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Norddeutsche Tiefebene

Norddeutsche Tiefebene

Das Norddeutsche Tiefland, auch "Norddeutsche Tiefebene", bildet einen der Landschaftsgroßräume in Deutschland zwischen den Küsten der Nord- und Ostsee sowie den Norddeutschen Mittelgebirgen. Im Westen begrenzen die Wesergebirge, Teutoburger Wald und Wiehengebirge das norddeutsche Tiefland und trennen die Westfälische Bucht ab. Dagegen dehnt sich das Nordostdeutsche Tiefland östlich von Harz und Kyffhäuser weiter nach Süden bis zur Leipziger Bucht und der Dresdner Elbtalweitung bis zum sächsischen Hügelland und dem Nordrand des Erzgebirges aus. Im Osten schließt sich Pommern an, die westliche Grenze ist die Ems und der Dollart, und im Südosten die Oberlausitz. Die Niederlausitz und das Oderbruch können noch zum norddeutschen Tiefland gerechnet werden.

Landschaft, Böden und ihre Entstehung

Die Landschaft wurde durch zuletzt maßgeblich im Verlauf der Eiszeiten durch Gletschervorstöße des skandinavischen Inlandeisschildes geformt. Das Relief des Norddeutschen Tieflandes ist eben bis wellig. Die tiefsten Punkte liegen in den ausgedehnten Tieflandsmooren und den Marschen im Nordwesten Niedersachsens auf Meereshöhe. Die ausgedehnten ombrogenen Hochmoore sind in niederschlagsreichen Warmzeiten entstanden. Die küstennahen Gebiete bestehen teilweise aus holozänen Flussmarschen bzw. Boddenlandschaft, der sich die pleistozäne Alt- oder Jungmoränenlandschaft (Geest) in verschiedensten Ausprägungen anschließt. Nach bzw. bei Rückzug der Gletscher bildeten sich Flugsanddünen, die durch die Vegetation festgelegt wurden. Menschliche Eingriffe ließen die Lüneburger Heide entstehen und sorgten dort für eine großflächige Verarmung (Podsolierung) der Böden. Die fruchtbarsten Böden sind die Marschen (Auen-Vegen) und die Börden (Hildesheimer Börde, die Altmark und die Magdeburger Börde, mit ca. 90 Bodenpunkte). Die ärmsten Böden sind die Hochmoor-Torfböden im Teufelsmoor mit weniger als 10 Bodenpunkte. Die Lössgebiete des Tieflandes gehören zu den ältesten Siedlungsstandorten Deutschlands (Bandkeramische Kultur). Im erdgeschichtlich besonders jungen östlichen Teil befinden sich viele Seen (v. a. die Mecklenburgische Seenplatte mit der Müritz). Die letzte Eiszeit, das Weichselglazial, hat diese Landschaft vor rund 10 000 Jahren hinterlassen. Die Oberflächengestalt in der nordwestdeutschen Geest ist dagegen schon stärker verwittert, da die letzten Vergletscherungen hier wesentlich länger zurückliegen (vgl. u. a. Saale-Eiszeit). Ems, Weser, Elbe und Spree sind die wichtigsten Flüsse, die das Tiefland in die Nordsee entwässern und für die Entstehung von Au- und Bruchwäldern wie den Spreewald sorgten. Die Wasserscheide zur Ostsee verläuft nur wenige Kilometer westlich von Oder und Neiße.

Klima und Vegetation

Klimatisch sind der Küstenstreifen und die vorgelagerten ostfriesischen Inseln euozeanisch geprägt. Nach Süden schließt sich ein breiter Steifen ozeanisch geprägten Klimas an, der von der Ostküste Schleswig-Holsteins bis zu den Mittelgebirgen zieht. Das Klima geht in südöstlicher Richtung allmählich in subkontinentales Klima über. Im Windschatten des Harzes und einiger kleineren Erhebungen wie Drawehn und Fläming hat sich zum Teil trockeneres kontinentales Lokalklima ausgeprägt. Mikroklimatische Besonderheiten bieten sich in den Moore und Heiden durch für die Landwirtschaft sehr ungünstiges Klima sowie im Alten Land bei Hamburg, das durch die ganzjährig milde Temperaturen von Nordsee und Elbe geprägt ist und dadurch traditionelles Obstbaugebiet ist. azonalen Vegetationskomplexen der Moore, Auwälder, Bruchwälder und Gewässer, waren ursprünglich ausgedehnt an Ems, Weser, Elbe und Spree vorhanden. Ausgeprägten Salzwiesen, Watten und Tideröhrichten der Mündungstrichter hielten sich dauerhaft an der flachen Nordseeküste in der Gezeitenzone. Die Zonale Vegetation des Norddeutschen Tieflandes ist nach herrschender Lehrmeinung fast ausschließlich der Verband der Rotbuchenwälder.

Literatur


- Heinz Ellenberg, 1996: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer, dynamischer und historischer Sicht. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. ISBN 3825281043 Kategorie:Landschaft in Europa Kategorie:Glaziologie Kategorie:Norddeutschland

Nordsee

Die Nordsee ist ein relativ flaches Randmeer des Atlantischen Ozeans im nördlichen Europa.

Lage

Die Nordsee trennt die britische Insel im Westen vom mittel- und nordeuropäischen Festland mit Norwegen (Nordost), Dänemark (Ost) sowie Deutschland, Niederlande und Belgien (Südost). Im Süden geht die Nordsee durch die Straße von Dover in den Ärmelkanal über, im Osten hat sie über Skagerrak und Kattegat Kontakt zur Ostsee und nach Norden öffnet sie sich zum trichterförmig zum Arktischen Ozean. Die wichtigsten Zuflüsse sind vom Festland her die Schelde, die Maas, der Rhein, die Ems, die Weser und die Elbe, sowie die Themse, die in England nördlich der Straße von Dover in dieses Meer mündet.

Daten

Themse Die Oberfläche der Nordsee beträgt ungefähr 575.000 km² bei einer Wassermenge ca. 54.000 km³. Die Nordsee ist ein Flachmeer mit einer durchschnittlichen Tiefe von nur 94 Metern. Die Ausnahme bildet die Norwegische Rinne; an dieser tiefsten Stelle misst die Nordsee 725 Meter. Die flachste Stelle an der Doggerbank beträgt 13 Meter. Im übrigen liegt der Meersboden größtenteils auf dem Schelf, und so steigt die Tiefe von 25 bis 35 Metern im südlichen Teil bis zu 100 bis 200 Metern zwischen Norwegen und den Shetlandinseln. Der Salzgehalt ist orts- und jahreszeitenabhängig und liegt zwischen 1,5 bis 2,5 Prozent in der Nähe der Flussmündungen bis zu 3,2 bis 3,5 Prozent in der nördlichen Nordsee. Die Temperatur schwankt im Mittel zwischen 18 °C (Sommer) und 1 °C (Winter); die Eisbildung ist damit ausgeschlossen. An der südlichen Küste der Nordsee beträgt der durch Gezeiten ausgelöste Tidenhub bis zu 4 Meter.

Entstehung

Die Nordsee ist ein geologisch altes Meer und seine Entstehung sowie die Veränderungen in Gestalt und Größe sind über einen Zeitraum von etwa 350 Millionen Jahren zu beobachten. Die jetzige Form erhielt sie jedoch erst mit dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 11.000 Jahren.

Gliederung

Der Südostteil der Nordsee ist die Deutsche Bucht.

Flora und Fauna

Starke Gezeiten, große algen- und kelpwaldreiche Flachwasserbereiche und der große Nährstoffvorrat in der See sorgen für ein vielfältiges maritimes Leben. An der Nordsee liegt das das größte Wattenmeer der Welt. Bekannte Vertreter sind die Miesmuscheln, Möwen, Krebse, Garnelen und kleine Haie.

Rohstoffe

In den 1960er Jahren wurde in der Nordsee erstmals Erdöl entdeckt, weitere große Entdeckungen von Ölfeldern folgten in den 1980ern und 1990ern. Obwohl die Produktionskosten vergleichsweise hoch sind, haben es die hohe Qualität des zu findenden Öls, die politische Stabilität der Region und die Nähe zu den Absatzmärkten Westeuropas zu einer wichtigen Ölregion werden lassen. Mittlerweile gilt die Nordsee als erschlossenes Rohstoffgebiet, in dem kaum noch große Entdeckungen zu erwarten sind. Große Ölkonzerne wie Shell oder British Petroleum haben die Ölförderung in dem Gebiet bereits eingestellt. Mittlerweile gibt es im Meer 450 Bohrinseln, die Nordsee ist das wichtigste Gebiet der Offshore-Förderindustrie. Die meisten Plattformen befinden sich im britischen Sektor der Nordsee, gefolgt vom norwegischen, dem niederländischen und dem dänischen Sektor. Im deutschen Sektor befinden sich nur zwei Plattformen, es handelt bei ihm um den am wenigsten erschlossenen Sektor in dieser Hinsicht. Das größere der beiden Felder ist das Ölfeld Mittelplate.

Inseln und Küste

Mittelplate Zu den größten Inseln der Nordsee gehören Helgoland, die Nordfriesischen Inseln, die Ostfriesischen Inseln und die niederländischen Westfriesischen Inseln (siehe auch Friesland). Zwischen Esbjerg (Dänemark) im Norden und Den Helder (Niederlande) im Westen erstreckt sich das Wattenmeer. Dies ist eine von Ebbe und Flut geprägte Landschaft, von der wichtige Teile mittlerweile zum Nationalpark erklärt wurden. Die Küstenlinie verändert sich stetig. Sowohl durch die natürlichen Wassersteigungen und -senkungen, die im Laufe der Geschichte immer wieder vorkamen, als auch in den letzten Jahrhunderten durch gezielte Landgewinnung. Besonders die Niederländer waren hierbei aktiv, das größte Projekt der Art war die Abdeichung des Ijsselmeeres und die Landgewinnung im Ijsselmeer. In einem 150-Kilometer-Bereich von der Küste leben 80 Millionen Menschen, davon fast die gesamte Bevölkerung der Niederlande und Belgiens, fast alle davon in urbanen Gegenden. In diesen Bereichen haben die Küstenregionen eine Bevölkerungsdichte von über 1000 Einwohner pro Quadratkilometer, der Küstenabschnitt zwischen Hamburg und Brüssel ist stark industrialisiert, wahrscheinlich findet sich hier die größte Ansammlung von Schwerindustrie weltweit. Im Einzugsbereich der Flüsse, die in die Nordsee münden, leben auf ungefähr 850 000 km² etwa 160 Millionen Menschen. Sie entwässern einen Großteil Westeuropas, darunter ein Viertel Frankreichs, dreiviertel Deutschlands, fast die gesamte Schweiz und Großbritannien, die Hälfte Jütlands, die gesamten Niederlande und Belgien, den Süden Norwegens, sowie kleine Teile von Österreich. In diesem Bereich findet sich die größte Ansammlung weitweiter Industrie, allein 15 Prozent der Weltindustrieproduktion finden im Einzugsbereich der Nordsee statt. Zu den bekanntesten Städten an der Nordsee zählen Aberdeen, Den Haag, Haarlem, Rotterdam, Bremerhaven, Cuxhaven, Wilhelmshaven, Esbjerg und Bergen. Über die Weser und die Elbe gehören auch Bremen und Hamburg zu den wichtigen deutschen Nordseehäfen.

Schifffahrt

Die Nordsee ist ein vielbefahrenes Gewässer, in dem wichtige Handels- und Verkehrswege verlaufen. Unter Seefahrern ist sie berüchtigt als der Blanke Hans, Untiefen wie der Große Vogelsand, Grundseen und sehr schwerer Seegang zu Zeiten der Sturmfluten in Frühling und Herbst haben schon zu vielen Schiffsunglücken geführt, die in früheren Zeiten gelegentlich auch Strandräubern als Verdienstquelle gedient haben sollen.

Umweltschutz

Zum Schutz der Nordsee wurde 1992 die Oslo-Paris-Konvention gegründet. An der Nordsee befinden sich mit den Nationalparks Wattenmeer in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg die größten deutschen Nationalparks.

Weblinks


- [http://www.nordseecam.com/ Webcams an der Nordsee]
- [http://www.dwd.de/de/WundK/Warnungen/index.htm?Land=NS00&Art=O Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes im Nordseebereich (DWD)] Kategorie:Meer Kategorie:nordeuropa als:Nordsee ja:北海 ko:북해 zh-min-nan:Pak-hái

Ostsee

n]] Die Ostsee (auch Baltisches Meer genannt, von lat. Mare Balticum) ist ein bis 459 Meter tiefes und 413.000 km² großes Nebenmeer des Atlantischen Ozeans in Europa und gilt als das größte Brackwassermeer der Erde.

Geografie

Lage

Die Ostsee trennt die Skandinavische Halbinsel von den zusammenhängenden Festländern von Nord-, Nordost- und Mitteleuropa. Der nordwestliche Ausläufer, das Kattegat, grenzt bei Skagen an das Skagerrak. Diese Meerenge an der Halbinsel Jütland stellt die einzige Meeresverbindung zur Nordsee und damit zum Atlantik dar.

Entstehung

Die Ostsee entstand gegen Ende der letzten Eiszeit, und zwar der Weichsel-Eiszeit vor etwa 12 000 Jahren. Die Bildung des heutigen Brackwassermeeres entstand dabei über mehrere Etappen. Die Küstengestaltung erfolgte durch ein Zusammenspiel von Landhebung und Meeresspiegelanstieg. Vor 12 000 Jahren war der nordeuropäische Kontinent von riesigen Gletschermassen bedeckt, die sich teilweise bis Norddeutschland ausdehnten. Infolge des damaligen Klimaumschwunges zogen sich die Eismassen in Richtung Skandinavien zurück. Als der Eisrand nach Abschmelzen der randlichen Inlandeismassen auf der Höhe von Aland, nördlich von Stockholm, lag, bildete sich in seinem Vorland der Baltische Eisstausee (vor 12 000 - 10 200 Jahren). Die nächste Etappe erfolgte durch die Bildung des Yoldia-Meeres vor ca. 10200 - 8900 Jahren. Das Yoldia-Meer entstand durch den starken Meerwasserspiegelanstieg, der schließlich eine Verbindung zum Weltmeer in der Nähe der mittelschwedischen Seenplatte schuf. Nun erfolgte ein Süßwasserausstrom und ein Salzwassereinstrom. Mit der Zeit hob sich das skandinavische Festland im höheren Maße als der Meerwasserspiegel anstieg. Die Gletscher zogen sich zurück, der Druck auf die skandinavische Landmasse nahm ab, so dass sie sich zu heben begann. Infolge dessen wurde die Seeverbindung wieder blockiert und es entstand der Ancylus-See vor ca. 8900 - 7000 Jahren. Die Großformen der Küsten im südlichen Bereich der Ostsee entstanden durch die Litorina-Transgression vor ca. 7000 – 2500 Jahren. Diesmal öffnete sich der Zugang in der Nähe der Darßer Schwelle vor der deutschen Küste. Die Festlandbrücke zwischen Südschweden und Dänemark wurde überflutet und der Osten Dänemarks löste sich in die heutigen Inseln auf. Die Gletscher waren nun fast vollständig geschmolzen. Aber das Festland von Skandinavien hob sich anhaltend, sodass sich die Küstenlinie nachhaltig veränderte. Als Ausgleich senkte sich der südliche Bereich der Ostsee. Das vorrückende Meer überflutete die jungglaziale Landschaft und formte sie dabei um. Als Ergebnis findet man drei Küstenformen im südlichen Bereich wieder: Fördenküste (Bsp. Kieler Förde), Buchtenküste (Bsp. Lübecker Bucht) und die Bodden- bzw. Boddenausgleichsküste (Bsp. Darß).

Abgrenzung & Gliederung

Abgrenzung: Begrenzt wird die Ostsee durch Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark. Der nördlichste Punkt der Ostsee befindet sich an der schwedisch-finnischen Landesgrenze am Bottnischen Meerbusen, ihre östlichste Stelle beim russischen Sankt Petersburg. Ihr südlichster Punkt stellt das Südende der Wismarer Bucht bei der Hansestadt Wismar dar, die westlichste Stelle liegt am Westende der Flensburger Förde bei der Stadt Flensburg. Gliederung: Die Ostsee, in der zahlreiche Meeresbuchten, Förden, Meerengen, Inseln, -gruppen, -ketten & Eilande liegen, lässt sich grob in folgende größere Bereiche unterteilen:

Vordere Ostsee

Die Vordere Ostsee umfasst das Kattegatt nördlich der Meerengen Öresund, Großer und Kleiner Belt zwischen Dänemark, Deutschland und Schweden. :

Zentrale Ostsee

Die Zentrale Ostsee reicht unter Einschluss der Westlichen- und Südlichen Ostsee von der deutschen Ostseeküste im Westen bis etwa zur Linie Stockholm-Åland-nordwestliches Estland. :

Nordöstliche Ostsee

Die Nordöstliche Ostsee umfasst den Finnischen Meerbusen zwischen Estland, Finnland und Russland. :

Nördliche Ostsee

Die Nördliche Ostsee stellt den Bottnischen Meerbusen dar (von Åland nordwärts), zwischen Finnland und Schweden. :

Daten

Größe


- Ausdehnung: 413.000 Quadratkilometer
- Wasservolumen: 21.600 Kubikkilometer

Meerestiefe


- Maximale Tiefe: 459 m Landsorttief (siehe hierzu auch: Meerestief)
- Zweittiefste Stelle: 259 m Gotlandtief
- Durchschnittliche Tiefe: 52 m

Salinität

Der Salzgehalt (Salinität) der Ostsee schwankt zwischen über 25 PSU (2,5 %) im Skagerrak und 5-3 PSU (0,5 % - 0,3 %) im nordöstlichen Teil (Bottenwiek und Finnischer Meerbusen). Dabei ist der Abfall im Salzgehalt nicht kontinuierlich, sondern eher sprunghaft. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass das Bodenprofil der Ostsee durch die Eiszeiten bedingt in Becken unterteilt ist. Der größte Sprung in der Ostsee-Salinität findet an der Darßer Schwelle nördlich von Rostock statt, die zwischen Belt und Arkona-Becken liegt. Hier sinkt die Salinität von circa 1,7 % auf 0,8 %. Der Grund für die sprunghaften Salinitätsunterschiede liegt in der unterschiedlichen Dichte von Salz- und Süßwasser, die zu einer Schichtbildung führt. Das schwere Salzwasser sinkt auf den Grund des Meeres und sammelt sich in den eben genannten Becken. Die Schwellen zwischen diesen Becken können vom Salzwasser nicht ohne weiteres überwunden werden.

Namensgebung und -deutung

Die Ostsee, die auch Baltisches Meer bzw. Baltische See genannt wird und lat. Mare Balticum heißt, wurde nach dem gotischen Volk der Balthi im Ersten Jahrtausend als Mare Balt(h)icum bezeichnet. Balt bedeutet gotisch kühn; litauisch weiß. Ein weiterer Name der Ostsee ist "Aestenmeer" nach dem Volk der Aesten, den baltischen Prußen, die an Weichsel und Memel lebten. Die Aesten wurden von Tacitus in Germania als die am weitesten östlich am Mare Suebicum lebenden Menschen beschrieben, aber sie sollen keltisch gesprochen haben. Suebisch bezog sich auf den germanischen Sammel-Stamm der Sueben, die zusammen mit den Goten (unter anderem den Balthi) an der Ostseeküste bis ins Baltikum wohnten. Im 19. Jahrhundert benannte Ferdinand Nesselmann die Sprachen der Prußen, Litauer, Letten usw. als Baltische Sprachen.

Wasserstraßen

Im Osten ist die Ostsee über die Newa und verschiedene Wasserstraßen mit der Wolga, dem Weißen, Schwarzen, Asowschen und dem Kaspischen Meer verbunden.

Klima

Der Südteil der Ostsee befindet sich in der gemäßigten Klimazone, die bei Dänemark noch ausgesprochen maritime Züge trägt, nach Osten hin jedoch im Bereich des Kontinentalklimas liegt. Der nördliche Teil, insbesondere der Bottnische Meerbusen, ist geprägt durch das kalte Klima der borealen Nadelwälder. Ihr nördlichster Punkt liegt unweit des Polarkreises. Weil die Ostsee vom klimabeeinflussenden Golfstrom abgekoppelt und ihre Fläche recht klein ist, aufgrund geringer Verdunstung und reicher Süßwasserzuführung der Salzgehalt außerdem sehr niedrig liegt, kann sie nur sehr geringfügig zum klimatischen Ausgleich beitragen; sie entwickelt kein eigenes maritimes Klima. Daher vereist sie jeden Winter und verursacht dann sogar eine Verstärkung des kontinentalen Klimas. Hafenstädte wie Oulu in Finnland zählen bis zu sechs vereiste Monate pro Jahr. Eisschichten können in kalten Wintern auch an der deutschen Küste Mächtigkeiten erreichen, dass Personen darauf spazieren gehen können. Nur einige Inseln wie Bornholm profitieren von einem ungewöhnlich milden Mikroklima.

Inselwelt

Die Ostsee ist so reich an Inseln, Inselgruppen und -ketten sowie bewohnten und unbewohnten Eilanden, dass ihre Zahl nicht exakt genannt werden kann, weil die Definitionen auseinander gehen, wonach eine Insel und ein Eiland unterschieden werden. Größere Inseln in der Ostsee sind Gotland und Öland (schwedisch), Åland (finnisch), Hiiumaa und Saaremaa (estnisch), Wolin (polnisch), Usedom (dt./pol.), Rügen, Hiddensee und Fehmarn (dt.) sowie unzählige dänische Inseln, beispielsweise Seeland, Fünen, Lolland, Falster, Langeland und Bornholm.

Åland

Ein Inselstaat in der Ostsee ist das autonome Åland, das politisch zu Finnland gehört, aber überwiegend von schwedisch sprechenden Menschen finnischer Staatsangehörigkeit bewohnt wird. Die Inseln führen eine eigene Flagge und gelten im Nordischen Rat als eigene Nation.

Dänemark

Auf der dänischen Ostseeinsel Seeland befindet sich eine Weltstadt: Kopenhagen. Und im nahen Roskilde befindet sich auf der selben Insel ein Weltkulturerbe: Die Domkirche von Roskilde. Seeland ist die größte Insel des Königreichs und inzwischen durch eine Brücke und einen Tunnel mit Schweden und durch eine andere Brücke mit der zweitgrößten dänischen Insel Fünen verbunden. Ein Großteil der Dänen lebt auf Ostseeinseln, und addiert man ihre Fläche zusammen, so besitzt Dänemark das größte Inselreich dort. Die meisten Inseln liegen im beliebten Segelrevier der dänischen Südsee. Dort befinden sich größere Inseln wie Lolland, Falster, Møn, Langeland, Ærø und Alsen. Weiter östlich besitzt das Land mit Bornholm seinen östlichsten Außenposten. Zu den kleinsten bewohnten dänischen Ostseeinseln gehören die Ochseninseln in der Flensburger Förde. Sie liegen unmittelbar an der deutsch-dänischen Grenze und sind ein beliebtes Ausflugsziel. Siehe auch: Liste dänischer Inseln

Deutschland

Deutschland hat drei wichtige Ostseeinseln: Fehmarn und Rügen (dt.), Usedom (dt./pol.): Fehmarn liegt vor der Halbinsel Wagrien an der Lübecker Bucht und ist mit dem Festland über die Fehmarnsundbrücke als Teil der Vogelfluglinie verbunden, und es wird überlegt, diese Insel mit einer weiteren festen Fehmarnbeltquerung als Alternative zur Jütlandlinie zu versehen, so dass das Brücken- und Tunnelnetz auf dem Weg von Mitteleuropa nach Skandinavien komplettiert wäre. Rügen, die größte deutsche Insel, hat einige vorgelagerte Inseln. Am bekanntesten ist Hiddensee, gefolgt vom Vilm. Usedom, dessen Ostteil zu Polen gehört, besitzt wie Rügen eine reiche Gliederung in Halbinseln, außerdem existieren dort viele Seen. Siehe auch: Liste deutscher Inseln

Estland

Estlands größte Insel, und gleichzeitig die größte Ostseeinsel des Baltikums ist Saaremaa (Ösel). Zweitgrößte estnische Insel ist Hiiumaa (Dagö). Daneben gibt es noch die Insel Kinhu. Siehe auch: Liste der Inseln Estlands

Finnland

Die Zahl der finnischen Ostsee-Inseln und Eilande wird mit etwa 80.000 angegeben. Darin sind aber die vielen Tausend von Åland ebenso enthalten wie dessen Schären. Der Rest sind zumeist Schären, die nicht zu Åland gehören. Da Åland politisch aber zu Finnland gezählt wird, besitzt es, so gesehen, eine bedeutende Inselwelt in der Ostsee. Die Festung Suomenlinna liegt auf den Inseln vor Helsinki. Damit hat Finnland ein insulares Weltkulturerbe in der Ostsee.

Litauen

Litauen hat keine Inseln in der offenen Ostsee, dafür aber im Kurischen Haff: Kiaulės Nugara (dt.: "Schweinerücken") bei Klaipėda sowie Rusnė und einige andere im Memeldelta. Der litauische Teil der Kurischen Nehrung hat keine Landverbindung mit Litauen selber. Von Klaipėda muss man mit der Fähre übersetzen. Pläne für eine Brücke stehen im Konflikt zum Status der Landzunge als Nationalpark und Weltkulturerbe und wurden daher bisher verworfen. Auf dem Landweg ist die Nehrung nur von der russischen Oblast Kaliningrad aus zu erreichen.

Polen

Polen teilt sich Usedom mit Deutschland. Diese Ostseeinsel ist also geteilt und damit gleichzeitig die einzige Ostseeinsel, die zu zwei Staaten gehört. Ganz zu Polen gehört die Nachbarinsel Wollin. Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Inseln im Stettiner Haff. Siehe auch: Liste polnischer Inseln

Russland

Russland besitzt mit Kotlin vor St. Petersburg eine historisch wichtige Insel. Sie ist besser bekannt unter dem Namen Kronstadt der gleichnamigen Stadt und Festung.

Schweden

Die größte Ostseeinsel ist das schwedische Gotland. Hier wird noch heute eine eigene vom Gotischen abstammende Sprache, das Gutamål, gesprochen. Wichtig ist auch die zweitgrößte schwedische Insel Öland. In Schweden liegen tausende kleiner Schären, die teilweise bewohnt sind. Die Hauptstadt von Gotland, Wisby, ist ebenso Weltkulturerbe wie die südliche Landschaft Ölands.

Küstenformen

Die Küstenformen der Ostsee sind ein Resultat eiszeitlicher Gletscherbewegungen und nach-eiszeitlicher Geländehebung im nördlichen und -absenkung im südlichen Bereich der Ostsee, die bis heute andauern. Beeinflusst werden die Küsten außerdem durch die Lage in der Westwindzone, wodurch von Westen her beständig Sedimente angeschwemmt werden. Unterschieden werden folgende Erscheinungsformen:

Fjordküste

Auch an der Ostsee finden sich Fjorde: Sie kommen vor allem an den Küsten des Kattegats, das heißt in Dänemark und im südwestlichen Schweden vor. Im Unterschied zu den norwegischen Fjorden sind sie weniger tief eingegraben, weil die Eisdecke hier nicht so mächtig war.

Schärenküste

Die schwedisch-finnische Küste in der Zentralen, Nördlichen und Östlichen Ostsee ist fast ausschließlich eine Schärenküste; ab und zu findet man noch vereinzelte Fjorde ("Fjord-Schären-Küste"). Schären sind der Küste vorgelagerte, kleine und kleinste felsige Inseln, die durch den Abschleifeffekt der Gletscher eine charakteristische Kuppenform aufweisen. Weil die Ostsee nur geringe Gezeiten aufweist, sind sie über die letzten Jahrtausende praktisch unverändert geblieben. Das flach abfallende Gelände wurde beim Abschmelzen des Eispanzers überflutet und die Kuppen ragten fortan als Inseln heraus; durch die Geländehebung sind mit der Zeit weitere, vorgelagerte Schären entstanden.

Kliffküste

In einigen Fällen, zum Beispiel auf Gotland oder Bornholm, haben sich Kliffküsten gebildet. Diese ragen als Steilküsten schroff hervor und markieren Geländebrüche im geologischen Untergrund. Kliffkanten finden sich auch unterhalb des Meeresspiegels. Auch die Nordküste Estlands zum Finnischen Meerbusen hin ist durch solch eine Bruchlinie geprägt. Von West nach Ost rückt dieses Kliff immer näher an die aktuelle Küstenlinie heran und erreicht bei Sillamäe immerhin knapp 60 m Höhe. Eine bekannte Steilküste befindet sich auf der Insel Rügen. Die weißen Kreidefelsen des Königsstuhls auf Rügen bezeichnet man auch als totes Kliff, da sie nicht ständig von der Brandung erreicht werden.

Fördenküste

In Schleswig-Holstein, etwa von Flensburg bis Lübeck, ist der Küstenabschnitt durch Förden gekennzeichnet. Förden sind die Flensburger Förde, die Schlei, die Eckernförder Bucht und die Kieler Förde. Diese sind bei der Entstehung der Ostsee durch den Anstieg des Meeresspiegels vollgelaufene ehemalige Gletschertäler. Der Unterschied zu Fjorden besteht darin, dass die Gletscher sich nicht vom Land zur See bewegten, sondern umgekehrt der Eispanzer über der heutigen ‘‘Ostsee’’ Gletscher vorantrieb, die nach dem Abschmelzen eine Rinne übrig ließen, die sich mit Seewasser füllte. Die Schleswig-Holsteinischen Förden werden von den Landschaften Angeln, Schwansen und Dänischer Wohld getrennt. Zwischen der Kieler Förde und der ihr vorgelagerten Kieler Bucht einerseits und der Lübecker Bucht als Teil der Mecklenburger Bucht andererseits liegt die Probstei und die Halbinsel Wagrien mit der Insel Fehmarn. Der Hemmelsdorfer See bei Timmendorfer Strand ist ebenfalls eine alte Förde. Er ist wesentlich tiefer als die durch eine eiszeitliche Landbarriere abgeschnittene, davorliegende Lübecker Bucht.

Boddenküste

Die vorpommersche Küste ist durch Boddenlandschaften geprägt. Bodden sind dadurch entstanden, dass vormalige Inseln durch stetige Zuführung von Material, hauptsächlich Sand, durch schmale Brücken miteinander verbunden worden sind. Die rückwärtigen Gewässer, die Bodden, sind dadurch größtenteils von der Ostsee abgetrennt worden und mit ihr nur noch durch Rinnen verbunden.

Ausgleichsküste

Die Ausgleichsküste bestimmt die Küstenlinie Polens von Stettin bis kurz vor Danzig und die lettische Küste. Hier sind die typischen reich gegliederten glazialen Küstenformen durch die Anströmung und den Sedimenttransport von Westen her ausgeglichen worden, so dass der Verlauf fast gerade ist. Dies ist möglich geworden, weil die von der Nordsee hereinströmenden Wassermassen auf eine Küstenlinie treffen, die von Südwest nach Nordost verläuft und dadurch Transportmaterial anlagert.

Haffküste

Die Haff- oder Nehrungsküste ist im Küstenabschnitt zwischen Danzig und Klaipėda entstanden. Außerdem wird das Stettiner Haff ebenfalls hinzu gezählt. Haffs entstehen vor Flussmündungen als Brackwasserreservoire, die durch schmale Landzungen, die Nehrungen, von der übrigen Ostsee größtenteils abgetrennt wurden. Durch die ständige Zufuhr von Flusswasser schließen sich die Nehrungen nicht, sondern bleiben als langgestreckte Halbinseln bestehen, die eine Rinne zum Meer offen lassen. Die bekanntesten Haffe sind das Kurische und das Frische Haff. Eine (unvollständige) Nehrung bildet auch der Haken von Hela bei Zoppot.

Zuflüsse

Die größten Flüsse, die in die Ostsee münden, sind: Oder (Deutschland, Polen), Weichsel (Polen), Memel (Litauen), Düna (Lettland), Torneälven (Schweden) und Newa (Russland).

Häfen und Verkehr

Wichtige Häfen sind Kopenhagen, Malmö, Stockholm, Helsinki, Sankt Petersburg, Tallinn, Liepaja, Klaipėda (ehem. Memel), Kaliningrad (ehem. Königsberg), Danzig, Stettin, Rostock, Lübeck, Kiel und Flensburg. In der Mitte der südlichen Ostsee verläuft eine der wichtigsten Seeschifffahrtsrouten weltweit, die so genannte Kadetrinne. Sie ist dicht befahren und war in der Vergangenheit gelegentlich im Zusammenhang mit Havarien in den Schlagzeilen. Eine besondere Rolle für den Verkehr auf der Ostsee spielen die vielen Fährverbindungen sowie die großen Brücken, die in Skandinavien zum Teil größere Meerengen überspannen. Die meistbefahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Erde ist der Nord-Ostsee-Kanal, welcher die Ostsee mit der Nordsee verbindet, und so den Seeweg über Kattegat (Ostsee) und Skagerrak (Nordsee) abkürzt. Er führt in Schleswig-Holstein von Kiel nach Brunsbüttel zur Elbe.

Geschichte

Vorgeschichte

Die Ostsee ist erdgeschichtlich ein junges Nebenmeer des Nordatlantiks. Man schätzt, dass sie etwa vor 12000 bis 5000 Jahren durch das Abschmelzen des nordischen Inlandeises nach den Eiszeiten des Pleistozän entstanden ist, als sich das "Baltische Becken" mit Schmelzwasser füllte. Das Eis transportierte in der folgenden Zeit eine große Menge an Geröll ins Inland. Deshalb findet man an manchen Stellen Kies oder Löß, die vorher in der Ostsee zu finden waren.
- siehe auch: Ancylussee

Altertum

Die Ostsee wird vor fast 2000 Jahren in der Germania des Tacitus als Mare Suebicum erwähnt, das er als Teil des die Erde umgebenden Ozeans ansah. (siehe hierzu Namensgebung & -deutung). Schon aus damaliger Zeit sind weit verzweigte Handelswege belegt, über die der begehrte Bernstein, der an der Ostseeküste häufig gefunden wurde, in alle Teile des Römischen Reichs gelangte. Exportwaren waren weiterhin Felle und Pelze. Umgekehrt gelangten römische Erzeugnisse wie Keramikwaren, Wein und Öl nach Norden.

Hansezeit

Im Hochmittelalter spielte die Ostsee eine immense Rolle als Verkehrs- und Handelsweg in Europa. Die in Nachbarschaft der Ostsee liegenden Städte schlossen sich zum Bund der Hanse zusammen und brachten es dabei zu großem Reichtum. Wichtigste Hansestädte an der Ostsee und in deren Einzugsgebiet waren Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Stettin, Danzig, Königsberg, Memel, Riga, Reval und Nowgorod.

Neuzeit

Im Dreißigjährigen Krieg versuchte Schweden, über die Ostsee hinweg Großmachtpläne zu verwirklichen. Infolgedessen gehörten auch lange später noch viele südlich der Ostsee gelegene Landstriche (Vorpommern, Wismar) zu Schweden. In den Nordischen Kriegen gelang es Russland, von Osten her Anschluss an die Ostsee zu bekommen. Zar Peter der Große ließ im Mündungsdelta der Newa die neue Reichshauptstadt Sankt Petersburg erbauen, die für das Land ein "Fenster nach Europa" darstellte. Im 20. Jahrhundert war die Ostsee während der Weltkriege Schauplatz zahlreicher bewegender Vorfälle. Die Ostseehäfen waren gegen Ende des Ersten Weltkrieges Orte, in denen Geschichte geschrieben wurde: Die Sankt Petersburg vorgelagerte Festungsinsel Kronstadt war der Schauplatz eines Matrosenaufstandes gegen die russische Revolutionsregierung. Die Revolte wurde unter Einsatz von Kriegsschiffen blutig beendet. In den allerletzten Kriegstagen meuterten die deutschen Marineeinheiten in den Häfen von Kiel und Flensburg gegen einen sinnlosen Befehl der Obersten Heeresleitung, die Flotte zu einer militärisch nicht mehr entscheidenden Schlacht ausrücken zu lassen. Der Matrosenaufstand von 1918 weitete sich zu einer Revolution in ganz Deutschland aus und führte zum Sturz der Monarchie. Im Zweiten Weltkrieg wurden in der Ostsee einige Kämpfe zwischen deutschen und sowjetischen Flotten- und U-Boot-Verbänden ausgefochten. Zu Kriegsende war fast die gesamte schiffbare Fläche vermint, so dass die Personenschifffahrt eingestellt wurde. 1945 wurde gleichwohl versucht, die in Kurland, Ostpreußen und Hinterpommern eingeschlossenen deutschen Truppen, aber auch die flüchtende Zivilbevölkerung, über die Ostsee zu evakuieren. Besonders tragisch war die Versenkung des ehemaligen KdF-Schiffes Wilhelm Gustloff, das fast ausschließlich Zivilisten an Bord hatte. Das Schiff sank nach mehreren Treffern sowjetischer Geschosse und riss schätzungsweise 7000 Menschen in den Tod, die entweder ertranken oder im eiskalten Wasser bald erfroren. Es war - gemessen an Menschenleben - eine der größten Schiffskatastrophen aller Zeiten. Auch der Kalte Krieg forderte Opfer in der Ostsee: Rund 5.000 DDR-Bürger versuchten, über die Ostsee in den Westen zu flüchten. Nur etwa 600 Flüchtende erreichten ihr Ziel, einige sogar auf Surfbrettern. Die meisten scheiterten und endeten oft genug tödlich. Der Leuchtturm in Dahmeshöved (Ostseeheilbad Dahme) diente vielen Flüchtlingen an der mecklenburgischen Küste als realistisches Ziel einer erfolgreichen Flucht.

Wirtschaft & Tourismus

Der Ostseeraum, die Küsten und Inseln der Ostsee, ist vielfach vom Tourismus geprägt, der neben der Werftindustrie und dem Handel der wichtigste Wirtschaftssektor ist: Ein wichtiger Bereich des Fremdenverkehrs ist der Badeurlaub in Seebädern. Er ist von einer für den Ostseebereich typisch-starken Saisonalität gekennzeichnet, welche die Monate Juli und August als Schwerpunkt haben. Andere Angebotsformen, wie Wellness, Fahrrad- oder Kulturtourismus entwickeln sich langsam.

Literatur


- Hansjörg Küster (2002): Die Ostsee, Eine Natur- und Kulturgeschichte, ISBN 3406493629
- Christoph Neidhart (2003): Ostsee. Das Meer in unserer Mitte, ISBN 3492242278 (Taschenbuchausgabe 2005)
- Gerhard Rheinheimer (1996): Meereskunde der Ostsee, ISBN 3540593519
- Liedl, Florian et al. (1992): Die Ostsee, ISBN 3923478593
- Seehandbuch Ostsee des Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Rostock

Siehe auch


- Balten
- Baltic Sail
- Dziwna
- Königslinie
- Peenestrom
- Swina

Weblinks


- [http://www.ostsee.de ostsee.de Infocenter] Urlaubsportal deutsche Ostseeküste
- [http://www.ostseecam.com/ Webcams an der Ostsee]
- [http://www.ginkgo-web.de/facharbt/ostsee/kueste.htm Zur Küstenmorphologie der Ostsee]
- [http://www.io-warnemuende.de/ Institut für Ostseeforschung Warnemünde] Kategorie:Meer ! ja:バルト海 ko:발트 해 simple:Baltic Sea th:ทะเลบอลติก

Norddeutschland

Der Begriff Norddeutschland beschreibt einen Teil Deutschlands, der unterschiedlich definiert werden kann.

Einen Sprach- und Kulturraum mit Identität

Der Begriff Norddeutschland beschreibt ein nicht exakt definiertes Gebiet innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, das sich v.a. auf die Regionen nördlich der Benrather Linie bezieht, in denen historisch Niederdeutsch gesprochen wird. Das Hochdeutsche setzte sich aufgrund der hochdeutschen Schulsprache und des Zuzugs nur Hochdeutsch sprechender Menschen in den meisten Gebieten Norddeutschlands erst nach dem Zweiten Weltkrieg als mehrheitlich gesprochene Umgangssprache durch. Den süddeutschen Bundesländern gegenüber besteht in Norddeutschland - begründet in der gemeinsamen ursprünglichen Sprache, Geschichte (Hanse) und Mentalität - ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl, kulturell besteht ein engerer Zusammenhang mit den anderen Anliegern der Nord- und Ostsee wie beispielsweise den Niederlanden, Großbritannien, Dänemark, Skandinavien und dem Baltikum (Nordeuropa).

Das geografische Gebiet der Norddeutschen Tiefebene

Der Begriff Norddeutschland beschreibt die Norddeutsche Tiefebene. Dies sind die Geest- und Marschgebiete entlang der Küsten von Nord- und Ostsee, die Grundmoränen, Endmoränen, Sander und Urstromtäler, Bruche und Luche, die ihre jetzige Ausformung durch die Weichsel-Eiszeit erhielten. Dies steht landschaftlich im Gegensatz zu den Mittelgebirgen Deutschlands, die allerdings wie der Harz und der Teutoburger Wald bezeugen, auch noch üblicherweise zu Norddeutschland gerechnet werden.

Norddeutsche Bundesländer

Die norddeutschen Bundesländer sind im allgemeinen Sprachgebrauch: :Niedersachsen :Schleswig-Holstein :Mecklenburg-Vorpommern :Hamburg :Bremen :siehe auch: Nordstaat

Norddeutsche Randgebiete

Auch werden gelegentlich noch die Altmark in Sachsen-Anhalt, das nördliche Brandenburg mit der Prignitz und der Uckermark sowie Westfalen nördlich der Porta Westfalica hinzugerechnet; das übrige Westfalen wird meistens als nördliches Westdeutschland beschrieben.

Nachwirkungen des Nord-Süd-Konfliks im Zuge der Reichseinigung 1871

Der Begriff Norddeutschland beschreibt die Teile des heutigen Deutschlands, die früher (im Deutschen Reich) zu Preußen gehörten sowie die davon umfassten Enklaven. Diese Sichtweise ist v.a. in weiten Teilen der süddeutschen Bevölkerung verbreitet. Daher rührt die weit verbreitete süddeutsche, österreichische und schweizer Sichtweise, die manchmal bereits alle nördlich der Mainlinie gelegenen Teile Deutschlands zu "Norddeutschland" zählt und deren Einwohner oft umgangssprachlich-scherzhaft als "Preußen" bezeichnet (siehe auch Norddeutscher Bund). In Schleswig-Holstein wird gelegentlich die Südgrenze Norddeutschlands bereits an der Elbe bei Hamburg gezogen.

Sichtweisen nach dem 2. Weltkrieg vor dem Hintergrund der Teilung Deutschlands

Häufig ist im Zusammenhang mit der deutschen Nachkriegsgeschichte auch eine Unterteilung in Nordwestdeutschland (einschließlich Westfalens) und Nordostdeutschland.

Siehe auch:

Süddeutschland, Westdeutschland, Mitteldeutschland, Ostdeutschland, Norddeutsche Tiefebene, Norddeutscher Staat Kategorie: Region in Deutschland

Wesergebirge

Das Wesergebirge ist ein Mittelgebirge in Norddeutschland.

Geografie

Es ist Teil des Weserberglandes und beginnt im Westen an der Porta Westfalica. Das Wesergebirge durchläuft das Schaumburger Land und endet nördlich von Hessisch Oldendorf.

Städte und Ortschaften

Hessisch Oldendorf Zentrum des Wesergebirges sind die Städte Porta Westfalica und Rinteln. Weitere Ortschaften im Bereich des Gebirges sind Rehren, Obernkirchen und Hessisch Oldendorf.

Sehenswürdigkeiten

Im Ortsteil Kleinenbremen der Stadt Porta Westfalica befindet sich ein Besucherbergwerk.

Naturschutz

Teile des Wesergebirges stehen unter Naturschutz. Die bewaldeten Bergzüge mit selten Pflanzengesellschaften sind Landschaftsschutzgebiete. Es ist eines der bedeutendsten Kalkfels- und Buchenwaldgebiete Niedersachsens und gehört zum Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln.

Aktionsgemeinschaft Weserbergland

Eine unabhängig und überparteilich organisierte Interessengemeinschaft, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Wesergebirge und den Süntel vor einer vollständigen Zerstörung durch Gesteinsabbau zu bewahren. Information über die Region und die Problematik erfahren Sie auf der [http://www.Weserberge.de Homepage der Aktionsgemeinschaft] . Kategorie:Deutsches Mittelgebirge

Teutoburger Wald

] Der Teutoburger Wald, manchmal auch einfach kurz "der Teuto", der heute nur noch selten bei seinem alten Namen Osning genannt wird, ist ein Mittelgebirgeszug in Niedersachsen und Westfalen in Deutschland. Bekannt ist der Teutoburger Wald insbesondere durch die legendäre Schlacht am Teutoburger Wald (auch wenn sie wohl nicht dort, sondern wahrscheinlich im Wiehengebirge stattgefunden hat), gleichfalls aber auch als Standort der Externsteine und des Hermannsdenkmals, die beide zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland in die Region locken. Eine weitere nennenswerte Natur-Attraktion ist die bizarre Felsformation der Dörenther Klippen mit dem "Hockenden Weib".

Geographie, Geologie und Geomorphologie

Geomorphologie Der Teutoburger Wald erstreckt sich vom Eggegebirge bei Horn-Bad Meinberg über das Bielefelder Stadtgebiet und südlich an Osnabrück vorbei bis Ibbenbüren. Die höchste Erhebung des nordwestlichen Teutoburger Waldes ist der Dörenberg. Der Teutoburger Wald ragt als Faltengebirge zusammen mit dem Wiehengebirge weit in die Norddeutsche Tiefebene hinein. Der mittlere Teutoburger Wald ist ein Bestandteil der Weser-Ems-Wasserscheide, sein äußerster Süden ist ein Teil der großen Rhein-Weser-Wasserscheide. Der erste Hauptkamm des Teutoburger Waldes wird vom so genannten Osning-Sandstein aus der Unterkreide gebildet.

Name

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde im Zuge des beginnenden deutschen Nationalismus und der "Hermann-Verehrung" der Osning in Teutoburger Wald umbenannt. Teutoburg bedeutet dabei etwa "Volksburg" (vgl. Teutonen); als vom Germanischen ins Lateinische übernommenes Lehnwort kann aber die Bedeutung verändert worden sein. Die Varusschlacht - auch als legendäre "Schlacht am Teutoburger Wald" (saltus Teutoburgiensis) bekannt - fand allerdings neuen Erkenntnissen zur Folge nicht im heute so bezeichneten Gebiet statt, sondern höchstwahrscheinlich im etwas weiter nördlich gelegenen Wiehengebirge bei Kalkriese.

Naturpark-Status

Große Teile des Teutoburger Walds gehören zu - zwei - verschiedenen Naturparks:
- Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge im nordwestlichen Teutoburger Wald und Wiehengebirge: INFO: Teils trägt dieser Park auch noch die zusätzliche Bezeichnung Osnabrücker Land und / oder er läuft namentlich unter Terra Vita.
- Naturpark Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald zwischen Bielefeld und Diemeltal

Besiedelungsgeschichte

Das schmale Kammgebirge des Teutoburger Waldes war (wie auch des Wiehengebirges und des Wesergebirges) im Wesentlichen wohl nicht besiedelt. In diesen Gebirgen wurden aber Burgen angelegt, wobei besonders gern in die Ebene vorspringende Bergkuppen ausgenutzt wurden. Aber auch wenn die Burgen auf den Kammhöhen lagen, waren sie nur wenige Kilometer vom besiedelten Flachland entfernt, hatten gute Verbindung dorthin und konnten leicht erreicht werden. Von den Burgen der "Rhein-Weser-Germanen" (vgl. Cherusker) wurden um Christus Geburt nach G. MILDENBERGER die Grotenburg (am Hermannsdenkmal) sicher, die Burgen Babilonie, Amelungsburg und Hünenburg (bei Hedemünden) wahrscheinlich und die Burgen Tönsberg, Büraburg, Amöneburg, Dünsberg und Hohensyburg möglicherweise benutzt.

Berge

Hohensyburg Welcher ist der höchste Berg? Problem bei der Festlegung des höchsten Berges im Teutoburger Wald ist die Tatsache, dass dieser langgestreckte Gebirgszug direkt in das Eggegebirge übergeht, so dass auf den ersten Blick nicht eindeutig festlegbar ist, welcher Berg nun der höchste ist bzw. welcher Berg zu welchem Gebirge gehört. Diesbezüglich werden teils auch noch Lippischer Velmerstot und Preußischer Velmerstot erwähnt, die aber geologisch gesehen zum Eggegebirge gehören. Die deutlichste, obgleich künstlich geschaffene Trennlinie zwischen diesen beiden Mittelgebirgen ist die B1, die sich hier von Schlangen in Richtung Horn-Bad Meinberg zieht.
- Barnacken (446 m)
- Langenberg (418 m)
- Stemberg (402 m)
- Bielstein (393 m)
- Teutberg (386 m) - mit Grotenburg und Hermannsdenkmal
- Hermannsberg (364 m) - teils auch Großer Hermannsberg genannt
- Großer Ehberg (340 m)
- Tönsberg (333 m)
- Dörenberg (331,2 m) - mit Aussichtsturm
- Auf dem Polle (320 m)
- Hengeberg (316 m)
- Grafensundern (314 m)
- Große Egge (312 m)
- Ebberg (309 m) - mit Aussichtsturm
- Ebberg / Eiserner Anton (309 m) - mit Aussichtsturm
- Hankenüll (307 m)
- Bußberg (306 m)
- Hollandskopf (306 m)
- Hünenburg/Hünenberg (302 m)
- Johannisberg (291 m) - mit Luisenturm
- Großer Freeden (269 m)
- Wedeberg (258 m)
- Timmer Egge (254 m)
- Hülsberg (254 m)
- Steinegge (266 m) - mit Aussichtsturm
- Hohnangel (262 m)
- Hüggel (226 m)
- Dörenther Klippen (159 m)

Tourismus

Fast alle bewaldeten Berge des Osnings laden mit einem ausgedehnten Wegenetz zum Wandern ein. Zumeist über den Kamm des Teutoburger Waldes führt der Hermannsweg, einer der schönsten deutschen Fernwanderwege.

Literatur


- Fritz Mielert: Urväterland. (Teutoburger Wald) L. Holzwarth-Verlag. Bad Rothenfelde. 1927

Weblinks


- [http://www.teutoburgerwald.de www.teutoburgerwald.de]
- [http://www.biostation-gt-bi.de/artenschutz/html/b-teutoburger-wald.html www.biostation-gt-bi.de/artenschutz/html/b-teutoburger-wald.html] Großlandschaft Teutoburger Wald
- [http://www.naturpark-terravita.de/ Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald, Wiehengebirge, Osnabrücker Land] (Terra Vita)
- [http://www.naturpark-suedlicher-teutoburger-wald.de Naturpark Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald]
- [http://www.geo-iburg.de.vu www.geo-iburg.de.vu] - Geologie um Bad Iburg mit Informationen zum Teutoburger Wald
- [http://www.landmaschinenmuseum.riesenbeck.de Landmaschinenmuseum Riesenbeck] Kategorie:Deutsches Mittelgebirge Kategorie:Geographie (Nordrhein-Westfalen) Kategorie:Historische Landschaft Kategorie:Waldgebiet

Westfälische Bucht

Die Westfälische Bucht, auch Münsterländer oder Westfälische Tieflands- oder Flachlandsbucht, ist eine flache Landschaft, die sich im Wesentlichen in Westfalen befindet. Sie ist ein Teil der Norddeutschen Tiefebene.

Geografie

Die Westfälische Bucht grenzt nach Nordosten an den Teutoburger Wald, im Osten an das Eggegebirge. Im Süden grenzt das Gebiet vor allem an das Rechtsrheinische Schiefergebirge. Diese Südgrenze wird - von Westen her gesehen - gebildet von der Linie entlang der Ruhr, dem Ardeygebirge, dem Haarstrang südlich der Hellwegbörden und dann weiter entlang der Möhne bis hin zur Hochebene des ostwestfälischen Sindfeld. Im Westen geht die Westfälische Bucht in die flache Landschaft des Niederrheinischen Tieflandes und der Niederlande über. Damit lässt sich der Naturraum etwa auch wie folgt fassen: von einer Linie Bielefeld und Paderborn im Osten aus weitet sich die Westfälische Bucht - nach Westen gesehen - über Münster, Hamm und Dortmund bis hin zu einer ungefähren Linie von Essen bis Rheine.

Begriffsdeutung

Der gelegentlich synonym für die Westfälische Bucht verwendete Begriff Münsterländische Bucht charakterisiert, dass ein Großteil der tiefgelegenen Ebenenfläche vom Münsterland eingenommen wird, ist also als "Pars pro toto" zu verstehen. Die Verwendung der Bezeichnung "Bucht" verweist auf die geologische Entstehung dieser halb von Mittelgebirgszügen umschlossenen Landschaft, sie bildete einmal eine Meeresbucht des Kreidemeeres, deren Form heute noch in der Topografie abzulesen ist.

Bewohner

Die Mehrheit der Einwohner der Westfälischen Bucht lebt in der südlichen Randzone, im Bereich des historischen Hellwegs, insbesondere im östlichen Ruhrgebiet.

Paläontologie

An verschiedenen Stellen in der Westfälischen Bucht hat man in den kreidezeitlichen Schichten des Untergrundes Riesenammoniten gefunden, etwa beim U-Bahnbau in Dortmund. Diese Kopffüßer, mit einem Schalendurchmesser von mehr als zwei Metern, sind die größten Evertebraten, die weltweit bislang gefunden wurden.

Weblinks


- [http://www.coesfeld.de/kultgesch/landschf.htm Kulturlandschaft Westfälische Bucht] - mit Übersichtskarte
- [http://www.loebf.nrw.de/static/infosysteme/rlpflges/a_gl0003.htm LÖBF-Infoseite] - Naturlandschaftskarte ---- Siehe auch: Liste der Landschaften in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Region in Nordrhein-Westfalen

Harz (Mittelgebirge)

Der Harz, bis ins Mittelalter Hart (= Bergwald) genannt, ist das nördlichste Mittelgebirge in Deutschland und das höchste Gebirge Norddeutschlands. Anteil am Harz haben die Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Geografie und Geologie

Thüringen Das Gebirge ist 110 km lang und 30-40 km breit, bedeckt eine Fläche von 2226 km² und reicht von der Linie Salzgitter-Göttingen bis zur Lutherstadt Eisleben. Es gliedert sich in den niedrigeren Unterharz im Südosten mit Höhen bis zu 400 m - dessen Hochflächen auch agrarisch nutzbar sind - und die höheren Gipfel des großteils bewaldeten Oberharzes im Nordwesten, der Höhen bis zu 800 m erreicht. Ober- und Unterharz sind durch eine Linie, die sich von Wernigerode nach Bad Lauterberg zieht, voneinander getrennt. Nur einzelne Gebirgsgruppen erheben sich bis 1000 m und mehr, so der Brocken, die Bruchberg-Acker-Zone und der Wurmberg. Felsgesteine älterer Erdperioden setzen mit vielerlei Erzen und Mineralien das Gebirge zusammen.

Brocken, Nationalpark und ehemalige deutsch-deutsche Grenze

Brocken Der höchste Berg ist der Brocken (1141,1 m) - der als der berühmteste "Hexentreffpunkt" im alten und mittelalterlichen Europa gilt und den Goethe in seinem Faust beschreibt. Weitere hohe Berge sind der Wurmberg bei Braunlage (971 m) und die Achtermannshöhe bei Braunlage (926 m). Das gesamte Gebirge wird von mehreren tiefen Tälern durchschnitten. Der Harz ist ein Schollengebirge, das nach Westen und Nordosten verhältnismäßig steil abfällt und sich nach Süden allmählich abflacht. Im Harz befinden sich der Nationalpark Harz sowie der Nationalpark Hochharz. Rund um das Gebirge liegt das ausgedehnte Harzvorland. Durch das westliche Drittel verlief bis 1990 die "deutsch-deutsche Grenze" zwischen Ost und West. Das Brockenplateau und weitere grenznahe Harz-Gipfel waren ein großes militärisches Sperrgebiet, in das erstmals am 3. Dezember 1989 demonstrierende Wanderer kamen. Der Tourismus zum Brocken ist seitdem sehr intensiv geworden, andere Höhen und Naturschönheiten sind aber noch fast vergessen: Urwälder und lichte Buchenwälder, Badeseen und Tropfsteinhöhlen, Bergbäche und Klippen, liebliche Wiesentäler, Goethe-Spuren und Trekkingtouren. Doch auch dürre Wälder und Säuresteppen aus der DDR-Zeit sind vorzufinden.

Gebirgsbildung und Bergbau

DDR Der Harz ist geologisch das vielfältigste der deutschen Mittelgebirge, wobei basenarme Gesteine bei weitem überwiegen. Seine Landschaften sind durch steile Bergketten, Blockhalden, Hochebenen mit vielen Hochmooren und langgestreckte, schmale Täler charakterisiert, von denen das Bodetal von Thale nach Ilsenburg eines der bekanntesten ist. Die Auffaltung erfolgte hauptsächlich während einer markanten Phase des Paläozoikums, nämlich im Rahmen der variszischen Gebirgsbildung vor 350 bis 250 Millionen Jahren. In dieser Zeit der Erdgeschichte entstanden in Westeuropa zahlreiche Hochgebirge, unter anderem Fichtel- und Rheinisches Schiefergebirge. Sie wurden jedoch durch ihre Hochlage (bis zu 4 km) stark erodiert und später von mesozoischen Gesteinen überdeckt, so dass sie meist nur als "variszische Inseln" zwischen diesen hervorragen. Dem Bergbau und Hüttenwesen verdanken seit dem 16. Jahrhundert die sieben Oberharzer Bergstädte und rund 30 weitere Ortschaften im Harzinnern, und weitere zahlreiche Randorte am Gebirgsfuß ihre Blüte, allen voran die ehemalige Reichsstadt Goslar, deren Glanz von den Erzschätzen des Rammelsberges abhing. Der Bergbau bestimmte maßgeblich das Harzer Wirtschaftsleben und sein Landschaftsbild. Die Bergleute schufen auch das berühmte technische System der Oberharzer Wasserwirtschaft, von dem noch 160 km Wassergräben und 68 Stauteiche (mit 1 Mio. Kubikmeter Inhalt) genutzt werden, und ohne deren Energieleistung die Erzförderung schon im 18. Jahrhundert hätte eingestellt werden müssen. Im östlichen Harzvorland (Mansfelder Land und Sangerhäuser Mulde) wurde bis ca. 1990 Kupferschieferbergbau betrieben, dessen Anfänge urkundlich um 1199 erwähnt werden. Weiterhin befinden sich in Sondershausen und Teutschental Kalischächte, in der Nähe von Röblingen werden durch einen Montan - Betrieb geologische Wachse abgebaut.

Geo-Weblinks


- [http://www.innovations-report.de/html/berichte/geowissenschaften/bericht-9223.html Der Harz "wuchs" um mehr als 4km! Geologische Profile usw.]
- [http://www.nationalpark-harz.de/ Nationalpark - Lebensraum und Geologie] Das letzte Bergwerk im Oberharz - das Erzbergwerk Grund in Bad Grund - stellte 1992 die Förderung wegen der geringen Blei- Zinkgehalte der Ganglagerstätte ein. Mit der Stillegung dieser Anlage fand der im 15. Jahrhundert im Oberharz einsetzende und fast ununterbrochen betriebene Bergbau auf Silber bzw. Blei und Zink sein Ende.

Wintersport

Auch wenn der Wintersport im Harz nicht die Bedeutung anderer Mittelgebirge, wie Thüringer Wald, Erzgebirge, Schwarzwald, Hochsauerland und die Alpen erreicht, gibt es genügend Wintersportmöglichkeiten. Zu nennen sind hier vor allem die Orte Benneckenstein, Braunlage (mit Ortsteil Hohegeiß), Goslar-Hahnenklee, Hasselfelde, Sankt Andreasberg und Schierke. Wobei wegen der Höhenlage und der Länge der Strecken mehr der nordische Skisport vorherrscht. Internationale Wintersport-Wettbewerbe finden auf der Wurmbergschanze bei Braunlage und der Biathlonanlage bei Sankt Andreasberg statt. Erwähnenswert sind die zahlreichen Loipen im Harz. Diese liegen in reizvoller Umgebung. Ihre Qualität und Ausstattung werden vom Förderverein Loipenverbund Harz e.V. gewährleistet. Der Verein wurde 1996 auf Initiative des Nationalpark Harz von den Harzer Wintersportgemeinden, den Seilbahn- und Liftbetrieben, den Nationalparken sowie Hotels und Verkehrsunternehmen gegründet. Er verfolgt das Ziel, den Skitourismus im Harz zu fördern und die Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen. Eine Übersicht der [http://www.harz-paradies.de/HarzWinter/HarzLanglaufSki.htm Loipen im Harz] finden sie hier.

Sport im Sommer

Im Sommer wird im Harz vor allem gewandert, in den letzten Jahren erfreut sich auch Nordic Walking steigender Beliebtheit. Auf mehreren Talsperren im Harz wird vielfältiger Wassersport betrieben. Auch Kanufahren und verwandte Sportarten im Wildwasser sind möglich. Die Berge bieten ebenso eine gute Basis für die Fliegerei (Segel-, Drachenfliegen u.ä., namentlich vom Rammelsberg Goslar aus).

Wirtschaft heute

Der in vergangenen Jahrhunderten im Harz blühende Bergbau - u.a. nach Silber, Eisen, Kupfer, Blei und Arsen - ist stark zurück gegangen. Bedeutend ist aber weiterhin die Kupfergewinnung im Gebiet von Mansfeld. Bedeutende Förderpunkte waren zuletzt auch noch der Rammelsberg bei Goslar, in der Grube Hilfe Gottes bei Bad Grund sowie Bad Lauterberg, bei der bis Ende der 1980er Jahren noch der Schwerspat für den Strahlenschutz gewonnen wurde. Für den Fremdenverkehr sind mehrere Höhenorte wie Sankt Andreasberg und Braunlage südlich des Brocken bedeutsam sowie Goslar, Wernigerode, Schierke und Kurorte wie Alexisbad, Bad Gandersheim, Bad Grund und weitere nachfolgend genannte Orte. Auf Grund der Wälder des Harzes spielt natürlich die Forstwirtschaft eine bedeutende wirtschaftliche Rolle, sowie die dazugehörende verarbeitende Industrie. Für die Papierindustrie (Bad Gandersheim und Herzberg) reichen allerdings die Rohstoffvorkommen nicht.

Berge

Forstwirtschaft Forstwirtschaft

Flüsse

Orte

Orte im und am Harz

Forstwirtschaft

Städte im Harzvorland

Ausflugsziele von A bis Z (Auswahl)

Forstwirtschaft] Forstwirtschaft Forstwirtschaft]
- Acker-Höhenwanderweg mit Hanskühnenburg
- Bismarcktürme in Bad Lauterberg, Halberstadt und Osterwieck
- Bodetal
- Brocken mit Brockenmuseum und Brockengarten (botanische Anlage) auf dem Gipfel
- Burg Falkenstein (Harz)
- Burg Hohnstein (Harz)
- Einhornhöhle
- Gräfingründer Teich
- Aussichtsturm auf dem Großen Knollen
- Grube Samson, lange Zeit das tiefste Bergwerk der Welt
- Harzer Modellbahnzentrum Lautenthal
- Harzer-Hexen-Stieg
- Harzer Schmalspurbahnen
- Heimkehle
- Hexentanzplatz
- Ilsestein
- Iberger Tropfsteinhöhle
- Kloster Michaelstein
- Kloster Walkenried
- Kyffhäuser
- Okertalsperre
- Ottofelsen
- Plessenburg
- Rammelsberg
- Rappbode-Talsperre
- Rosstrappe
- Schaubergwerk "Büchenberg"
- Schaubergwerk "Drei Kronen & Ehrt"
- Schaubergwerk der Kupferhütte Mansfeld
- Schaubergwerk "Lange Wand" in Ilfeld
- Schaubergwerk "Rabensteiner Stollen" in Netzkater
- Steinerne Renne
- Talsperre Neustadt
- Teufelsmauer
- Tropfsteinhöhle Baumannshöhle
- Tropfsteinhöhle Hermannshöhle
- Zeterklippen

Schlösser und Burgen

Zeterklippen Zeterklippen
- Burgruine Anhalt
- Burg Falkenstein
- Kaiserpfalz Goslar
- Burgruine Harzburg in Bad Harzburg
- Burgruine Hohnstein bei Neustadt/Harz
- Schloss Herzberg
- Burg Lauenburg bei Stecklenberg
- Schloss und Stiftskirche Quedlinburg
- Felsenfestung Regenstein bei Blankenburg
- Burg Stecklenburg
- Schloss in ^Stolberg
- Schloss Wernigerode
- Burg Westerburg
- Burg Zilly
- Burgruine Scharzfels bei Herzberg am Harz

Bekannte Maler

Unter den vielen Malern, die den Harz abgebildet haben, waren Caspar David Friedrich, Ernst Helbig, Hermann Hendrich, Edmund Kolbe, Klaus Kuhn, Wilhelm Pramme und Adolf Rettelbusch.

Dichterische Darstellungen


- Johann Wolfgang von Goethe, Harzreise im Winter
- Johann Wolfgang von Goethe, "Faust, der Tragödie erster Teil"
- Heinrich Heine, Harzreise

Weblinks (Auswahl)


- [http://www.harzregion.de/ Homepage des Regionalverbands Harz e.V.]
- [http://www.harzinfo.de/ Homepage des Harzer Verkehrsverbands e.V.]
- [http://www.harzklub.de/ Homepage des Harzklub e.V.]
- [http://www.nationalpark-harz.de/ Homepage des Nationalpark Harz]
- [http://www.nationalpark-hochharz.de/ Homepage des früheren Nationalparks Hochharz] Kategorie:Deutsches Mittelgebirge Kategorie:Geographie (Sachsen-Anhalt) Kategorie:Geographie (Niedersachsen) Kategorie:Geographie (Thüringen) Kategorie:Naturpark (Sachsen-Anhalt) Kategorie:Naturpark (Niedersachsen) Kategorie:Naturpark (Thüringen)

Kyffhäuser

Der Kyffhäuser ist ein waldreicher Bergrücken südöstlich des Unterharzes und der Goldenen Aue an der Grenze Thüringens zu Sachsen-Anhalt. Er ist etwa 19 km lang und 7 km breit. Die höchste Erhebung ist mit 477 m ü. NN der Kulpenberg. Auf ihm sind ein Richtfunkturm und Fernsehfüllsender mit 94 m Höhe installiert. Dieser Richtfunkturm besitzt ein Turmrestaurant, welches zur Zeit geschlossen ist (Gaststätte am Fuß ist aber geöffnet). Auf dem Kyffhäuserburgberg in 457 m ü. NN wurde zwischen 1890 und 1896 oberhalb der 972 erstmalig erwähnten Pfalz Tilleda das auch Barbarossadenkmal genannte Kyffhäuserdenkmal auf den Ruinen der Reichsburg Kyffhausen gebaut. Das 81 m hohe Denkmal wurde von Bruno Schmitz entworfen, der später auch das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig gebaut hat. Neben dem Denkmal sind auch noch Reste der Reichsburg Kyffhausen mit einem 176 m tiefen Burgbrunnen zu sehen. Der Begriff „Kyffhäuser“ wird oft als Synonym für das Kyffhäuserdenkmal benutzt. Sportlich ist das Kyffhäuserdenkmal auch bekannt. Immer mehr Läufer zieht es ans Denkmal zum Turmtreppenlauf über die 366 Stufen im Mai jeden Jahres. Weiterhin sehenswert ist die Barbarossahöhle bei Rottleben. Hier soll der Sage nach Kaiser Friedrich I. Barbarossa (in der ursprünglichen Form der Sage eigentlich Kaiser Friedrich II.) in einem unterirdischen Schloss solange schlafen, bis Deutschland geeint ist (ein Brettspiel namens Barbarossa und die Rätselmeister erinnert an diese Höhle und diese Sage). Ferner befindet sich auf einem steilen Bergvorsprung am Nordrand des Kyffhäusergebirges die Burgruine Rothenburg mit einem 1906 errichteten Bismarckturm. Auffällig sind am Nord- und Westrand des Kyffhäusers die unbewaldeten Hänge. Sie resultieren durch einen Mangel an Grundwasser des sehr gipshaltigen und stark verkarsteten Untergrundes. Am Südrand des Kyffhäuser nahe Bad Frankenhausen erinnert das in einem Rundbau untergebrachte Monumentalgemälde Frühbürgerliche Revolution in Deutschland (auch Bauernkriegspanorama genannt) an die auf dem Schlachtberg am 15. Mai 1525 stattgefundene Entscheidungsschlacht im Deutschen Bauernkrieg. Das Bild wurde von 1983 bis 1987 vom Leipziger Künstler Werner Tübke zusammen mit zahlreichen Helfern gemalt. Mit seinen 123 m Breite und 14 m Höhe ist es das größte Ölgemälde der Welt. Eine Attraktion im Kyffhäuser ist das jährlich ausgetragene Tourenwagen-Bergrennen, bei dem eine 3,8 km lange Strecke am Nordhang zwischen Kelbra und dem Kulpenberg vom Forsthaus zum Jungfern-Brunnen befahren wird. Aber auch die „normalen“ Läufer kommen im April jeden Jahres zum Kyffhäuserberglauf, mit Längen bis zum Marathon. Weiterhin ist der Kyffhäuser ein Mekka für Motorradfahrer. Während der Saison kommen bei schönem Wetter viele Biker extra zum Berg, um dort eine einzigartige Kombination von 36 Kurven bis zum Gipfel abzufahren. Leider kommt es dabei oft zu zum Teil schweren Unfällen zwischen „Hobbyrennfahrern“ und normalen Verkehrsteilnehmern. Der Kyffhäuser ist ein bekanntes Wandergebiet. Deutschlandweit bekannt ist der Barbarossaweg, der in Korbach (Hessen) beginnt und über Sondershausen bis zum Kyffhäuserdenkmal führt. Aber auch der Hauptwanderweg Eisenach - Wernigerode führt über den Kyffhäuser. Zudem wurden viele öffentliche Einrichtungen der Gegend nach dem Kyffhäuser benannt. Anzuführen wären hierbei das Kyffhäusergymnasium Bad Frankenhausen sowie die Kyffhäusertherme.

Literatur


- Frotscher, S. u. a.: Der Kyffhäuser - Natur, Geschichte, Architektur, Denkmale Europas, Artern 1996, ISBN 3-00-000509-9

Weblinks


- [http://www.kyffnet.de/index.html Informationen zur Kyffhäuserregion bei kyffnet.de]
- [http://www.kyffhaeuser-tourismus.de Tourismusverband Kyffhäuser] Kategorie:Deutsches Mittelgebirge Kategorie:Geographie (Thüringen) Kategorie:Geographie (Sachsen-Anhalt)

Ems

Die Ems (lat. Amisia) ist ein Fluss bzw. Strom im Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland, in Westfalen und Niedersachsen. Niedersachsen

Flussverlauf

Der Fluss ist 371 km lang, 238 km davon sind schiffbar. In ihrem Unterlauf erreicht sie eine mittlere Abflussmenge von 80 m3/Sekunde. Die Ems entspringt in der ostwestfälischen Senne am Südwesthang des Teutoburger Waldes, etwa 15 km nördlich von Paderborn fast genau an der Grenze zwischen Hövelhof und Schloß Holte-Stukenbrock und mündet bei Emden am Dollart in die Nordsee. Das Ems-Ästuar bildet den Unterlauf der Ems, der dem Gezeiteneinfluss der Nordsee sowie dem Oberwassereinfluss unterliegt. Das Gebiet des Ems-Ästuars lässt sich in folgende Teilgebiete gliedern:
- Äußere Emsmündung
- Osterems
- Außenems
- Emder Fahrwasser
- Dollart
- Unterems
- Dortmund-Ems-Kanal
- Leda-Jümme-Gebiet Jümme Der Ems-Jade-Kanal verbindet den Fluss mit der Jade. Der Küstenkanal verbindet die Ems mit der Weser. Der Dortmund-Ems-Kanal verläuft von südlich Lingen (Hanekenfähr) bis Meppen etwa parallel zur Ems und verbindet sie mit dem Ruhrgebiet und über den Rhein-Herne-Kanal auch mit dem Rhein. Bei Leer überspannt die Jann-Berghaus-Brücke, die längste Klappbrücke Nordeuropas, die Ems. Bei Bingum unterquert der 945 m lange Emstunnel den Fluss. Bei Gandersum wurde 2002 das Emssperrwerk fertiggestellt, um die sturmflutgefährdeten Regionen an der Unterems besser zu schützen.

Nebenflüsse

Emssperrwerk Emssperrwerk]
- Sennebach
- Wapelbach
- Lutter
- Axtbach
- Hessel
- Bever
- Werse
- Münstersche Aa
- Glane
- Emsdettener Mühlenbach
- Frischebach
- Bevergerner Aa / Hesselter Bach
- Große Aa
- Lingener Mühlenbach
- Hase
- Nordradde
- Melstruper Beeke
- Leda

Tourismus

Die Ems wird von verschiedenen Radfernwanderwegen begleitet und gekreuzt:
- EmsAuenWeg zwischen Warendorf und Rheine
- Emsland-Route
- Hase-Ems-Weg

Orte


- Westfälisches Emsland (Kreise Gütersloh, Warendorf, Steinfurt) Hövelhof - Steinhorst - Westerwiehe - Schöning - Rietberg - Rheda-Wiedenbrück - Harsewinkel - Beelen - Warendorf - Telgte - Greven - Emsdetten - Rheine
- Niedersächsisches Emsland (Landkreise Emsland und Leer, sowie die kreisfreie Stadt Emden) Salzbergen - Emsbüren - Lingen - Geeste - Meppen - Haren - Lathen - Kluse - Dörpen - Lehe - Aschendorf - Tunxdorf - Papenburg - Weener - Leer - Jemgum - Midlum - Critzum - Rorichum - Oldersum - Gandersum - Emden - Knock

Siehe auch


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