bischöfe

(siehe Gesamtliste unter Liste der Erzbischöfe von Bamberg)
- Der 1. Bischof von Bamberg war Eberhard, der Kanzler Heinrichs II. (1007-1040).
- Der 2. Bischof von Bamberg, Suidger, wurde dem Willen Kaiser Heinrichs III. entsprechend am 24. Dezember 1046 von der römischen Geistlichkeit und dem Volk von Rom zum Papst gewählt. Er nahm den Namen Klemens II. an. Schon am 9. Oktober 1047 starb er. Seinem Willen entsprechend wurde er in seinem geliebten Bamberg beigesetzt. Er ist der einzige Papst, der nördlich der Alpen, im Bamberger Dom, begraben ist.
- Bischof Gunther (1057-1065) stammte aus der Kanzlei Heinrichs III. und spielt ein gewichtige Rolle in der deutschen Literaturgeschichte (Ezzo (Dichter), Heldenepik).
- Der 6. Bischof, Hermann, beförderte die Stiftung der Benediktinerabtei Banz durch die Gräfin Alberada (1071), gründete 1073 das Augustinerstift St. Jakob zu Bamberg, wurde später wegen Simonie und Verschwendung beim Papst angeklagt und 1075 abgesetzt.
- Sein Nachfolger Rupert (gestorben 1102) wurde, weil er sich 1076 auf der Reichsversammlung zu Worms gegen Papst Gregor VII. erklärte, mit dem Bann belegt, später aber losgesprochen und wieder eingesetzt.
- Der 8. Bischof, Otto II. von Mistelbach, wurde der berühmte "Apostel der Pommern" 1124, starb 1139 und wurde 1189 heilig gesprochen. 1189 Von nun an wurden die Bischöfe vom Domkapitel gewählt, obgleich die Kaiser bis 1398 das Ernennungsrecht beanspruchten.
- Der 15. Bischof, Graf Ekbert von Andechs (1203-1237), war Gegner König Philipps und kam 1208 in Verdacht, mit Otto VIII. von Wittelsbach bei der Ermordung Philipps einverstanden gewesen zu sein. Er flüchtete sich zu seinem Schwager, König Andreas von Ungarn, wurde seiner bischöflichen Würde entsetzt, geächtet und erst 1214 wieder eingesetzt.
- Sein zweiter Nachfolger, Poppo, Sohn des Markgrafen Berchtold III. von Istrien, wurde 1242 wegen Vergeudung der Kirchengüter und anderer Vergehen vom Kaiser Friedrich II. entsetzt.
- Der 18. Bischof, Heinrich von Schmiedefeld (1242-1258), erlangte zuerst besondere Hoheitsrechte und von Kaiser Friedrich II. den Titel eines Fürstbischofs.
- Der 30. Bischof, Lambert von Brunn (1374 bis 1398), Kanzler Kaisers Karls IV., führte neue Abgaben ein, namentlich den Bierpfennig, der noch nach Jahrhunderten der Lambertiner hieß.
- Friedrich von Aufseß (1421-1431) legte teils wegen des Hussitenkriegs, teils wegen der Begünstigung der Bamberger Bürger durch Kaiser Sigismund 1431 die Regierung nieder und starb 1440.
- Philipp, Graf von Henneberg (1475-1487), vertrieb die Juden aus Bamberg und sammelte große Schätze, die seinem Nachfolger
- Heinrich III., Groß von Trockau (1487-1501), in seinen Kämpfen gegen den Markgrafen Kasimir von Brandenburg sehr zu statten kamen.
- Der 39. Bischof, Georg III., Erbschenk von Limburg (1505-1522), ließ 1507 durch Johann von Schwarzenberg die berühmte Bamberger Halsgerichtsordnung herausgeben, war vertrauter Ratgeber des Kaisers Maximilian I., besonders 1518 auf dem Reichstag zu Augsburg, korrespondierte mit berühmten Gelehrten und selbst mit Martin Luther und verbot die Bekanntmachung der päpstlichen Bulle gegen Letzteren. päpstlichen Bulle
- Der 46. Bischof, Ernst von Mengersdorf (1583-1591), gründete 1586 das ernestinische Priesterhaus und das Gymnasium illustre und erbaute das Residenzschloss Geyerswörth.
- Johann Gottfried von Aschhausen (1609-1622) rief 1610 die Jesuiten nach Bamberg, verfolgte die Protestanten und wurde 1612 Fürstbischof von Würzburg.
- Johann Georg II., Fuchs von Dornheim (1623-1633), verfolgte die Protestanten und floh 1631 vor den Schweden nach Kärnten, wo er starb.
- Auch Franz von Hatzfeld (1633-1642), zugleich Fürstbischof von Würzburg, musste flüchten; Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar bemächtigte sich des Landes und wollte aus den beiden Fürstentümern Bamberg und Würzburg ein Herzogtum Franken bilden, was sein früher Tod vereitelte.
- Melchior Otto, Voit von Salzburg (1642-1653), verwandelte 1648 das Gymnasium illustre in eine Universität, die heutige Otto-Friedrich-Universität.
- Lothar Franz, Graf von Schönborn (1693-1729), zugleich Koadjutor und Erzbischof von Mainz, leistete in den Kriegen jener Zeit Österreich wichtige Dienste gegen Frankreich, erbaute von 1702 an die jetzige Residenz zu Bamberg, 1711-1719 die Schlösser Pommersfelden und Gaibach und versah dieselben mit Gemäldegalerien.
- Friedrich Carl, Graf von Schönborn (1729-1746), zugleich Fürstbischof von Würzburg, gab der Universität 1735 eine medizinische und juristische Fakultät.
- Der letzte Fürstbischof von Bamberg, Christoph Franz von Buseck (1795-1805), floh 1796 vor den Franzosen nach Prag und 1799 nach Saalfeld. Nach seiner zweiten Rückkehr ließ er (1800) seinen Neffen, den
- Fürstbischof Georg Karl von Fechenbach zu Wg, zum Koadjutor und Nachfolger bestellen. Aber schon 1802 wurde das Hochstift säkularisiert und dem Kurfürsten von Bayern übergeben. Infolge des Konkordats von 1817 trat später an die Stelle des ehemaligen Bischofs von Bamberg ein Erzbischof, dessen Diözese den nördlichen Teil von Bayern umfasste, und welchem die Bischöfe von Würzburg, Eichstätt und Speyer untergeordnet waren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bayern Bayern Bayern Bayern Bayern

Theater


- E.T.A.-Hoffmann-Theater
- Chapeau Claque
- Brentano-Theater
- Bamberger Marionettentheater Loose

Museen


- Historisches Museum, Domplatz 7
- Stadtgalerie Villa Dessauer, Hainstraße 4 a
- Sammlung Ludwig, Obere Brücke 4
- Neue Residenz mit Staatsgalerie
- Bamberger Krippenmuseum
- Fränkisches Brauereimuseum
- Diözesanmuseum
- E.T.A.-Hoffmann-Haus
- Feuerwehrmuseum
- Gärtner- und Häckermuseum
- Missionsmuseum, Missionshaus Bug
- Museum der Kommunikations- und Bürogeschichte
- Museum für Frühislamische Kunst
- Naturkunde-Museum
- Polizeigeschichtliche Sammlung Bayern

Bibliotheken


- Staatsbibliothek Bamberg mit einer Sammlung von über 1000 mittelalterlichen Handschriften, darunter die Bamberger Apokalypse
- Universitätsbibliothek Bamberg
- Stadtbücherei Bamberg

Archive


- Staatsarchiv Bamberg
- Stadtarchiv Bamberg
- Archiv des Erzbistums Bamberg

Musik


- Bamberger Symphoniker
- Jazzclub Bamberg e.V.
- Konzert- und Kongresshalle
- Internationales Künstlerhaus Villa Concordia

Bauwerke

Tausend Jahre Baukunst prägen das schöne und unverwechselbare Stadtbild. Bamberg wurde wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. Die gesamte Altstadt Bambergs bietet ein einzigartiges Bild. Überragt vom Kaiserdom stellt die Stadt ein denkmalgeschütztes Ensemble-Kunstwerk zwischen Mittelalter und bürgerlichem Barock dar. 1993 wurde die Altstadt in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. In der Begründung heißt es, Bamberg repräsentiert in einzigartiger Weise die auf einer Grundstruktur des Frühmittelalters entwickelte mitteleuropäische Stadt. Das in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommene Areal umfasst die drei historischen Stadtzentren, Berg,- Insel-, und Gärtnerstadt mit einer Gesamtfläche von circa 140 ha. Umfangreiche Aktivitäten im Bereich der Denkmalpflege haben zu einem guten Restaurierungszustand geführt. Liste der Sehenswürdigeiten:
- Bamberger Dom (von 1211-1237 neu erbaut), mit Bamberger Reiter
- Neue Residenz (1695-1704), Hauptwerk von Johann Leonhard Dientzenhofer
- Alte Hofhaltung (1571-1576), ehem. bischöfliche Verwaltung
- Altes Rathaus (ein Wahrzeichen der Stadt)
- Böttingerhaus
- Obere Pfarre (gotische Pfarrkirche mit dem Gemälde der Himmelfahrt Mariens von Jacopo Tintoretto
- Sankt Gangolf (älteste Pfarrkirche)
- Sankt Martin (1686-1691, Gebrüder Dientzenhofer)
- ehemaliges Kloster Sankt Michael (mit Brauereimuseum)
- Fischerviertel 'Klein Venedig'
- Altenburg (erstmalig 1109 erwähnt, ehemalige Residenz der Bamberger Fürstbischöfe)
- Tahara-Haus des jüdischen Friedhofs; erbaut 1890; saniert 1993 - 1997 Darüber hinaus gibt es weit über 1000 Einzeldenkmäler.

Parks


- Stadtpark Hain

Sport

Bamberg ist Deutscher Basketball-Meister 2005 und Vizemeister 1993 2003 und 2004, ebenso Deutscher Pokalsieger im Basketball 1992 sowie deutscher Vizemeister im Unterwasser Rugby 2004. Der SKC Victoria ist 8-facher deutscher Meister im Kegeln der Männer, 5-mal Pokalsieger des DKBC, 4-mal Weltpokalsieger, 3-mal Europapokalsieger und 2-mal Championsleaguesieger. Die Damen der SKC Victoria sind 4-mal deutscher Meister, 2-mal Pokalsieger, 1-mal Europapokalsieger, 2-mal Weltpokalsieger und 2-mal Championsleaguesieger. Die Schachspieler vom SC 1868 Bamberg waren 3-mal Deutscher Meister (1966, 1976, 1977) und einmal Deutscher Pokalsieger (1983/84).

Vereine


- Bamberger Rudergesellschaft BRG (Rudern)
- BRK-Bereitschaft Bamberg 3 Sanitätsdienst
- BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Bamberg (Wasserrettung)
- GHP Bamberg (Basketball)
- LG Bamberg (Leichtathletik)
- 1. FC 01 Bamberg (Fußball)
- Bamberger Faltboot-Club (Kajak, Kanadier, Faltboot, Kanusport, Wildwasser)
- Malteser Bamberg (Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, ...)
- Postsportverein 1928 e.V. (verschiedene Sportarten]
- SC 1868 Bamberg e.V. (Schach)
- SG Bamberg (Schwimmen)
- Schwimmverein Bamberg e.V. (Schwimmen)
- WSV Neptun Bamberg e.V. (Schwimmen)
- SKC Victoria 1947 Bamberg e.V. (Kegeln)
- Tauchclub Bamberg (Tauchen)
- Unterwasserrugby Team Bamberg (Unterwasser Rugby)
- Aikikai Bamberg e.V. (Aikido)

Regelmäßige Veranstaltungen


- Juni: Hegel-Woche
- Ende Juni/Juli: Calderón-Festspiele (Freilichtaufführungen des E.T.A.-Hoffmann-Theaters), Alte Hofhaltung
- Juli: Altstadtfest der Otto-Friedrich-Universität am ersten Freitag im Juli
- Juli/August: Bamberger Antiquitätenwoche
- August: Sandkirchweih (fränk.: Sandkerwa) am letzten vollen Wochenende im August
- 1. Advent – 6. Januar: Bamberger Krippenweg
- Alle ungeraden Jahre im Mai: Weltkulturerbelauf mit ca. 10.000 Teilnehmern

Kulinarische Spezialitäten

Bier

Sandkerwa In der Bierstadt Bamberg gibt es heute noch neun traditionelle, eigenständige Privatbrauereien und eine Gasthausbrauerei (Ambräusianum), die für eine einzigartige Biervielfalt sorgen (siehe auch oberfränkische Brauereien). Eine besondere Spezialität ist dabei das Bamberger Rauchbier, das von den beiden Brauereien Spezial und Schlenkerla gebraut wird und seinen rauchigen Geschmack durch die Verwendung von geräuchertem Malz erhält. Schlenkerla Im Jahre 1907 gab es in Bamberg den so genannten Bierkrieg, bei dem durch einen Boykott der Bevölkerung die Brauereien dazu gezwungen wurden die Bierpreiserhöhung von 10 auf 11 Pfennig wieder rückgängig zu machen.

Infrastruktur

Verkehr

Das wirtschaftlich stärkste Zentrum Oberfrankens (hoher Dienstleistungsanteil) ist auch das größte Tourismuszentrum in Oberfranken. Bamberg ist mit einem Binnenhafen am Main-Donau-Kanal (Regnitz), zwei Autobahnen (A 70/E48 und A 73) und einem ICE-Bahnhof ins Verkehrsnetz eingebunden.

Schienenverkehr

Im Fernverkehr liegt Bamberg an der Nord-Süd-Strecke Leipzig - Nürnberg und wird sowohl von ICE- als auch von EC/IC-Zügen angefahren. Drei wichtige Nahverkehrsstrecken berühren Bamberg:
- KBS 810 Bamberg - Schweinfurt - Würzburg
- KBS 820 Nürnberg - Bamberg - Lichtenfels
- KBS 826 Bamberg - Ebern Ebern

Autobahnen


- A 70 AD Schweinfurt (A 7) - Bamberg - AD Bayreuth/Kulmbach (A 9)
- A 73 AD Suhl (A 71) - AK Bamberg - AD Nürnberg-Feucht (A 9)

Bundesstraßen


- B 4 Bad Bramstedt - Bamberg - Nürnberg
- B 22 Rottendorf - Bamberg - Cham
- B 26 Riedstadt bei Groß-Gerau - Bamberg
- B 173 Bamberg - Dresden
- B 505 Bamberg - Höchstadt #

Bundeswasserstraße


- Main-Donau-Kanal

Flugplatz


- Flugplatz Bamberg-Breitenau

Wirtschaft

Bamberg ist Teil der Bierregion Franken, die mit über 300 Brauereien die höchste Brauereiendichte weltweit aufweist (eine Brauerei je 5.500 Einwohner). Gleichzeitig liegt es auf der Grenze zwischen Wein- und Bierfranken.
- Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte: 47.700 Franken Franken

Bildung


- Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Studierende: 8.300)

Gymnasien

#Franz-Ludwig-Gymnasium #E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium #Clavius-Gymnasium #Institut der englischen Fräulein #Eichendorff-Gymnasium #Dientzenhofer-Gymnasium #Kaiser-Heinrich-Gymnasium #Theresianum

Sonstige Schulen


- 2 Realschulen, 1 Wirtschaftschule, Volks- und Förderschulen
- 5 Berufliche Schulen
- 10 Privatschulen
- Volkshochschule Bamberg
- Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz)
- Erzbischöfliches Abendgymnasium für Berufstätige
- KEB - Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt Bamberg e. V.
- 9 Berufliche Weiterbildungs- und Qualifizierungsstellen
- Städtische Musikschule

Bibliotheken


- Stadtbücherei
- Stadtarchiv
- Staatsbibliothek Bamberg

Internate


- Aufseesianum: Es wurde vom Domkapitular Freiherr Jodocus Bernhard von Aufsees gestiftet. Hier wurde 1973 der Roman Das fliegende Klassenzimmer von Erich Kästner verfilmt.
- Institut der englischen Fräulein
- Ottonianum

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


- Annette von Aretin, erste Fernsehansagerin des Bayerischen Rundfunks
- Hans Bayerlein, deutscher Maler und Zeichner
- Will Berthold, deutscher Schriftsteller und Sachbuchautor
- Theodor Boveri, deutscher Biologe
- Walter Boveri, Industrieller, Gründer von Brown, Boveri & Cie (BBC)
- Joachim Camerarius d. Ä., deutscher Humanist, Universalgelehrter und Dichter
- Christophorus Clavius, Mathematiker und Jesuitenpater
- Karlheinz Deschner, deutscher Schriftsteller und Religionskritiker
- Ignaz Döllinger, deutscher Mediziner
- Ignaz von Döllinger, bedeutender katholischer Theologe und Kirchenhistoriker
- Hans Ehard, deutscher Jurist und Politiker
- Michael Fahres, deutscher Komponist
- Bernd Feustel, deutscher Schachspieler
- Heinrich Finck, deutscher Kapellmeister und Komponist
- Hippolyt Poschinger von Frauenau, bayerischer Unternehmer, Forstwirt und Politiker
- Franz Froschmaier, deutscher Politiker
- Thomas Gottschalk, deutscher Moderator
- Adolf von Groß, Mäzen Richard Wagners, Finanzverwalter der Bayreuther Festspiele
- Karl Höller, deutscher Komponist
- Joachim Jacob, deutscher Datenschutzexperte
- Tanja Kinkel, deutsche Schriftstellerin
- Konrad III. (HRR), römisch-deutscher König, König von Italien und König von Burgund
- Max Joseph in Bayern, eigentlich Herzog Maximilian Joseph in Bayern (
- 4. Dezember 1808, † 15. November 1888), Förderer der bayerischen Volksmusik im 19. Jahrhundert
- Hans Pleydenwurff, deutscher Maler
- Clemens von Podewils, deutscher Journalist und Schriftsteller
- Sophie Dorothee von Podewils, deutsche Erzählerin und Lyrikerin
- Johann Lukas Schönlein, deutscher Arzt
- Berthold Maria Graf Schenk von Stauffenberg, deutscher Bundeswehroffizier
- August von Wassermann, deutscher Immunologe und Bakteriologe
- Oscar Wassermann, deutscher Bankier und Wirtschaftsfachmann, 1869-1934, aus alteingessesener Bankiersfamilie (Privatbank Wassermann mit Stammhaus in Bamberg), seit 1912 bei der Deutschen Bank, dort 1923 - 1933 Vorstandsprecher

Weitere Persönlichkeiten


- Johannes Junius (
- 1573 in Niederwehbach), Bürgermeister 1614, 1617, 1621, 1624-1628, Ratsherr 1608-1613, 1615-1616, 1618-1620, 1622-1623 wurde im August 1628 auf dem Scheiterhaufen verbrannt, nachdem er in einem verzweifelten Brief (Junius-Brief vom 28. Juli 1628) seine Unschuld beteuert hatte - nach tagelanger Folter bekannte auch er weitere Hexenmeister.
- Georg Wilhelm Friedrich Hegel arbeitete als Zeitungsredakteur in Bamberg und veröffentlichte hier die Phänomenologie des Geistes,
- E. T. A. Hoffmann war im 19. Jahrhundert am Hoftheater als Kapellmeister tätig,
- Thomas Dehler (1897-1967), liberaler Politiker, ab 1926 Rechtsanwalt in Bamberg, 1945 Landrat, später Generalstaatsanwalt, 1947 Oberlandesgerichtspräsident
- Wilhelm Emil Messerschmitt (1898-1978), deutscher Flugzeugkonstrukteur. Er gründete die "Flugzeugbau Messerschmitt GmbH" in Bamberg.
- Ida Noddack-Tacke, Chemikerin und Mitentdeckerin des Elements Rhenium, arbeitete ab 1956 am Staatlichen Forschungsinstitut für Geochemie, dem heutigen Internationalem Künsterhaus Villa Concordia.
- Hans Wollschläger, Schriftsteller, lebte und arbeitete viele Jahre in Bamberg.
- Paul Maar, Kinderbuch- und Theaterautor, lebt in Bamberg.
- Helmut Pfleger, bekannter Schachspieler und Buchautor, ehem. Spieler des SC 1868 Bamberg

Siehe auch


- Landkreis Bamberg
- Erzbistum Bamberg

Andere Orte mit dem Namen Bamberg


- Bamberg (South Carolina)
- Neu-Bamberg

Personen mit Namen Bamberg


- Georg Bamberg, MdB 1980 bis 1990
- Eckbert von Bamberg, Bischof von Bamberg 1203 bis 1237
- Otto von Bamberg, heilig gesprochener ehemaliger Bischof von Bamberg Personen mit Namen Bamberger, siehe Bamberger.

Sonstiges mit dem Namen Bamberg


- Bamberg (Marskrater)

Literatur


- Wolfgang Wußmann: Bamberg-Lexikon, Bamberg 1996 ISBN 3-928591-38-x
- Robert Suckale u. a. (Hsg.): Bamberg. Ein Führer zur Kunstgeschichte der Stadt für Bamberger und Zugereiste, Bamberg 1993 ISBN 3-926946-03-2
- Karin Dengler-Schreiber: Bamberg für alte und neue Freunde. Ein Führer durch die Stadt, Bamberg 2002 ISBN 3-89889-014-7

Weblinks


- [http://www.bamberg.info Touristisch orientierte Infoseite]
- [http://www.veranstaltungskalender-bamberg.de/ Offizieller Veranstaltungskalender]
- [http://www.erzbistum-bamberg.de/ Erzbistum Bamberg]
- [http://www.bamberga.de/ Projektseite des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums (Lateinische Inschriften, Chronogramme, Gedenktafeln, Epithaphe)]
- [http://www.apfelweibla.de/ Denkmalseite des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums ]
- [http://www.abseits.de/bambergtouristen.htm Tourismus]
- [http://www.fraenkische-nacht.de Fränkische Nacht - Das Stadtmagazin für Bamberg]
-
- [http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/vaterland/content/orte/Bamberg.shtml Bamberg: Denkmale und Gedenktafeln bayerisch-jüdischer Soldaten (Haus der Bayerischen Geschichte)] Kategorie:Ort in Bayern Kategorie:Weltkulturerbe in Deutschland ! ja:バンベルク

Bayern

Der Freistaat Bayern liegt im Süden und Südosten der Bundesrepublik Deutschland und ist das flächenmäßig größte Bundesland. Angrenzend sind (im Uhrzeigersinn) die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen. Im Osten grenzt Bayern an Tschechien, im Süden an Österreich und an den Bodensee. Im Freistaat leben traditionell drei deutsche Volksstämme: die Franken (Ober-, Mittel- und Unterfranken), die Schwaben und die Baiern ("Altbayern").

Geschichte

Siehe die Hauptartikel Vorgeschichte Bayerns, Geschichte Bayerns und Königreich Bayern Die Schreibweise des Landesnamens mit "y" geht auf eine Anordnung von König Ludwig I., König von Bayern vom 20. Oktober 1825 zurück, mit der die ursprüngliche Schreibweise "Baiern" abgelöst wurde. Er "importierte" das Y aus dem griechischen Alphabet, da sein zweiter Sohn, Otto I., König von Griechenland wurde und seinerseits die bayerischen Farben weiß-blau als griechische Nationalfarben etablierte.

Politik

Siehe den Hauptartikel Politisches System Bayerns. Im Bayerischen Landtag sind derzeit drei Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 21. September 2003 ergab sich folgende Sitzverteilung (insges. 180 Sitze):
- CSU 124 Sitze
- SPD 41 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen 15 Sitze
Die Ergebnisse der Landtagswahl 2003 sahen wie folgt aus:

Bayerische Staatsregierung

In Bayern regiert seit 1966 die CSU mit absoluter Mehrheit, seit den Landtagswahlen am 21. September 2003 sogar mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten. Amtierender Ministerpräsident ist seit dem 17. Juni 1993 Dr. Edmund Stoiber (CSU). Am 7. Oktober 2003 wurde Edmund Stoiber als Ministerpräsident vom Landtag wiedergewählt, am 14. Oktober das neue Kabinett von ihm ernannt und vom Landtag bestätigt. Der Bayerischen Staatsregierung gehören zurzeit folgende Mitglieder an:

- Edmund Stoiber (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern
- Günther Beckstein (CSU), Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister des Innern
- Erwin Huber (CSU), Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform
- Eberhard Sinner (CSU), Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen
- Beate Merk (CSU), Staatsministerin der Justiz
- Thomas Goppel (CSU), Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- Siegfried Schneider (CSU), Staatsminister für Unterricht und Kultus
- Kurt Faltlhauser (CSU), Staatsminister der Finanzen
- Otto Wiesheu (CSU), Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Werner Schnappauf (CSU), Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Josef Miller (CSU), Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten
- Christa Stewens (CSU), Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
- Georg Schmid (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium des Inneren
- Karl Freller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus
- Franz Meyer (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen
- Hans Spitzner (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Emilia Müller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Jürgen Heike (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Siehe auch: Wahlergebnisse und Staatsregierungen in Bayern seit 1945

Staatsaufbau

Grundlage der Landespolitik ist die am 2. Dezember 1946 beschlossene Bayerische Verfassung. Bayern ist demnach Freistaat (Republik) und Volksstaat (Demokratie). Seit dem 1. Januar 2000 existiert nach der Abschaffung des Senats ein parlamentarisches Einkammersystem. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Bayerischen Landtag, dessen Abgeordnete alle fünf Jahre (bis 1998: alle vier Jahre) gewählt werden. Bis Ende 1999 existierte mit dem Senat eine zweite Kammer, mit der Vertreter sozialer und wirtschaftlicher Interessenverbände ein politisches Gegengewicht zum Landtag schaffen sollten. In einem Volksentscheid wurde am 8. Februar 1998 die Abschaffung dieser Kammer beschlossen. Chef der Staatsregierung ist der Bayerische Ministerpräsident, der ihre Geschäfte leitet, die Richtlinien der Politik bestimmt, Bayern nach außen vertritt und die Staatsminister und -sekretäre ernennt. Das oberste bayerische Gericht ist der Bayerische Verfassungsgerichtshof. Des weiteren gibt es noch diverse obere Landesgerichte (Bayer. Oberstes Landesgericht, Bayer. Verwaltungsgerichtshof, Landesarbeits-, Landessozialgericht) sowie die restliche Judikative. Am 20. Oktober 2004 beschloss der Bayerische Landtag die Auflösung des Bayerischen Obersten Landesgerichts mit Wirkung zum 1. Juli 2006. Außer vom Landtag können in Bayern Gesetze und Verfassungsänderungen auch durch Volksbegehren und Volksentscheid beschlossen werden. Ein Volksentscheid ist außerdem zu jeder Änderung der Bayerischen Verfassung notwendig, auch wenn die Verfassungsänderung vom Landtag beschlossen wurde. Siehe auch: Bayerischer Ministerpräsident, Gesetzgebungsverfahren in Bayern

Wahlrecht

Gesetzgebungsverfahren in Bayern] Im Vergleich zu Wahlen auf Bundesebene weist das bayerische Wahlrecht mehrere Besonderheiten auf: Direktkandidaten, die in ihrem Wahlbezirk die Wahl gewonnen haben, können nur in den Landtag einziehen, wenn auch ihre Partei die Hürde von 5 Prozent erreicht hat. Darüber hinaus ergibt sich die Sitzverteilung im Landtag aus der Summe der Erst- und Zweitstimmen. In anderen Bundesländern und bei Bundestagswahlen entscheidet die Erststimme über die Wahl des Direktkandidaten im Wahlbezirk und allein die Zweitstimme bestimmt die Zahl der Sitze im Parlament, was üblicherweise dazu führt, dass Erststimmen häufiger den großen Parteien mit aussichtsreichen Direktkandidaten gegeben werden. Wer nach Bayern umzieht und eine kleinere Partei wählt, sollte also bei Landtagswahlen darüber nachdenken, ihr auch die Erststimme zu geben, die im bayerischen System also nicht "verloren gehen" kann. Eine weitere Besonderheit findet sich im Kommunalwahlrecht. Zum einen besitzt jeder Wähler genau so viele Stimmen wie Sitze zu vergeben sind; sind also im Gemeinderat bzw. Stadt- oder Kreistag z. B. 45 Sitze zu besetzten, so hat jeder Wähler 45 Stimmen. Desweiteren besteht die Möglichkeit des Kumulierens ("Häufeln", mehrere Stimmen können auf einen Kandidaten abgegeben werden) und des Panaschierens (Stimmen können auf Kandidaten verschiedener Listen verteilt werden). Am 21. September 2003 wurde per Volksentscheid die Altersgrenze für das passive Wahlrecht von 21 auf 18 abgesenkt. Daneben gibt es in Bayern zahlreiche direktdemokratische Elemente. Neben dem Volksentscheid auf Landesebene wurde am 1. Oktober 1995 durch eine Volksabstimmung die direkte Demokratie auf Kommunalebene eingeführt. Pro Jahr gibt es in Bayern rund 100 Volksabstimmungen.

Staatswappen, Flagge und Hymne

Hauptartikel: Bayerisches Staatswappen Das bayerische Staatswappen besteht aus sechs heraldischen Komponenten: Der goldene Löwe, ursprünglich mit der wittelsbachischen Pfalz am Rhein verbunden, steht heute für die Oberpfalz, der „fränkische Rechen“ für die drei fränkischen Bezirke, der blaue Panther für die Altbayern und die drei schwarzen Löwen für Schwaben. Das weiß-blaue Herzschild deutet den Gesamtstaat Bayern an, die Volkskrone bezeichnet nach dem Wegfall der Königskrone die Volkssouveränität. Der Freistaat Bayern besitzt zwei gleichgestellte Staatsflaggen: einmal die weiß-blau gerautete Flagge, zum anderen die Flagge mit horizontalen Streifen in den Farben Weiß und Blau. Zur Hymne siehe: Bayernhymne

Verwaltungsgliederung

Regierungsbezirke

Nachstehend die Regierungsbezirke mit Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS) und Abkürzung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern: Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS)

Landkreise

Die 7 Regierungsbezirke unterteilen sich in 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte: kreisfreie Städte

Kreisfreie Städte

Städte und Gemeinden

Der Freistaat Bayern besteht aus 2.056 politisch selbständigen Städten und Gemeinden sowie 215 gemeindefreien Gebieten (letztere sind ausnahmslos unbewohnt und auf 44 der 71 Landkreise verteilt). Die Gemeinden verteilen sich wie folgt: 25 kreisfreie Städte und 2.031 kreisangehörige Gemeinden (davon 27 Große Kreisstädte, 262 sonstige Städte, 384 Märkte und 1.358 sonstige Gemeinden (Stand 1. Oktober 2004). Von den 2.031 kreisangehörigen Gemeinden sind 991 Mitgliedsgemeinden in 314 Verwaltungsgemeinschaften, und 1.040 Einheitsgemeinden, Stand 1. Januar 2005).
Änderungen seit dem 1. Januar 2005:
- Erhebung einer Gemeinde zum Markt am 17. September 2005
- Erhebung der Stadt Fürstenfeldbruck zur Großen Kreisstadt am 01. Januar 2006 (geplant)

Größte Städte

Siehe auch: Liste der Orte in Bayern, Große Kreisstadt

Regionen

Geografie

Große Kreisstadt Bayern liegt in Süddeutschland und umfasst:
- die bayerischen Alpen im Süden
- das Alpenvorland bis zur Donau mit den 3 großen Seen Oberbayerns
- das ostbayerische Mittelgebirge und
- die Stufenlandschaft der Schwäbischen und Fränkischen Alb. Die niedrigste Stelle von Bayern befindet sich mit 107 m in Kahl am Main (Unterfranken), die höchste auf dem Gipfel der Zugspitze (2.962 m ü. NN), dem höchsten Berg Deutschlands im Wettersteingebirge (Landkreis Garmisch-Partenkirchen). Hauptfluss ist die Donau, die bei Passau nach Österreich übertritt. Ihre größeren Nebenflüsse sind (von Westen):
- Iller, Lech, Isar und Inn (fließen rechts zur Donau hin)
- Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen (fließen links dagegen). Die 4 ersteren entspringen in den Alpen und sind wasserreicher. Der Inn führt (wegen des langen Oberlaufs) bei seiner Mündung in Passau meist etwas mehr Wasser als die Donau. Das Klima geht vom Nordwesten (relativ ausgeglichen) nach Osten ins Kontinentalklima über. An etwa 100 Tagen sind die Temperaturen unter Null, die Westwinde bringen durchschnittlich 70 cm Regen, im Nordstau der Alpen lokal bis 180 cm. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt etwa 1600 bis 1900 Stunden. Eigene Artikel existieren für: Seen in Bayern, Flüsse in Bayern und Landschaften in Bayern, Liste der Berge in Bayern

Wirtschaft

Bayern gilt als sehr wirtschaftsstarkes und reiches Bundesland, es hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- zum Technologieland entwickelt. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 2004 6,5 Prozent. Das Bundesland Bayern weist allerdings auch die größten wirtschaftlichen Unterschiede aller Bundesländer auf. So verteilt sich die Wirtschaftskraft vor allem auf die Regionen um München (mit Oberbayern und Augsburg), so wie auf die Region Nürnberg-Fürth-Erlangen, auf Unterfranken zwischen Würzburg und Aschaffenburg sowie die Region Regensburg. In Regionen wie in Oberfranken oder der nördlichen Oberpfalz geht die Wirtschaftskraft stark zurück. Diese Regionen weisen teilweise Arbeitslosenzahlen von über 10 Prozent auf. In den letzten Jahren konnten hier allerdings sehr gute Fortschritte bei der Verbesserung der Situation vorgewiesen werden. An drei Standorten in Bayern befinden sich Atomkraftwerke, außerdem wird in Garching bei München ein Forschungsreaktor betrieben.

Kultur

Die Bayern können auf eine über 1000 Jahre alte Kultur- und Geistesgeschichte zurückblicken. Laut Art. 3 der Verfassung des Freistaates Bayern ist Bayern ein Kulturstaat. Der Freistaat fördert in seinem Haushalt 2003 Kunst und Kultur mit jährlich über 500 Mio. €, zusätzlich kommen erhebliche Leistungen der bayerischen Kommunen und privater Träger hinzu.

Museen

Theater, Schauspiel und Oper

Bayern verfügt über vier staatliche und 18 kommunale Theater mit eigenen Ensembles sowie eine Vielzahl privater Bühnen und freier Gruppen. Als letzte große Neugründung ging 2004 aus den Städtischen Bühnen Nürnberg das Staatstheater Nürnberg hervor. Insgesamt gibt es 35 feste Schauspiel-, Opern- und Operettenbühnen, 41 Freilicht- und Festspielunternehmen und 17 Puppentheater mit mehr als 14.000 Vorstellungen und über 4,8 Millionen Zuschauern jährlich. Unter diesen Bühnen befinden sich so renommierte Häuser wie:

Musik

Operetten] Bayern ist nicht nur das Land der traditionellen Volksmusik, der Jodler und Schuhplattler, sondern auch die Heimat so bekannter Komponisten wie
- Max Reger
- Carl Orff
- Richard Strauss
- Christoph Willibald Gluck Zu den besten in Bayern beheimateten klassischen Orchestern zählen
- die Münchner Philharmoniker
- das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- die Bamberger Symphoniker, Bayerische Staatsphilharmonie
- das Bayerisches Staatsorchester am Nationaltheater
- die Münchner Symphoniker
- das Münchner Kammerorchester
- die Nürnberger Philharmoniker am Staatstheater Nürnberg
- die Nürnberger Symphoniker
- die Hofer Symphoniker
- das Philharmonisches Orchester Bad Reichenhall
- und das Kammerorchester Schloss Werneck Unter den Musikfestspielen herausragend sind die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth und die Münchner Opernfestspiele. Münchner Opernfestspiele

Küche

Durch das Nebeneinander der drei bayerischen Stämme Altbaiern, Franken und Schwaben ist die bayerische Küche sehr vielfältig. Auch wenn die bayerische Küche deutlich mehr bietet als deftige und rustikale Spezialitäten, so sind es dennoch besonders diese Gerichte, die weit über die bayerischen Landesgrenzen hinweg bekannt geworden sind:
- Schweinsbraten, Schweinshaxe, Kalbshaxenbraten, Spanferkelbraten
- Semmelknödel, Kartoffelknödel, Leberknödel
- Sauerkraut, Kohlroulade, Krautwickel, Krautspätzle, Krautkrapfen
- Leberknödelsuppe, Leberspätzlesuppe, Speckknödelsuppe, Pfannkuchensuppe
- Weißwurst, Wollwurst, Stockwurst, Regensburger (Wurst), Nürnberger Rostbratwurst
- Apfelstrudel, Topfenstrudel, Kaiserschmarrn, Dampfnudeln, Rohrnudeln, Schmalznudeln, Bayerisch Creme
- Bayrischer Kartoffelsalat, Bayrischer Wurstsalat
- Obazda oder fränkisch: Grupfter
- Leberkäse, Leberkässemmel

Religion, Stämme und Sprache

Leberkässemmel
- röm.-katholisch 58,50% Stand 2003 (1950 71,9 %)
- evangelisch 23 % (1950 26,8 %)
- andere Konfessionen und Religionen etwa 4 % Jüdische Gemeinden gab es bis zum 19. Jahrhundert vor allem in ländlichen Gebieten Frankens und Schwabens sowie den freien Reichsstädten wie z. B. Nürnberg und Regensburg. Im wittelsbachischen Altbayern gab es so gut wie keine Juden; seit der Judenemanzipation zunehmend in bayerischen Städten. Von fast 200 jüdischen Gemeinden existieren heute in Bayern noch bzw. wieder 12 Gemeinden. Das bayerische Volk setzt sich aus vier staatlich anerkannten Stämmen zusammen: Zu den drei alten Stämmen, den Altbayern, Franken und Schwaben, kamen nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene, vor allem Sudetendeutsche. Auch Sinti und Roma haben eine sehr lange Tradition in Bayern. Daneben sind auch Jenische in Bayern beheimatet. Gesprochen werden mehrere Dialekte aus drei großen Dialektfamilien:
- Bairisch im Großteil des Landes (Nord- und Mittelbairisch, am Rand zu Tirol auch Südbairisch)
- Fränkisch von etwa 3 Millionen im nördlichen und westlichen Landesteil
- Alemannisch von 2 Millionen Schwaben im Westen Ferner gibt es kleinere Gebiete, in denen Südostthüringisch sowie hessische Mundarten gesprochen werden. Sudetendeutsche Mundarten konnten sich nur in einzelnen Gemeinden, wo Sudetendeutsche angesiedelt wurden, vorübergehend halten. siehe: Dialekte in Bayern, Liste bayerischer Klöster

Literatur


- Max Spindler (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, München, 1971-1975 (4 Bände)
- Max Spindler (Hg.), Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas, München, 1969
- Wilhelm Volkert, Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte: 1799-1980, München, 1983 ISBN 3-406-09669-7 Siehe auch: Portal:Bayern

Weblinks


- [http://www.bayern.de/ Bayerische Staatsregierung]
- [http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/ Bayerische Landesbibliothek Online]
- [http://www.digitalis.uni-koeln.de/Merianb/merianb_index.html Topographia Bavariae] Kupfertafeln von Matthäus Merian 1622
- [http://www.geschichte.hdbg.de Geschichte Bayerns (Haus der Bayerischen Geschichte)]
- [http://www.bayernviewer.de/ Bayern Viewer: Luftbilder und Karten flächendeckend]
- [http://www.bis.bayern.de/ Detaillierte Karten flächendeckend]
-
als:Bayern ja:バイエルン州 ko:바이에른 주 simple:Bavaria

1246

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Urkundliche Ersterwähnung der Marktgemeinde Lichtenau
- Urkundliche Ersterwähnung der Gemeinden Eberhardzell, Grafenberg und Villars-le-Grand
- Urkundliche Ersterwähnung des Ortes Klein-Gerau
- 16. April - Friedrich von Hochstaden schenkt die Grafschaft Hochstaden seinem Bruder Konrad von Hochstaden, dem Erzbischof von Köln, zwecks Einverleibung in das Erzbistum.
- Ende der Regentschaft des japanischen Kaisers Go-Sagas. Sein Nachfolger wird Kaiser Go-Fukakusa.
- Der Bau an der Sainte-Chapelle beginnt.
- Mit dem Tod Friedrich II., Herzog von Österreich und der Steiermark endet die Dynastie der Babenberger in Österreich.
- Der thüringische Landgraf Heinrich Raspe wird zum Gegenkönig gewählt.

Geboren


- Kunigunde von Halitsch, Königin von Böhmen († 9. September 1285)

Gestorben


- 25. Februar - Irmgard von Berg, einzige Tochter und Erbin des Grafen Adolf III. von Berg (
- ?)
- 25. Februar - Heinrich IV. von Limburg, Graf von Monschau und Herzog von Limburg-Niederlothringen (
- um 1200)
- 15. Juni - Herzog Friedrich II. von Österreich fällt im Kampf gegen König Béla IV. von Ungarn (
- 1210)
- Alice de Champagne, die Tochter Heinrichs II. von Champagne (geboren 1196)
- Jaroslaw II. Wsewolodowitsch, Großfürst von Wladimir (geboren 1190)
- Alice (Champagne) (
- 1196) ko:1246년

Markgraf

Graf#Markgraf

Herzog

Herzog, von althochdeutsch: herizogo "der vor dem Heer zieht", ist ein Adelstitel.
- Ursprünglich waren Herzöge germanische Heerführer, die für die Dauer eines Kriegszuges von Stammesfürsten durch Wahl oder durch Los bestimmt wurden.
- In der Merowingerzeit waren Herzöge königliche Amtsträger mit vorwiegend militärischen Aufgaben, denen der König ein Herzogtum mit Oberhoheit über Land- und ggf. Markgrafschaften verliehen hatte.
- Im Frühmittelalter entstanden im Raum des fränkischen Reiches erbliche Stammesherzogtümer, die von den Karolingern aufgehoben wurden, mit dem Niedergang der königlichen Zentralgewalt Ende des 9. Jahrhunderts aber wieder auflebten. Die Stammesherzöge im Ostfrankenreich zu Zeiten Heinrichs I. waren in der Regel Mitglieder regionaler Herrscher-Dynastien.
- Im Heiligen Römischen Reich verwandelten sich im 12. und 13. Jahrhundert die Stammesherzogtümer zunehmend in Territorial- und Titular-Herzogtümer. Ein Herzog war danach Herrscher über bestimmte, räumlich oft zerrissene Territorien oder Träger des vom König verliehenen Adelstitels. Die Herzogswürde wurde vom König als Lehen vergeben und konnte auch wieder entzogen werden (siehe Heinrich der Löwe und dessen Absetzung in Sachsen und Bayern 1180). Auf diese Weise wurde der ursprünglich auf ein Stammesgebiet bezogene Titel eines "Herzogs von Sachsen" nach 1180 aufgespalten und regional neu zugeordnet: Der Erzbischof von Köln erhielt vom deutschen König den Titel eines "Herzogs von Westfalen" (einer bis dahin zu Sachsen gehörigen Region, quasi West-Sachsen), während das Fürstenhaus der Askanier den Titel eines "Herzogs von Sachsen" für den Ostteil des bisherigen Stammesherzogtums erhielt (seit 1356 als Kurfürsten von Sachsen mit Sitz in Wittenberg). Durch Aussterben der Wittenberger Askanier 1423 ging der Kurfürsten- und sächsische Herzogstitel an die noch viel weiter östlich sitzenden Wettiner, die Markgrafen von Meißen über, wodurch der ursprünglich auf das heutige "Niedersachsen" zentrierte Herzogstitel und Landesnahme in das heutige "Land Sachsen" um Dresden und Meißen geriet, mit dem er bis dahin überhaupt nichts zu tun hatte. Während sich in Bayern der stammesbezogene Herzogstitel seit 1180 auf die Ländereien der Wittelsbacher beschränkte, die ihn seither führten, kam der Titel eines Herzogs von Schwaben seit dem Aussterben der Hohenstaufen 1268 völlig außer Gebrauch. Der "Herzog von Franken" führte als Ehrentitel des Fürstbischofs von Würzburg bis 1802/03 ein Schattendasein. Zugleich aber traten im Spätmittelalter durch Rangerhebungen verschiedener Fürsten neue dynastisch-territorial definierte Herzogtümer hinzu: Den Anfang machten die 1180 der von ihnen früher besetzten Stammesherzogtümer Sachsen und Bayern verlustig gegangenen Welfen, die im 13. Jahrhundert für ihre Erbbesitzungen in Norddeutschland den Titel eines "Herzogs von Braunschweig" erhielten. Im 14. Jahrhundert wurden auch die slawischen Fürsten von Mecklenburg, im 15. Jahrhundert der Graf von Württemberg vom Kaiser zu Herzögen "befördert". In der Frühen Neuzeit ebbte diese Form der Rangerhöhung ab; statt dessen versuchten seither einige Herzöge, den höherwertigen Kurfürsten-Titel (mit dem Recht der Teilnahme an der Kaiserwahl) zu erlangen, was dem Herzog von Braunschweig-Lüneburg 1692 gelang, dem konkurrierenden Herzog von Württemberg erst 1803. Mit der Zerschlagung des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" zwischen 1801 und 1806 und der Herrschaft Napoleons I. über Deutschland erfolgte eine weitere Folge von Rangerhöhungen für anpassungsbereite deutsche Fürsten: Bisherige Herzöge wurden - wie der von Württemberg - erst zu Kurfürsten, dann zu Königen befördert, bisherige Fürsten - wie die diversen Linien von Anhalt - stiegen zu Herzögen auf. Nach dem Sieg über Napoleon führte 1815 der Wiener Kongress der Siegermächte zu einer weiteren, letzten Welle solcher Rangerhöhungen. Meist bedingt durch Verwandtschaft mit mächtigen Monarchen Europas, insbesondere mit dem russischen Kaiser oder dem König von Preußen, stiegen in Deutschland einige bisherige Herzöge 1815 zu "Großherzögen" auf (Sachsen-Weimar-Eisenach, Oldenburg, Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, Luxemburg). Regierende Herzöge in Deutschland (mit dem Prädikat "Hoheit") waren zwischen 1815 und 1918: der Herzog von Braunschweig (Linie Wolfenbüttel bis 1886, Linie Hannover ab 1913), der Herzog von Anhalt (ab 1863, davor mehrere Teil-Herzogtümer), der nur bis 1866 regierende Herzog von Nassau, der 1890 das souveräne Großherzogtum Luxemburg erbte, der bis 1864 als Herzog von Schleswig, Holstein und Lauenburg regierende König von Dänemark (der in diesen drei Staaten vom König von Preußen abgelöst wurde, welcher zugleich Nassau annektierte) sowie die (in dieser Dreier-Kombination ab 1826 in Thüringen herrschenden) wettinischen Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha, Sachsen-Meiningen und Sachsen-Altenburg. Außerhalb Deutschlands existierten in Europa ab 1815 souveräne Herzogtümer auch in Italien - Modena, Parma und Piacenza, Lucca, Guastalla, Massa und Carrara). Alle diese Staaten verschwanden 1859/60 im Zuge der italienischen Einigung. Das 1815 anstelle der einstigen Adelsrepublik Genua geschaffene "Herzogtum Genua" war von vornherein unselbständiger Bestandteil des Königreiches Sardinien. In vielen europäischen Monarchien wurden bzw. werden königlichen Prinzen zusätzlich historische Herzogstitel verliehen (mit Ländereien und Einkünften, aber ohne Herrschaftsrechte). Dies galt für Frankreich bis zum Ende der Monarchie 1848/70 und für Italien entsprechend bis 1946, es gilt heute noch für Spanien, Schweden und Großbritannien. siehe auch
- Liste der Stammes-, Territorial- und Titularherzogtümer im Heiligen Römischen Reich
- Herzogsstuhl
- Woiwode
- Herzogtum Braunschweig Kategorie:Adelstitel Kategorie:Rechtsgeschichte

Otto von Freising

Otto von Freising (
- um 1112 vermutlich in Klosterneuburg bei Wien; † 22. September 1158 im Zisterzienserkloster Morimond in Frankreich) war seit 1138 Bischof von Freising und einer der bedeutendsten Geschichtsschreiber des Mittelalters.

Familie

Er war Sohn des heiligen Babenbergers Leopold III., Markgraf von Österreich und der Tochter Kaiser Heinrich IV., Agnes von Waiblingen (Franken). Seine Brüder waren Leopold IV., Herzog von Bayern, Heinrich II., Herzog von Österreich und Konrad II., Erzbischof von Salzburg. Sein Halbbruder war König Konrad III..

Leben

Otto von Freising studierte als Jugendlicher in Paris und trat 1132 mit 15 Studienkollegen im Kloster der Zisterzienser in Morimond ein, zu dessen Abt er 1138 trotz seiner Jugend gewählt wurde. Doch am Tag darauf erhielt er die Ernennung zum Bischof von Freising und bemühte sich von da an um die Erneuerung des kirchlichen Lebens in seiner heruntergekommenen Diözese und deren Klöstern, von denen er Schäftlarn (Prämonstratenser), Schlehdorf (Augustinerchorherren) und Innichen eine neue Ordnung gab. Die Klöster Schliersee (Augustinerchorherren) und Neustift (Prämonstratenser) bei Freising gründete er neu. Dabei geriet er in der Zeit des Investiturstreites fast notwendig in Konflikt mit den Wittelsbachern, vermittelte aber aufgrund seiner weiten kaiserlichen Verwandtschaft erfolgreich in den Streitigkeiten zwischen Staufern, Babenbergern und Welfen. Er beteiligte sich auf den Ruf des Bernhard von Clairvaux hin als geistlicher Reichsfürst aktiv am Zweiten Kreuzzug, nur mit Mühe konnte er am Ende mit einer kleinen Schar entkommen. Otto gilt als einer der größten Geschichtsschreiber des hohen Mittelalters. In seiner "Geschichte der zwei Reiche" (im lat. Original: "Chronica sive Historia de duabus civitatibus") behandelt er in 7 Bänden die Weltgeschichte, im 8. Band entfaltet Otto eine Vision des Jüngsten Gerichts. Den Vorstellungen seiner Zeit verhaftet, glaubt er die Verwirklichung des Reiches Gottes auf Erden im christlichen Kaiserreich zu erkennen, eine Auffassung, die schon Augustinus in seinem Werk vom "Gottesstaat" abgelehnt hatte. Eine besondere Rolle kommt nach Otto dabei den Mönchen zu, deren Habit er auch als Bischof nicht ablegte. Außerdem erzählte er 1157 in "Die Taten Friedrichs" die Geschichte seines Neffen Kaiser Friedrich Barbarossa. Dieses Unterfangen blieb durch seinen Tod beim Generalkapitel seines Ordens in Morimond Fragment. Die Geschichtsschreibung Ottos in Bezug auf Barbarossa ist nicht frei von subjektiven Formulierungen. Gerade die Darstellung der Staufer ist klar mit einer Zielsetzung verbunden, die man modern ausgedrückt propagandistisch nennen kann. Otto ging es darum, das Haus Staufen in dem Licht darzustellen, der es zum Erfüller des göttlichen Willens machte. Otto wurde in der inzwischen zerstörten Klosterkirche von Morimond beigesetzt, seine Reliquien sind verschollen. Im Zisterzienserorden wird Otto seit langem als Seliger verehrt. Sein Gedenktag ist in Wien der 22. September und im Erzbistum München-Freising mit Genehmigung der römischen Ritenkongregation seit 1973 der 7. September.

Werk


- Otto von Freising: Chronica sive Historia de duabus civitatibus (hg. von Adolf Hofmeister, MGH SS rerum Germanicarum, Hannover/Leipzig 1912, Nachdruck Hannover 1984) oder (hg. und übersetzt von Adolf Schmidt, Walther Lammers, Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 16, Darmstadt 1960).
- Otto von Freising und Rahewin, Gesta Friderici I. imperatoris (hg. von Georg Waitz, Bernhard von Simson, MGH SS rerum Germanicarum, Hannover 1912, Nachdruck Hannover 1997) oder (hg. und übersetzt von Adolf Schmidt, Franz-Josef Schmale, Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 17, Darmstadt 1974).

Literatur


- Fischer (Hg.): Otto von Freising, Gedenkgabe zu seinem 800. Todesjahr, Freising 1958.
- Goetz, Hans-Werner: Das Geschichtsbild Ottos von Freising. Ein Beitrag zur historischen Vorstellungswelt und zur Geschichte des 12. Jahrhunderts, Köln/Wien 1984.
- Maas: Zeugen des Glaubens, Die Heiligen im Diözesankalender des Erzbistums München und Freising, München 1974.

Weblinks


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- http://www.bautz.de/bbkl/o/otto_v_f.shtml Kategorie:Seliger Kategorie:Historiker Kategorie:Babenberger Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (12. Jh.) Kategorie:Person (Freising) Kategorie:Geboren 1112 Kategorie:Gestorben 1158 Kategorie:Abt

Ladislaus Sunthaym

Ladislaus Sunthaym (auch Ladislaus von Sunthaym, Sunthaim, Sunthain, Sunthaymer;
- um 1440 in Ravensburg, † Ende 1512/Anfang 1513 in Wien) war ein deutscher Historiker, Genealoge, Geograph und Geistlicher, der hauptsächlich in Wien tätig war.

Leben und Werk

Wien Sunthaym entstammt einem Patriziergeschlecht der Freien Reichsstadt Ravensburg in Oberschwaben. Er studierte an der Universität Wien Theologie; dort wurde er 1460 zum Procurator der rheinischen Nation gewählt, einer Art Geschäftsführer für die Belange der westdeutschen Studenten. 1465 erlangte er den akademischen Titel eines Baccalaureus artium. Er schlug die geistliche Laufbahn ein und erhielt 1473 zwei Pfründen am Wiener Stephansdom. Ab 1475 hielt er sich für mehrere Jahre als Kaplan am Hof des Erzerzogs Siegmund "des Münzreichen" von Tirol in Innsbruck auf, wo er vermutlich vor allem als Genealoge tätig war. Der Abt des Stifts Klosterneuburg beauftragte Sunthaym 1485, im Jahr der Heiligsprechung des österreichischen Markgrafen Leopold III. damit, eine Familiengeschichte des Heiligen zu erstellen, der in der Stiftskirche begraben liegt. Bis 1489 erarbeitete Sunthaym daraufhin eine Genealogie und Geschichte der Babenberger, wobei er etwa auf Werke von Otto von Freising und auf Thomas Ebendorfers Chronica regum Romanorum zurückgriff. In seiner Genealogie erfand Sunthaym für alle Babenberger bis heute gebräuchliche Beinamen oder ordnete bereits bekannte Beinamen den einzelnen Personen erstmals zu. Sunthayms Werk wurde auf prächtig illuminierten Pergamenttafeln, den Klosterneuburger Tafeln, in der Stiftskirche in Klosterneuburg ausgestellt; bald darauf schuf Hans Part ein riesiges Triptychon für die Kirche, das den Stammbaum aufgrund von Sunthayms Werk mit Geschichten aus dem Leben der Babenberger für die zahlreichen Pilger anschaulich machte. Durch den Druck seines Werkes 1491 bei Michael Furter in Basel wurde Sunthaym als Historiker und Genealoge bekannt. 1498 wurde er Mitglied der von Conrad Celtis gegründeten Sodalitas litteraria Danubiana (Donaugesellschaft). Sodalitas Um die Jahrhundertwende plante Kaiser Maximilian I. ein Großprojekt zur grundlegenden Erneuerung der habsburgischen Geschichtsschreibung aufgrund von Chroniken, archivalischen Quellen und auch (Grab-)Inschriften. Maximilians besonderes Interesse galt genealogischen Aspekten, mit deren Erforschung er Sunthaym betraute, der durch seinen inzwischen weit bekannten Babenberger-Stammbaum dafür besonders geeignet schien. So wurde er 1498 zunächst zum Hofkaplan ernannt und bald darauf zum Hofhistoriographen. Neben Sunthaym waren auch die Historiker Johann Stabius und Jakob Mennel (auch Manlius) an Maximilians ehrgeizigem historiographischen Unternehmen beteiligt. 1499 erhielt Sunthaym eine dritte Pfründe in Wien, 1504 wurde er Mitglied des Domkapitels. 1505 legte er dem Kaiser eine habsburgische Stammesgeschichte von mythischen Ursprüngen bis in die neueste Zeit vor, die bei dem Auftraggeber allerdings keinen Gefallen fand. Daraufhin sollte Sunthaym mit Mennel das Werk überarbeiten – ihr Resultat wiederum erregte die Kritik des Johann Stabius. Sunthaym wandte sich daraufhin der Genalogie anderer, mit den Habsburgern verwandter Fürstenhäuser zu. Sunthaym war für seine Recherchen viel auf Reisen, sammelte Chroniken in Klöstern und weltlichen Archiven, und verglich deren Überlieferung kritisch. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die Beschreibung der von den genealogisch untersuchten Geschlechtern beherrschten Länder. Durch die zahlreichen topographischen Details aus eigener Anschauung und Erkundigungen bei Zeitgenossen, die er wohl teilweise auch schon während früherer Reisen gesammelt hatte, sind seine geographischen Werke eine wichtige Quelle für die Landeskunde und Wirtschaftsgeschichte Österreichs und weiter Teile Oberdeutschlands – seine Beschreibungen erstrecken sich bis nach Franken und in das Elsass.

Überlieferung und Ausgaben

1505 Klosterneuburger Tafeln (auch als Tabulae Claustroneoburgenses bekannt, Genealogie der Babenberger)
- Handschrift, so genannte Sunthaym-Tafeln, 8 prächtig illuminierte Pergamentblätter, Stift Klosterneuburg
- Der löblichen fursten vn[d] des lands österrich altharkome[n] vn[d] regier[ung] (im Anhang eine Genealogie des Hauses Habsburg aus Heinrich Steinhöwel deutscher Version des "Speculum humanae vitae" von Rodriguez Sanchez de Arevalo, um 1476), Druck von Michael Furter, Basel 1491 ([http://diglib.hab.de/wdb.php?dir=inkunabeln/287-3-hist-2f-c Digitalisat])
- Monumentalgemälde des Babenberger Stammbaums auf der Grundlage von Sunthayms Werk von Hans Part u.a., ca. 8 x ca. 4 m, Klosterneuburg 1489-1492
- Handschriften in der Österreichischen Nationalbibliothek Wien, Cod. 2918, Cod. 7752, Cod. 8700
- Handschrift in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, Ende 16 Jh., HB V 40
- Handschrift in der Bayerischen Staatsbibliothek München, Cgm 1642
- Tabulae Claustro-Neoburgenses de primis austriae marchionibus et ducibus, stirpis Babenbergicae, eorumque conjugibus et liberis, auctore Ladislao Sunthaim de Ravenspurgk, operam conferente Jacobo praeposito Claustro-Neoburgensi, ad editionem Basileensem anni 1491, Germanice scriptae, hrsg. von H. Petz, Leipzig 1721
- Edition in: Floridus Röhrig: Der Babenberger-Stammbaum im Stift Klosterneuburg. Edition Tusch, Wien 1975, ISBN 3-85063-042-0 Geographische Kollektaneen und einzelne Genealogien
- Handschrift in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, Cod. hist. fol. 249 (geographische Kapitel ediert in Uhde 1993)
- Handschrift in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, Cod. hist. fol. 250 (ebenso)
- Handschrift in der Bayerischen Staatsbibliothek München, Clm 28699 (mehrere Genealogien, Gedicht von der Tafelrunde)
- Andreas Felix Oefele: Rerum Boicarum Scriptores, Bd. 2, 1763, S. 557-644 (Genealogien und anderes aus den heute Stuttgarter Handschriften) [http://www.literature.at/webinterface/library/ALO-BOOK_V01?objid=14325&page=569&zoom=3&ocr= Digitalisat bei] ALO
- Gottfried Wilhelm von Leibniz: Scriptores rerum Brunsvicensium, 1707-1711 (Genalogie der Welfen)
- Franz Pfeiffer: Das Donauthal in: Jahrbuch für vaterländische Geschichte, Wien 1861, S. 275ff.
- Julius Hartmann: [Das ganze jetzige Württemberg] in: Württembergische Vierteljahreshefte, Jahrgang VII, 1884, S. 125ff.

Literatur


- Wilhelm Baum: Sigmund der Münzreiche und Ladislaus Sunthaym. Bemerkungen zum Geschichtsverständnis der Habsburger im 15. Jahrhundert. In: Der Schlern, 66. Jahrgang, Athesia, Bozen 1992, S. 574-586
- Karl Heinz Burmeister: Ladislaus Suntheims Landesbeschreibung Vorarlbergs. In: Montfort Jg. 17, 1965, Heft 2, S. 119-125 [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=mft&datum=19650003&seite=00000119&zoom=3 Volltext]
- Friedrich Eheim: Historische Landesforschung im Zeitalter des Humanismus. In: Veröffentlichungen des Verbandes Österreichischer Geschichtsvereine 16. Wien 1965, S. 102-105.
- Friedrich Eheim: Ladislaus Sunthaym. Ein Historiker aus dem Gelehrtenkreis um Maximilian I. In: Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung 67, 1959, S. 54-91
- Friedrich Eheim: Ladislaus Sunthaym. Leben und Werk. Wien, Univ., Diss 1949 (maschinenschriftlich).
- Wilhelm von Heyd: Ladislaus von Suntheim. In: Allgemeine Deutsche Biographie, Band 37 ([http://aronsson.se/adb/37/161 Volltext])
- Willem Keesman: De Bourgondische invloed op de genealogische constructies van Maximiliaan van Oostenrijk. In: Millennium: Tijdschrift voor Middeleeuwse Studies 8:2, (1994), S. 162-172 (nicht eingesehen)
- Monika Maruska: Sunthaym, Ladislaus von. In: Walther Killy (Hrsg): Literaturlexikon. Autoren- und Werklexikon. Bertelsmann, Gütersloh und München 1988, Band 11, S. 290ff.
- Richard Perger: Sunthaym-Beiträge. In: Adler. Zeitschrift für Genealogie und Heraldik, 10, 1974-1976, S. 224-239.
- Brigitte Schürmann: Die Rezeption der Werke Ottos von Freising im 15. und frühen 16. Jahrhundert. (= Historische Forschungen; Band 12). Steiner, Stuttgart 1986, ISBN 3-515-04841-3
- Winfried Stelzer: Sunthaym, Ladislaus. In: Deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2. Auflage. Band 9. De Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-014024-1; Sp. 537-542
- Karsten Uhde: Die Beschreibung der Ostschweiz durch den Geographen Ladislaus Sunthaym und ihre Rezeption durch Sebastian Münster. In: Peter Rück (Hrsg.): Die Eidgenossen und ihre Nachbarn im Deutschen Reich des Mittelalters. Basilisken-Presse, Marburg 1991, ISBN 3-925347-15-1; S. 345-368
- Karsten Uhde: Ladislaus Sunthayms geographisches Werk und seine Rezeption durch Sebastian Münster. 2 Bände. Böhlau, Köln u.a., ISBN 3-412-08592-8, 1993 ([http://www.bsz-bw.de/rekla/show.php?mode=source&id=39 Rezension])

Weblinks


- [http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.s/s978374.htm Ladislaus Sunthaym] im Österreich-Lexikon
- [http://www.uni-klu.ac.at/kultdoku/kataloge/05/html/indexliste.htm Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung "Der heilige Leopold"]
- [http://archiv.twoday.net/stories/230198/ Artikel zum Thema OpenAccess mit Beispielen anhand der Quellenlage und Literatur zu Sunthaym] von Klaus Graf
- [http://www.literature.at/webinterface/library/ALO-BOOK_V01?objid=12643&page=30&zoom=3&ocr= Sunthaym über] Schwäbisch Gmünd Sunthaym, Ladislaus Sunthaym, Ladislaus Sunthaym, Ladislaus Sunthaym, Ladislaus Sunthaym, Ladislaus Sunthaym, Ladislaus Sunthaym, Ladislaus Sunthaym, Ladislaus Sunthaym, Ladislaus Sunthaym, Ladislaus

Poppo

Poppo ist der Name folgender Persönlichkeiten:
- der Erzbischof von Trier Poppo von Babenberg (Amtszeit: 1016-1047)
- des Papsts Damasus II. (Poppo von Brixen) (Amtszeit: 1048)
- des Bischofs von Paderborn Poppo von Paderborn (Amtszeit: 1076-