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Wilhelm Reich

Wilhelm Reich

Wilhelm Reich, (
- 24. März 1897 in Dobzau, Galizien, † 3. November 1957 in Lewisburg, Pennsylvania, USA.) war Psychoanalytiker und Begründer der sog. Körperpsychotherapien. Über Reichs Geburtsort Dobzau gibt es keine zuverlässigen Informationen. Wo es heute genau liegt, wie es heute heißt und was aus dem Geburtshaus Reichs geworden ist, ist bisher unbekannt. Der Ort müsste ukrainisch Dobzhanitsa, polnisch Dobrzcynica heißen. Schon ob Dobzau aber in Galizien, heute in der Ukraine gelegen ist, ist umstritten, andere Quellen sprechen von der Bukovina, im damals östlichsten Teil von Österreich-Ungarn, heute Rumänien.

Leben

Wilhelm Reich studierte in Wien ab 1919 zunächst Jura, dann – durch die Arbeiten Sigmund Freuds, die er in einem Seminar kennenlernte, beeinflusst – Medizin. Reich wurde bereits als Student in die Wiener Psychoanalytische Gesellschaft aufgenommen, obwohl es zu jener Zeit nicht üblich war, Studenten ohne akademischen Abschluss als Mitglieder zuzulassen. Ohne jemals eine Lehranalyse abgeschlossen zu haben, praktizierte er mit kaum 23 Jahren als Psychoanalytiker. Von 1924-1930 war er Leiter des "Seminars für Psychoanalytische Therapie", wo man praktische Probleme der Behandlung erforschte. Aus den Diskussionen in diesem Seminar und aus einer konsequenten Weiterentwicklung der Freudschen Libidotheorie speisten sich seine späteren Ansätze, anfangs ausgeformt in der Charakteranalyse, die er dann zur Vegetotherapie und später zur Orgontherapie weiterentwickelte. In manchen seiner Schriften bemühte er sich um eine Synthese von Marxismus und Psychoanalyse. Mitte der 20er Jahre erfolgte der Bruch mit Freud, obwohl Reich selbst in seinen Arbeiten die konsequente Weiterentwicklung der 1. Angsttheorie Freuds sah (die dieser später, manche sagen aus gesellschaftlichen Druck, andere sahen darin eine Hinwendung der informationssträchtigern Strukturen der Psyche, revidierte). 1934 wurde er auf Betreiben Sigmund Freuds aus der Internationalen Psychoanalytischen Gesellschaft ausgeschlossen, nachdem die Kommunistische Partei ihn bereits 1933 aufgrund seiner Kritik an der Parteiführung ausgeschlossen hatte. Reich floh vor den Nazis zunächst nach Dänemark, von dort nach Schweden und später nach Norwegen, dort betrieb er unter anderem eine psychoanalytische Praxis. Er lernte in Oslo den Pädagogen Alexander Neill kennen, mit dem ihn zeitlebens eine enge Freundschaft verband. Nach der Emigration in die USA übte er großen Einfluss auf Psychotherapeuten wie Ronald D. Laing, Alexander Lowen und Fritz Perls aus. Beachtung fand Reich vor allem mit seiner Beschreibung psychischer Blockaden, die er als "Charakterpanzer" bezeichnete, und die sich in der Verspannung bestimmter für die praktische Arbeit abgrenzbarer Muskelgruppen ("Muskelpanzer") äußern würden. Die von ihm entwickelte Vegetotherapie diene laut Reich dazu, den Muskel- wie den Charakterpanzer aufzulösen. Seine "Entdeckung" des Orgons als sich auf alle Lebensbereiche auswirkende Bioenergie führte zur Begründung der Orgontherapie. Diese Energieform sei nach Reich und seinen Anhängern die biophysikalische Grundlage für die Wirksamkeit der Psychotherapie, wirke bakterizid, töte Krebszellen und sei in so genannten Akkumulatoren speicherbar. Ein Verbot dieser "Orgon-Kästen" sowie die Verfügung, diese Kästen selbst sowie alle seine Bücher zu vernichten, ließ Reich an der Kompetenz des Gerichts in Sachfragen zweifeln. Nachdem ein Mitarbeiter Reichs entgegen der Anweisung der Gerichte, "Orgon-Akkumulatoren" nicht über die Staatsgrenzen zu transportieren verstieß, wurde dieser und Reich 1956 zu einer zweijährigen Haftstrafe wegen Missachtung des Gerichts verurteilt. Während der Haft starb Reich an plötzlichem Herztod. Reichs arbeiten wurden als "Werbeschriften" für den "Orgon-Akkumulator" unter Aufsicht der FDA verbrannt. Die FDA bestand auf die Verbrennung aller Arbeiten Reichs in denen zum einen das Wort Orgon auftaucht und denen zum anderen gedankliche Vorarbeit für dieses Konzept unterstellt wurde, so wurden auch Schriften zur "Charakteranalyse" verbrannt, die 1933 erschienen, also viele Jahre bevor Reich überhaupt erste Gedanken in Richtung auf die Orgon-Energie gefasst hatte oder sich gar mit Akkumulatoren beschäftigte.

Reichs Werk

Oberflächlich betrachtet hinterließ Reich also ein sehr heterogenes Werk, das weit über die Grenzen der Psychologie oder Psychoanalyse hinausgeht: Auf der Makroebene ragen seine Arbeiten bis hinein in die politische Soziologie; auf der Mikroebene erstrecken sie sich über Biologie, Physikochemie bis hinein in die Physik. Allerdings kann man seine Beschäftigung als jeweils logische und unmittelbare Konsequenz der zuvor erbrachten Ergebnisse aus Forschungsarbeiten betrachten, die bei der Frage nach dem Verständnis und der Therapie psychischer Beeinträchtgungen ansetzen. So bestätigen zahlreiche Autoren, darunter auch wissenschaftliche Kritiker Reichs, dass seine Arbeiten durch eine faszinierende Stringenz und scharfe Logik gekennzeichnet sind (Fragestellung, Forschung, Ergebnisse, neue Implikationen)

Kritik an Reich

Das Werk Wilhelm Reichs stieß auf ungewöhnlich heftige Reaktionen, seine Arbeiten polarisierten und polarisieren heute noch sehr stark. Die frühen in der Psychoanalyse wurzelnden Arbeiten zur Charakteranalyse stießen noch auf eher breite Zustimmung, doch mit der zunehmenden Weiterentwicklung seiner Forschungen und Hypothesen zunächst in den Bereich der orgastischen Potenz, später der Körperpanzerung wurde der Kreis seiner Anhänger sehr schnell kleiner. Entgegen der häufigen Meinung, erst seine Arbeiten zum Orgon hätten seine Kollegen abgeschreckt, zeigte sich schon in den früheren Arbeiten eine starke Abwehr gegen seine Theorien. Mit der Entdeckung des Orgons sank die Zahl seiner Anhänger und Mitarbeiter nicht weiter, jedoch wurden seine Arbeiten von allen Bereichen der akademischen Wissenschaft gänzlich abgelehnt. Er wurde allerdings auch schon früher von vielen seiner wissenschaftlichen Kollegen diskreditiert und gesellschaftlich abgelehnt, außerdem litt er offenbar sehr stark darunter, dass seiner Wahrnehmung nach ein großer Bereich seiner Theorien von Psychoanalytikern zwar abgelehnt wurde, "brauchbare" Teile daraus aber entnommen wurden, ohne ihn als Urheber zu würdigen - so habe Charles Berg (1948) in einem Buch zur klinischen Psychologie Reichs sexualökonomische Angsttheorie so dargestellt, als sei sie seine eigene. Auch in den Arbeiten und Theorien Anna Freuds wird Reich nur beiläufig erwähnt, obwohl er auf deren Entstehung unter anderem durch die Leitung des oben genannten Seminars, an dem A.Freud teilnahm, großen Einfluss gehabt habe (vgl. Boadella unten im Literaturverzeichnis). Auch heute noch liegt im "Fall Reich" eine unklare Faktenlage vor, die Einschätzungen reichen heutzutage von der Aussage, er "habe einige wertvolle Beiträge zur Charakterforschung geleistet, ehe er `schizophren oder zum Scharlatan` geworden sei" bis hin zu der Aussage Laings, der behauptete, es sei eine Neubewertung der Reichschen Theorien gerade in der Jugend im Gange, die selbst seine späteren Arbeiten zur Biophysik nicht mehr so leicht "ins Kuriositätenkabinett" verweisen könnten. Je genauer er sich selbst mit den Arbeiten Reichs beschäftige, desto ernster nehme er sie. Physiker hingegen, die für Energiearten eher kompetent sind als der Psychoanalytiker Laing, haben Reichs Arbeiten über Orgon bisher nicht in den Bestand der Universitätsphysik aufgenommen. Gerechterweise muss man auch sagen, dass selbst Psychologische Institute seine Theorien nach wie vor ablehnen, seine Bücher sind eher in den Religionswissenschaften zu finden. Die objektive Einschätzung seiner Arbeiten wird wohl vielen unmöglich sein, da sie sich über verschiedene wissenschaftliche Forschungsbereiche erstrecken und teilweise in Anlehnung akzeptierter Theorien, teilweise in einem klaren Widerspruch zu gängigen Theorien stehen, welche (sofern damals schon vorhanden) Reich aber in seinen Arbeiten stets als Alternativmodelle anführt und deren Erklärungsgehalt mit dem seiner Theorie verglich.

neuere Rezeption

Reichs Theorien waren nach seinem Tod 1957 ziemlich schnell in Vergessenheit geraten. Ein Jahrzehnt später wurde er von der Studentenbewegung in den USA und Westeuropa wiederentdeckt, zum einen als Freudo-Marxist, zum anderen als Künder einer Sexuellen Revolution. Einige Jahre später entdeckte man ihn als Begründer der körperorientierten Psychotherapie, und bald auch als Entdecker der "primordialen" Lebensenergie Orgon. Unabhängig von dieser breiteren Rezeption hat sich seit 1967 in den USA das "College of Orgonomy" etabliert. Reichs Orgontheorie wird gelegentlich mit anderen "alternativen" Energietheorien, etwa denen Nikola Teslas, Carl Reichenbachs oder Viktor Schaubergers, sowie mit ostasiatischen Energielehren in Verbindung gebracht. In Deutschland stützen sich heutzutage viele Tantraschulen auf Reichs Ideen.

Werke


- Der triebhafte Charakter (1925). In: Frühe Schriften I, Köln 1977
- Die Funktion des Orgasmus (1927). Revidierte Fassung: Frühe Schriften II, Köln 1982
- Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse (1929)
- Der Einbruch der Sexualmoral (1932). Erweiterte und revidierte Fassung: Köln 1972
- Die Massenpsychologie des Faschismus (1933). Erweiterte und revidierte Fassung: Köln 1971
- Charakteranalyse (1933). Erweiterte Fassung: Köln 1970
- Was ist Klassenbewusstsein? (1934) - (Pseudonym "Ernst Parell")
- Die Sexualität im Kulturkampf (1936), Neuauflage u.d.T. Die sexuelle Revolution, Frankfurt/M 1966
- Die Bione (1938)
- The Function of Orgasm (1942). Deutsch u.d.T. Die Funktion des Orgasmus (völlig verschieden von dem Buch gleichen Titels 1927), Köln 1969
- The Cancer Biopathy (1948). Deutsch u.d.T. Der Krebs, Köln 1974
- Listen, Little Man! (1948). Deutsch u.d.T. Rede an den kleinen Mann, Frankfurt/M 1984
- Ether, God, and Devil (1949). Deutsch u.d.T. Äther, Gott und Teufel, Frankfurt/M 1983
- Cosmic Superimposition (1951)
- The ORANUR Experiment - First Report (1951)
- People in Trouble (1953). Deutsch u.d.T. Menschen im Staat, Frankfurt/M 1982; verbesserte Auflage Frankfurt/M 1995
- The Murder of Christ (1953). Deutsch u.d.T. Christusmord, Olten und Freiburg 1978
- Contact with Space, The ORANUR Experiment - Second Report (1957) Als Einführung sei "Ausgewählte Schriften: Eine Einführung in die Orgonomie" W.Reich bspw. 1976 Verlag Kiepenheuer& Wirtsch Köln empfohlen Im Verlag und Vertrieb Zweitausendeins erschienen 1995-1997 Reichs "Späte Schriften" in deutscher Übersetzung in 6 Bänden: 1) Die Bionexperimente; 2) Orop Wüste (Artikelsammlung), 3) Das ORANUR-Experiment - Erster Bericht; 4) Das ORANUR-Experiment - Zweiter Bericht; 5) Die kosmische Überlagerung; 6) Christusmord Postum erschienen außerdem einige Bücher mit (auto-)biographischem Material:
- Reich Speaks of Freud, New York 1967. Deutsch auszugsweise u.d.T. Wilhelm Reich über Sigmund Freud, o.O., o.J. (1969ff)
- Beverley A. Placzek (ed.): Record of a Friendship (Correspondence Wilhelm Reich / Alexander Neill), New York 1981.
- Deutsch u.d.T. Zeugnisse einer Freundschaft, Köln 1986
- Leidenschaft der Jugend (frühe Arbeiten und autobiogr. Ms.), Köln 1994
- Beyond Psychology (Letters and Journals 1934-1939), New York 1994. Deutsch u.d.T. Jenseits der Psychologie, Köln 1996
- An American Odyssey (Letters and Journals 1940-1947), New York 1999
- David Boadella: "Wilhelm Reich" (1981)

Quellen


- [http://www.lsr-projekt.de/zpps/zpps5.html#ausschluss Reich: Mein Ausschluss aus der Int. Psychoanalytischen Vereinigung]
- [http://www.lsr-projekt.de/wrfreud.html Sigmund Freud contra Wilhelm Reich]
- [http://www.comz.asfh-berlin.de/~goedde/reich.htm Wilhelm Reich - Leben und Werk]
- [http://www.zenorgon.de/texte/orgon.htm Orgontherapie - Zentrum für Orgontherapie, Berlin]
- [http://www.datadiwan.de/harrer/ha_001d_.htm Kritische Evaluation der Lebensenergie-Forschung von Wilhelm Reich]

Literatur


- Ilse Ollendorff-Reich: Wilhelm Reich (1969), München 1975 ISBN 3463022346 .
- David Boadella: Wilhelm Reich. Leben und Werk (1973/1980), Bern und München 1981 ISBN 3596267609 .
- Bernd A. Laska: Wilhelm Reich. Rowohlt-Bildmonographie. 1981. 5.Aufl. 1999. ISBN 3499502984
- Stefan Müschenich: Der Gesundheitsbegriff im Werk des Arztes Wilhelm Reich, Marburg 1995 ISBN 3922906540
- Fritz Erik Hoevels: Wilhelm Reichs Beitrag zur Psychoanalyse, Freiburg 2001, ISBN 3894848138
- Karl Fallend, Bernd Nitzschke (Hg.): Der 'Fall' Wilhelm Reich, Frankfurt/M 1997, ISBN 3518288857 (Neuaufl. Giessen 2002 ISBN 3898061477 )

Weblinks


- [http://www.lsr-projekt.de/wr.html Wilhelm Reich im LSR-Projekt] zahlreiche Artikel über Reich
- Reich, Wilhelm Reich, Wilhelm Reich, Wilhelm Reich, Wilhelm Reich, Wilhelm Reich, Wilhelm Reich, Wilhelm Reich, Wilhelm

24. März

Der 24. März ist der 83. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 84. in Schaltjahren) - somit bleiben 282 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1794 - Unter der Führung des Freiheitshelden Tadeusz Kosciuszko beginnt in Polen ein Aufstand, der Russland, Preußen und Österreich den Vorwand zur dritten Teilung Polens geben wird.
- 1932 - Ein unblutiger Umsturz beendet die absolutistische Monarchie in Thailand
- 1933 - Das "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich" tritt als sog. Ermächtigungsgesetz mit seiner Verkündigung in Kraft. Damit können die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze nun auch von der Reichsverfassung abweichen.
- 1976 - Militärputsch in Argentinien und Beginn einer sechs Jahre andauernden Militärdiktatur, unter welcher mehrere tausend Menschen verschwanden.
- 1980 - Oscar Romero, katholischer Erzbischof von El Salvador wird ermordet.
- 1982 - Bangladesch. Hussain Mohammed Ershad wird Präsident.
- 1990 - Islam Abduganiewitsch Karimow wird Staatspräsident in Usbekistan
- 1992 - Georgien und Slowenien werden Mitglieder der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)
- 1996 - Taiwan. Lee Teng-hui wird Staatspräsident.
- 1999 - Beginn der NATO-Luftangriffe gegen serbische Militärziele .
- 1999 - Volksrepublik China. Die Führung in Peking verurteilt die Intervention der NATO in Jugoslawien (Kosovo-Konflikt) .
- 1999 - Der EU-Rat einigt sich auf Romano Prodi als neuen EU-Kommissionspräsidenten.
- 2003 - Gegen (4 Uhr 15 MESZ) erklärte US-Präsident George W. Bush der amerikanischen Bevölkerung in einer nur vier Minuten langen Rede den Beginn des Krieges gegen den Irak.

Wirtschaft


- 1967 - In Großbritannien wird beschlossen, die Währung 1971 auf das Dezimalsystem umzustellen.

Wissenschaft und Technik


- 1882 - Robert Koch berichtet von seiner Entdeckung des Erregers der Tuberkulose.
- 1894 - der Asteroid (390) Alma wird von Guillaume Bigourdan entdeckt.

Kultur


- 1881 - Die Oper "Simon Boccanegra" von Giuseppe Verdi wird an der Mailänder Scala in ihrer endgültigen Fassung uraufgeführt.
- 1918 - "Herzog Blaubarts Burg", die einzige Oper Béla Bartóks, wird in Budapest uraufgeführt.
- 1941 - Das Drama Native Son wird uraufgeführt.
- 1995 - Quedlinburg in Sachsen-Anhalt wird von der UNESCO in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.
- 2002 - Zum ersten Mal erhalten zwei afro-amerikanische Schauspieler den Oscar für die beste Hauptrolle: Halle Berry und Denzel Washington.

Religion


- 1994 - In Lübeck wird der erste Brandanschlag auf eine Synagoge seit 1938 ausgeführt.

Katastrophen


- 1923 - Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in der Volksrepublik China, ca. 5.000 Tote.
- 1980 - Die seit mehr als 9 Monaten defekte mexikanische Ölförderanlage Ixtoc II im Golf von Mexiko kann endlich abgedichtet werden. Nach unterschiedlichen Angaben sind 170.000 bis 1 Million Tonnen Erdöl ausgelaufen.
- 1989 - Der Öltanker Exxon Valdez läuft vor Alaska auf ein Riff. 40.000 Tonnen Rohöl laufen aus.
- 1998 - Bangladesch. Ein Zyklon vernichtet mehrere Dörfer. Über 250 Tote, etwa 3.000 Verletzte.
- 1999 - Brandkatastrophe im Mont Blanc-Tunnel mit 39 Todesopfern
- 1999 - Kenia. Im Tsavo-Nationalpark entgleist ein Personenzug. 36 Tote, über 200 Verletzte.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1975 - Muhammad Ali verteidigt den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Chuck Wepner im Richfield Coliseum, Cleveland, durch technischen KO
- 2001 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Derrick Jefferson in der Rudi-Sedlmayer-Halle in München, durch technischen KO

Geboren


- 1494 - Georgius Agricola, deutscher Naturforscher
- 1607 - Michiel de Ruyter, niederländischer Admiral
- 1621 - Johann von Anhalt-Zerbst, anhaltinischer Regent
- 1634 - Kurt Christoph Graf von Königsmarck, schwedischer Heerführer
- 1693 - John Harrison, englischer Uhrmacher und Erfinder des Schiffschronographen
- 1739 - Christian Friedrich Daniel Schubart, deutscher Schriftsteller und Publizist
- 1762 - Marcos António Portugal, portugiesischer Komponist
- 1811 - Fanny Lewald, deutsche Schriftstellerin
- 1820 - Alexandre Edmond Becquerel, französischer Physiker
- 1830 - Robert Hamerling, österreichischer Schriftsteller
- 1834 - William Morris, britischer Kunsthandwerker und Schriftsteller
- 1835 - Josef Stefan, österreichischer Mathematiker und Physiker
- 1837 - Horace Parnell Tuttle, amerikanischer Astronom
- 1874 - Harry Houdini, ungarischer Entfesselungs- und Zauberkünstler
- 1875 - Johanna Tesch, deutsche Frauenrechtlerin
- 1877 - Alexej Silytsch Nowikow-Priboj, russischer Schriftsteller
- 1879 - Neyzen Tevfik, türkischer Dichter und Flötensänger
- 1884 - Petrus Josephus Wilhelmus Debye oder Peter Debye, niederländischer Physiker und theoretischer Chemiker (Nobelpreis für Chemie 1936)
- 1884 - Viktor Geramb, österreichischer Volkskundler
- 1889 - Albert Hill, britischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1969)
- 1893 - Walter Baade, deutscher Astronom und Astrophysiker
- 1894 - Alice Rühle-Gerstel, deutsche Schriftstellerin
- 1896 - Franz Blücher, deutscher FDP-Politiker
- 1897 - Wilhelm Reich, österreichischer Psychoanalytiker, "Vater" der sog. Körperpsychotherapien
- 1901 - Josef Pfitzner, Historiker und Professor für osteuropäische Geschichte
- 1903 - Adolf Butenandt, deutscher Chemiker und Nobelpreisträger
- 1905 - Willy Bartsch, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1910 - Jacques Chailley, französischer Komponist und Musikwissenschaftler 'Musikgeschichte des Mittelalters'
- 1911 - Joseph Barbera, US-amerikanischer Zeichentrickfilmer und Produzent
- 1917 - John Cowdery Kendrew, britischer Biologe und Nobelpreisträger
- 1919 - Robert Heilbroner, US-amerikanischer Volkswirtschaftler
- 1922 - Dave Appell, US-amerikanischer Musiker
- 1923 - Wassili Wassiljewitsch Smyslow, russischer Schach-Großmeister
- 1925 - Gerhard Riedmann, österreichischer Schauspieler
- 1925 - Hans Faber, ehemaliger deutscher Fussballspieler
- 1926 - Dario Fo, italienischer Theaterautor, Regisseur, Komponist und Schauspieler, Nobelpreis
- 1926 - Willi Bäuerle, deutscher Politiker und MdB
- 1926 - Desmond Connell, emeritierter Erzbischof von Dublin und Kardinal
- 1927 - Martin Walser, deutscher Schriftsteller
- 1928 - Adrian Frutiger, Schweizer Typograph
- 1929 - Johannes Chemnitzer, SED-Funktionär in der DDR
- 1930 - Steve McQueen, US-amerikanischer Schauspieler
- 1932 - Helmut Lippelt, deutscher Politiker und MdB (Bündnis 90/Grüne)
- 1934 - Richard Leising, deutscher Schriftsteller
- 1935 - Peter Bichsel, Schweizer Schriftsteller
- 1937 - Billy Stewart, US-amerikanischer Sänger und Keyborder
- 1938 - David Irving, Revisionist und Holocaustleugner
- 1938 - Holger Czukay, deutscher Musiker (Can)
- 1940 - Diane Herzogin von Württemberg, deutsch-französische Malerin
- 1941 - Karl Blessing (Verleger), deutscher Verleger
- 1943 - Marika Kilius, deutsche Eiskunstläuferin
- 1944 - Rebecca Horn, deutscher Bildhauerin und Performance-Künstlerin
- 1946 - Colin Peterson, australischer Musiker
- 1946 - Herbert Wernicke, Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner
- 1946 - Lee Oscar, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Su Kramer, deutsche Sängerin, Komponistin und Texterin
- 1947 - Mike Kellie, britischer Musiker
- 1948 - Volker Finke, deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Spieler
- 1949 - Helmut Kremers, deutscher Fußballspieler
- 1949 - Nick Lowe, britischer Musiker
- 1953 - Mathias Richling, deutscher Kabarettist, Autor und Schauspieler
- 1955 - Michael Kutzop, deutscher Fußballspieler
- 1958 - Roland Koch, Ministerpräsident des Landes Hessen
- 1960 - Nena, deutsche Sängerin
- 1964 - Elizabeth McColgan-Lynch, schottische Leichtathletin und Olympionikin
- 1969 - Stephan Eberharter, österreichischer Skirennläufer
- 1970 - Judith Draxler, österreichische Schwimmerin
- 1970 - Sharon Corr, irische Musikern
- 1973 - Johan Micoud, französischer Fußballspieler
- 1974 - Alyson Hannigan, US-amerikanische Schauspielerin
- 1983 - Isabel Soares, portugiesische Sängerin
- 1990 - Keisha Castle-Hughes, australische Schauspielerin

Gestorben


- 1136 - Hugo von Payns, französischer Gründer des Templerordens
- 1381 - Katharina von Schweden, Äbtissin von Vadstena, Tochter von Birgitta von Schweden
- 1455 - Nikolaus V., war Papst von 1447 bis 1455
- 1603 - Elisabeth I. (England), englische Königin aus der Tudor-Dynastie
- 1613 - Friedrich Taubmann, deutscher Gelehrter und Dichter
- 1635 - Heinrich Gutberleth, deutscher Pädagoge
- 1654 - Samuel Scheidt, Komponist, Organist und Hofkapellmeister
- 1755 - Theodor Christlieb, deutscher Komponist und Kreuzkantor
- 1776 - John Harrison, Uhrmacher und Erfinder
- 1794 - Jacques-René Hébert, französischer Revolutionär
- 1826 - Matthieu-Jean-Félicité de Laval-Montmorency, französischer General und Staatsmann
- 1844 - Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer
- 1849 - Johann Wolfgang Döbereiner, deutscher Chemiker
- 1864 - Karl Ernst Claus, Chemiker, der das Ruthenium entdeckte
- 1866 - Ferdinand Heinrich Friedrich (Hessen-Homburg), General, letzter Landgraf von Hessen-Homburg
- 1869 - Antoine-Henri Jomini, schweizerischer Militärtheoretiker und General
- 1881 - Friedrich Hecker, deutscher Revolutionär
- 1883 - Viriato Figueira, Komponist, Flötist und Saxophonist
- 1899 - Marie Goegg-Pouchoulin, erste Frauenrechtlerin der Schweiz
- 1901 - Emma Herwegh, deutsche Revolutionärin
- 1905 - Jules Verne, französischer Schriftsteller
- 1909 - Alfred Messel, Architekt
- 1909 - John Milington Synge, irischer Schriftsteller
- 1910 - Joseph Maria Stowasser, österreichischer Altphilologe
- 1916 - Enrique Granados, spanischer Komponist und Pianist
- 1918 - César Cui, russischer Komponist
- 1921 - James Gibbons, war Erzbischof des Erzbistums Baltimore und Kardinal
- 1933 - Désiré Thomassin, Maler, Komponist
- 1933 - Erik Jan Hanussen, Hellseher
- 1946 - Alexander Alexandrowitsch Aljechin, russischer Schachspieler und 4. Schachweltmeister
- 1948 - Konstantin Nikolajewitsch Igumnow, russischer Komponist und Klaviervirtuose
- 1950 - Harold Joseph Laski, britischer Politiker und Politologe
- 1952 - Paul Pierné, französischer Komponist
- 1953 - Maria von Teck, britische Hochadlige
- 1955 - Otto Geßler, deutscher Reichswehrminister
- 1962 - Auguste Piccard, Schweizer Wissenschaftler, Physiker und Erfinder
- 1965 - Viola Gregg Liuzzo, US-amerikanische Bürgerrechtlerin
- 1969 - Joseph Kasavubu, erster Staatspräsident der Demokratischen Republik Kongo
- 1971 - Arne Jacobsen, weltberühmter dänischer Designer und Architekt
- 1976 - Bernard Montgomery, britischer Feldmarschall des Zweiten Weltkrieges
- 1977 - Conrad Felixmüller, deutscher Maler
- 1977 - Saburo Moroi, japanischer Komponist
- 1980 - Ernst Albert Altenkirch, Mitglied der Zentralen Parteikontrollkommission der DDR
- 1984 - Sam Jaffe, US-amerikanischer Schauspieler
- 1984 - William Voltz, deutscher Schriftsteller
- 1985 - George London, Opernsänger
- 1988 - Heinrich Aigner, deutscher Politiker und MdB
- 1991 - Kurt Gottschaldt, Vertreter der Gestaltpsychologie
- 1993 - John Hersey, US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist
- 1994 - Hans Jakob, deutscher Fußballspieler
- 1995 - Joseph Needham, britischer Sinologe und Biochemiker
- 1999 - Gertrud Scholtz-Klink, war Reichsfrauenführerin im Dritten Reich
- 2002 - César Milstein, britischer Molekularbiologe und Nobelpreisträger
- 2003 - Hans Hermann Groër, römisch-katholischer Bischof, Kardinal
- 2003 - Karl Schönböck, österreichischer Schauspieler
- 2005 - Volker Bigl, international renommierter Mediziner
- 2005 - Johannes Conrad, deutscher Schriftsteller und Satiriker

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Katharina von Schweden, Äbtissin von Vadstena (katholisch)
  - Hl. Perpetua und hl. Felicitas, frühchristliche Märtyrinnen (orthodox)
- Welt-Tuberkulose-Tag (WHO)

Siehe auch


- 23. März - 25. März
- 24. Februar - 24. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0324 ja:3月24日 ko:3월 24일 simple:March 24 th:24 มีนาคม

1897

Ereignisse


- 3. Juli: in Leipzig siegt Arthur Techtow beim ersten offiziellen deutschen Marathon
- 10. August: Felix Hoffmann stellte zum ersten Mal Aspirin her
- 21. August: Felix Hoffmann synthetisiert das Diacetylmorphin (Heroin)
- 26.-29. August: Theodor Herzl organisiert den 1. Zionistischen Weltkongress in Basel
- 31. August: Einweihung des Kaiser-Wilhelm I.-Denkmal am Deutschen Eck in Koblenz
- 31. August: Thomas Alva Edison läßt sein Kinetoskop patentieren, einen Vorläufer des Filmprojektors
- 26. September: Der Schnelldampfer Kaiser Wilhelm der Grosse des Norddeutschen Lloyd gewinnt das Blaue Band
- 17. Oktober: Gründung des VfB Oldenburg als FC 1897 Oldenburg
- 4. Dezember: Durch einen Friedensvertrag endet der Türkisch-Griechische Krieg
- Am 14. November landete deutsche Marineinfanterie in der Kiautschou-Bucht in China und besetzte sie kampflos. Hier entstand die erste deutsche Kolonie
- In Neuseeland wird das Frauenstimmrecht eingeführt
- Die USA annektieren Hawaii
- Joseph John Thomson und Johannes Emil Wiechert entdecken das erste Elementarteilchen, indem sie die Natur der Kathodenstrahlen als Elektronen nachweisen (Thomson in: Philosophical Magazine 44(1897),293; Wiechert in: Schriften der Königsberger Gesellschaft 38(1897))

Kultur


- 23. Januar: Uraufführung der Oper Königskinder von Engelbert Humperdinck in München
- 7. März: Uraufführung der komischen Oper Le Tonnelier de Nuremberg von Louis Lacombe in Koblenz
- 2. Oktober: Uraufführung der Oper Porin (Demeter) von Vatroslav Lisinski in Zagreb
- 22. November: Uraufführung des Dramas L'Arlesiana von Francesco Cilea am Teatro Lirico in Mailand

Geboren


- 1. Januar: Theodor Kramer, österreichischer Lyriker († 1958)
- 3. Januar: Marion Davies, US-amerikanische Schauspielerin († 1961)
- 6. Januar: Heinz Meyer, deutscher Politiker († 1959)
- 8. Januar: Walter Gramatté, deutscher Maler († 1929)
- 9. Januar: Luis Gianneo, argentinischer Komponist († 1968)
- 9. Januar: Karl Löwith, deutscher Philosoph († 1973)
- 11. Januar: August Heißmeyer, deutscher General der Waffen-SS († 1979)
- 14. Januar: Hasso von Manteuffel, im 1. Weltkrieg als Husar im Husarenregiment 3 († 1978)
- 15. Januar: Xu Zhimo, chinesischer Dichter († 1931)
- 16. Januar: Kurt Hueck, deutscher Botaniker († 1965)
- 17. Januar: Werner Hilpert, deutscher Politiker († 1957)
- 19. Januar: Karl Kerényi, klassischer Philologe und Religionswissenschaftler († 1973)
- 19. Januar: Max Tau, deutsch-jüdischer Humanist, Philosoph und Dichter († 1976)
- 22. Januar: Arthur Greiser, Reichsstatthalter und Gauleiter der NSDAP († 1946)
- 23. Januar: Margarete Schütte-Lihotzky, erste weibliche österreichische Architektin († 2000)
- 26. Januar: Erwin Blumenfeld, deutscher Fotograf († 1969)
- 28. Januar: Walentin Petrowitsch Katajew, Sowjetischer Dramatiker und Romancier († 1986)
- 30. Januar: Georg Hann, österreichischer Kammersänger († 1950)
- 2. Februar: Ossi Oswalda, deutsche Schauspielerin(† 1948)
- 3. Februar: Else Reventlow, deutsche Lehrerin, Frauenrechtlerin, Sozialdemokratin, Redakteurin († 1984)
- 4. Februar: Katharina Heinroth, Leiterin des Berliner Zoos († 1989)
- 4. Februar: Ludwig Erhard, deutscher Politiker, Bundesminister, Bundeskanzler der BRD († 1977)
- 5. Februar: Anton Graf von Arco auf Valley, deutscher Adeliger, Jurist und Attentäter († 1945)
- 5. Februar: Martin Blank, deutscher Politiker und MdB († 1972)
- 7. Februar: Ernst Kloss, deutscher Kunsthistoriker
- 7. Februar: Richard Hammer, deutscher Politiker († 1969)
- 9. Februar: Hans Breitensträter, Schwergewichtsboxer († 1972)
- 10. Februar: John Franklin Enders, US-amerikanischer Bakteriologe († 1985)
- 11. Februar: Emil Leon Post, US-amerikanischer Mathematiker und Logiker († 1954)
- 14. Februar: Jørgen Bentzon, dänischer Komponist († 1951)
- 19. Februar: Alma Rubens, Stummfilmschauspielerin († 1931)
- 20. Februar: Gerhart Eisler, deutscher Journalist und Politiker († 1968)
- 25. Februar: Wilhelm Hammann, Widerstandskämpfer († 1955)
- 27. Februar: Marian Anderson, afro-amerikanische Sängerin († 1993)
- 1. März: Shoghi Effendi, Oberhaupt der Baha'i Religion († 1957)
- 6. März: Josef Berchtold, Tabakhändler und erster 'Reichsführer-SS', Mitglied des Reichstages
- 8. März: Herbert Otto Gille, deutscher General der Waffen-SS († 1966)
- 10. März: Otto Köhler (FDP), deutscher Politiker und MdB († 1960)
- 11. März: Henry Cowell, US-amerikanischer Komponist († 1965)
- 15. März: Jackson Scholz, US-Amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 19. März: Heinz Steguweit, deutscher Schriftsteller († 1964)
- 24. März: Carlo Mierendorff, deutscher Politiker und Journalist († 1943)
- 24. März: Wilhelm Reich, altösterreichischer Psychonanalytiker († 1957)
- 27. März: Douglas Rayner Hartree, britischer Physiker († 1958)
- 27. März: Gloria Swanson, US-amerikanische Schauspielerin († 1983)
- 28. März: Josef Herberger, deutscher Fußballnationaltrainer († 1977)
- 28. März: Sepp Herberger, deutscher Fußball-Trainer († 1977)
- 5. April: Hans Schuberth, deutscher Politiker (CSU) († 1976)
- 6. April: Fritz Erpenbeck, deutscher Schriftsteller, Publizist und Schauspieler († 1975)
- 10. April: Theodor Bogler, Keramiker, Architekt und Benediktiner-Pater († 1968)
- 11. April: Caspar Neher, deutsch-österreichischer Bühnenbildner († 1962)
- 11. April: Jakob Franz Alexander Kern, Prämonstratenser, Seliger († 1924)
- 13. April: Heinz Matthes, deutscher Politiker († 1976)
- 16. April: Alois Smolík, Flugzeugkonstrukteur
- 16. April: Eugen Leibfried, deutscher Politiker, baden-württembergischer Landwirtschaftsminister († 1978)
- 17. April: Thornton Wilder, US-amerikanischer Schriftsteller († 1975)
- 19. April: Bruno Diekmann, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein († 1982)
- 23. April: Lester Pearson, Politiker († 1972)
- 23. April: Lucius D. Clay, Stellvertreter von Dwight D. Eisenhower († 1978)
- 24. April: Benjamin Lee Whorf, US-amerikanischer Linguist († 1941)
- 26. April: Douglas Sirk, Bühnenregisseur und später Filmregisseur der UFA († 1987)
- 26. April: Olga Tschechowa, deutsche Schauspielerin russischer Herkunft († 1980)
- 27. April: Wilhelm Busch, deutscher Pfarrer und Schriftsteller († 1966)
- 1. Mai: Otto Brües, deutscher Schriftsteller († 1967)
- 5. Mai: Kenneth Burke, amerikanischer Literaturtheoretiker
- 10. Mai: Einar Gerhardsen, norwegischer sozialdemokratischer Politiker († 1987)
- 10. Mai: Rudolf Henz, Schriftsteller; Programmdirektor des Österreichischen Rundfunks († 1987)
- 11. Mai: Kurt Gerron, deutscher Schauspieler und Regisseur († 1944)
- 14. Mai: Sidney Bechet, kreolischer Sopransaxofonist und Klarinettist († 1959)
- 14. Mai: Ye Jiangying, chinesischer Politiker und Staatsoberhaupt († 1987)
- 15. Mai: Rudolf Schwarz, deutscher Architekt († 1961)
- 17. Mai: Odd Hassel, norwegischer Chemiker († 1981)
- 19. Mai: Frank Capra, US-amerikanischer Filmregisseur († 1991)
- 20. Mai: Wilhelm Kimmich, deutscher Maler (gest. 1986)
- 21. Mai: Conrad Felixmüller, deutscher Maler († 1977)
- 21. Mai: Markus Feldmann, Schweizer Politiker († 1958)
- 27. Mai: John Cockcroft, britischer Physiker und Nobelpreisträger († 1967)
- 29. Mai: Erich Wolfgang Korngold, Komponist, Dirigent und Pianist († 1957)
- 29. Mai: Johannes Winkler, deutscher Raumfahrtpionier († 1947)
- 29. Mai: Tatjana Nikolajewna Romanowa, Großfürstin von Russland, Tochter von Zar Nikolaus II. († 1918)
- 31. Mai: Rudolf von Scheliha, deutscher Widerstandskämpfer, Mitglied der 'Roten Kapelle' († 1942)
- 3. Juni: Memphis Minnie, US-amerikanische Bluesmusikerin († 1960)
- 7. Juni: George Szell, Ungarisch-amerikanischer Dirigent († 1970)
- 9. Juni: Kees Pijl, niederländischer Fußballspieler († 1976)
- 9. Juni: Wilhelm Paschek, deutscher Politiker († 1952)
- 10. Juni: Friedrich Lorenz, Priester und NS-Opfer († 1944)
- 11. Juni: Alexandre Tansman, Polnisch-französischer Komponist († 1986)
- 12. Juni: Anthony Eden, britischer Außen- und Premierminister († 1977)
- 12. Juni: Walter Peterhans, deutscher Fotograf († 1960)
- 13. Juni: Paavo Nurmi, finnischer Leichtathlet († 1973)
- 15. Juni: Antonio Riberi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1967)
- 16. Juni: Georg Wittig, deutscher Chemiker († 1987)
- 19. Juni: Cyril Hinshelwood, britischer Chemiker und Nobelpreisträger († 1967)
- 19. Juni: Elisabeth Walter, deutsche Lehrerin und Schriftstellerin († 1956)
- 19. Juni: Moe Howard, US-amerikanischer Komiker (The Three Stooges) († 1975)
- 20. Juni: Elisabeth Hauptmann, deutsche Schriftstellerin († 1973)
- 21. Juni: Georg Scheu, bedeutender Winzer († 1949)
- 22. Juni: Norbert Elias, deutsch-britischer Soziologe, Philosoph und Dichter († 1990)
- 23. Juni: Wilhelm Henke, deutscher Pfarrer, Theologe und Landesbischof in Schaumburg-Lippe
- 23. Juni: Winifred Wagner, Leiterin der Bayreuther Festspiele († 1980)
- 24. Juni: Hermann Busch, deutscher Cellist († 1975)
- 26. Juni: Walter Vesper, deutscher Politiker († 1978)
- 27. Juni: Otto Braun, deutscher Schriftsteller († 1918)
- 29. Juni: Ottmar Gerster, deutscher Komponist († 1969)
- 3. Juli: Jesse Douglas, US-amerikanischer Mathematiker († 1965)
- 5. Juli: Paul Ben-Haim, israelischer Komponist († 1984)
- 17. Juli: Max Knoll, deutscher Elektrotechniker († 1969)
- 20. Juli: Tadeus Reichstein, Schweizer Chemiker († 1996)
- 21. Juli: Carl Bilfinger, deutscher Staatsrechtler († 1958)
- 21. Juli: Ili Kronstein, österreichische Malerin († 1948)
- 24. Juli: Amelia Earhart, US-amerikanische Flugpionierin und Frauenrechtlerin († 1937)
- 26. Juli: Jakob Gapp, österreichischer Priester im Widerstand gegen das Nazi-Regime († 1943)
- 2. August: Karl Otto Koch, Lagerkommandant der KZ Buchenwald und Majdanek († 1945)
- 2. August: Max Weber, Schweizer Politiker († 1974)
- 2. August: Philippe Soupault, französischer Dichter und Schriftsteller († 1990)
- 4. August: Adolf Heusinger, deutscher General († 1982)
- 11. August: Enid Blyton, Kinderbuchautorin († 1968)
- 11. August: Käthe Haack, deutsche Schauspielerin († 1986)
- 12. August: Otto von Struve, russisch-amerikanischer Astronom († 1963)
- 25. August: Jaroslav Řídký, tschechischer Komponist († 1956)
- 28. August: Bernhard Povel, deutscher Politiker
- 28. August: Charles Boyer, französischer Schauspieler († 1978)
- 28. August: Wilhelm Nowack, deutscher Politiker († 1990)
- 31. August: Frederic March, US-amerikanischer Schauspieler († 1975)
- 31. August: Marianne Bruns, deutsche Schriftstellerin († 1994)
- 31. August: Otto Dietrich, Reichspressechef der NSDAP und Staatssekretär († 1905)
- 8. September: Jimmie Rodgers, US-amerikanischer Musiker (Country-Musik) († 1933)
- 10. September: Georges Bataille, französischer Schriftsteller, Soziologe und Philosoph († 1962)
- 12. September: Irène Joliot-Curie, französische Chemikerin († 1956)
- 15. September: Kurt Daluege, SS-Oberstgruppenführer und Chef der Ordnungspolizei im Dritten Reich († 1946)
- 17. September: Will Meisel, deutscher Tänzer, Komponist und Verlagsgründer († 1967)
- 23. September: Pail Delvaux, belgischer Maler und Graphiker († 1994)
- 23. September: Walter Pidgeon, kanadischer Schauspieler († 1984)
- 25. September: William Faulkner, US-amerikanischer Schriftsteller († 1962)
- 26. September: Paul VI. (Papst), Papst († 1978)
- 26. September: Victor Otto Stomps, Verleger und Schriftsteller († 1970)
- 30. September - Gaspar Cassadó, spanischer Cellist († 1966)
- 1. Oktober: Heinrich Gretler, Schweizer Schauspieler († 1977)
- 2. Oktober: Wallace Stevens, amerikanischer Lyriker
- 3. Oktober: Louis Aragon, französischer Historiker, Dichter und Schriftsteller († 1982)
- 6. Oktober: Ngo Dinh Thuc, Titularerzbichof von Bulla Regia und Erzbischof emeritus von Hue († 1984)
- 7. Oktober: Herman Nohl, Pädagoge und Philosoph († 1960)
- 8. Oktober: Marcel Herrand, französischer Schauspieler († 1953)
- 8. Oktober: Rouben Mamoulian, US-amerikanischer Film- und Theaterregisseur († 1987)
- 16. Oktober: Josef Erber, SS-Oberscharführer Aufnahmeleiter des Frauenlagers in Auschwitz, Massenmörder
- 20. Oktober: Peter Bamm, deutscher Schriftsteller († 1975)
- 28. Oktober: Edith Head, US-amerikanische Kostüm-Entwerferin († 1981)
- 28. Oktober: Hans Speidel, deutscher General († 1984)
- 28. Oktober: Oskar Kalbfell, Bundes- und Landtagsabgeordneter, Reutlinger Oberbürgermeister († 1979)
- 29. Oktober: Joseph Goebbels, NS-Politiker und Propagandaminister († 1945)
- 3. November: Wilhelm Troll, deutscher Botaniker († 1978)
- 4. November: Kurt Held, Pseudonym des Schriftstellers Kurt Kläber († 1959)
- 8. November: Dorothy Day, US-amerikanische Sozialaktivistin († 1980)
- 8. November: Elisabeth Crodel, deutsche Malerin († 1967)
- 9. November: Ronald George Wreyford Norrish, britischer Chemiker und Nobelpreisträger († 1978)
- 12. November: Hans Deppe, Regisseur († 1969)
- 13. November: Martin Gumpert, deutscher-amerikanischer Mediziner und Schriftsteller († 1955)
- 15. November: Aneurin Bevan, britischer Politiker († 1960)
- 16. November: Curt Hoffmann, deutscher Politiker († 1961)
- 18. November: Patrick Maynard Stuart Blackett, britischer Physiker und Nobelpreisträger († 1974)
- 21. November: Veza Canetti, Schriftstellerin († 1963)
- 22. November: Paul Oswald Ahnert, deutscher Astronom († 1989)
- 22. November: Rudolf Rößler, Spion während des zweiten Weltkrieges († 1958)
- 23. November: Fritz Steinhoff, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen († 1969)
- 25. November: Kurt Bauch, deutscher Kunsthistoriker († 1975)
- 30. November: Lilli Bohnke, Violinistin († 1928)
- 1. Dezember: Hansl Schmid, österreichischer Wienerliedsänger
- 5. Dezember: Gershom Scholem, deutscher Religionshistoriker († 1982)
- 5. Dezember: Sonny Boy Williamson II., US-amerikanischer Bluesmusiker († 1965)
- 10. Dezember: Jakob Bräckle, deutscher Kunstmaler aus Biberach († 1987)
- 10. Dezember: Karl Heinrich Waggerl, österreichischer Schriftsteller († 1973)
- 14. Dezember: Kurt Schuschnigg, österreichischer Diktator († 1977)
- 14. Dezember: Thomas Dehler, deutscher Politiker († 1967)
- 18. Dezember: Fletcher Henderson, US-amerikanischer (Jazz-) Pianist, Bandleader und Komponist († 1952)
- 23. Dezember: Erich Gutenberg, deutscher Betriebswirt († 1984)
- 23. Dezember: Ernst Krenn-Gjógv, österreichischer Skandinavist, spezialisiert auf die Färöer († 1954)
- 26. Dezember: Géza von Bolváry, Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur († 1961)
- 26. Dezember: Willy Max Rademacher, deutscher Politiker († 1971)
- 28. Dezember: Iwan Stepanowitsch Konew, sowjetischer Marschall († 1973)

Gestorben


- 13. Januar: David Schwarz, Erbauer des ersten Starrluftschiffs (
-  1845)
- 6. Februar: Raffaele Cadorna, italienischer General (
- 1815)
- 7. Februar: Galileo Ferraris, italienischer Ingenieur und Physiker (
- 1847)
- 13. Februar: Friedrich Mitterwurzer, österreichischer Schauspieler (
- 1844)
- 19. Februar: Karl Weierstraß, Mathematiker (
- 1815)
- 15. März: James Joseph Sylvester, englischer Mathematiker (
- 1814)
- 1. April: Thekla von Gumpert, verh. von Schober, deutsche Jugendbuchautorin (
- 1810)
- 3. April: Johannes Brahms, deutscher Pianist und Komponist der Romantik (
- 1833)
- 8. April: Heinrich von Stephan, Generalpostdirektor des Deutschen Reichs (
- 1831)
- 9. April: Friedrich Georg von Bunge, Rechtshistoriker (
- 1802)
- 10. April: Friedrich Franz III., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin (
- 1851)
- 14. April: Émile Levassor, französischer Automobilpionier und Rennfahrer (
- 1843)
- 27. April: Ludwig Wilhelm August von Baden, badischer Prinz, Politiker und General (
- 1829)
- 7. Mai: Henri d'Orléans, duc d'Aumale, französischer General, Historiker und Kunstsammler (
- 1822)
- 12. Mai: Minna Canth, finnische Schriftstellerin (
- 1844)
- 14. Mai: Richard Coke, 16. Gouverneur von Texas (
- 1829)
- 16. Mai: Louis Baare, deutscher Wirtschaftspionier (
- 1821)
- 29. Mai: Julius Sachs, deutscher Botaniker (
- 1832)
- 8. Juni: Peter Tunner, österreichischer Bergbaupionier (
- 1809)
- 11. Juni: Carl Remigius Fresenius, deutscher Chemiker (
- 1818)
- 17. Juni: Sebastian Kneipp, bayerischer Priester und Hydrotherapeut (
- 1821)
- 18. Juni: Franz Krenn, österreichischer Komponist (
- 1816)
- 19. Juni: Charles Cunningham Boycott, britischer Gutsverwalter in Irland (
- 1832)
- 28. Juli: Etienne Vacherot, französischer Gelehrter und Philosoph (
- 1809)
- 2. August: Adam Asnyk, polnischer Lyriker und Dramatiker (
- 1838)
- 5. August: Albert Marth, deutscher Astronom (
- 1828)
- 8. August: Jakob Burckhardt, Schweizer Kunsthistoriker (
- 1818)
- 1. September: Tommaso Vallauri, italienischer Philologe und Professor der Rhetorik (
- 1805)
- 22. September: Charles Denis Bourbaki, französischer General (
- 1816)
- 30. September: Leopold Auerbach, deutscher Anatom (
- 1828)
- 30. September: Therese von Lisieux, französische Karmelitin und Heilige (
- 1873)
- 9. Oktober: Karl Grillenberger, Sozialdemokrat, Nürnberger Arbeiterführer (
- 1848)
- 11. Oktober: Léon Boëllmann, französischer Organist und Komponist (
- 1862)
- 17. Oktober: Isidor Dannström, schwedischer Komponist (
- 1812)
- 13. November: Carlos Otto, deutscher Chemiker und Unternehmer (
- 1838)
- 15. November: John Mercer Johnson, US-amerikanischer Schwarzenführer (
- 1818)
- 15. November: John Mercer Langston, Bürgerrechtler, Anwalt, Politiker (
- 1829)
- 16. November: Wilhelm Heinrich Riehl, deutscher Journalist, Novellist und Kulturhistoriker (
- 1823)
- 29. November: James Legge, britischer Sinologe und Übersetzer (
- 1815)
- 16. Dezember: Alphonse Daudet, französischer Schriftsteller (
- 1840)
- 22. Dezember: Georg Bernhard Simson, Jurist und Politiker (
- 1817)
- Oktober: Salomon André, schwedischer Ingenieur und Polarforscher (
- 1854)

Staatsoberhäupter

Afrika


- Ägypten: Abbas II. Hilmi, Khedive (18921914)
- Äthiopien: Menilek II., Kaiser (18891909)

Amerika


- Chile: Frederico Errázuriz Echaurren, Präsident(18961902)
- Costa Rica: Rafael Iglesias y Castro, Präsident (1894–1902)
- Ecuador: Eloy Alfaro, Präsident (1896–1901)
- Haiti: Tirésias Simon Sam, Präsident (1896–1902)
- Kanada: Sir Wilfried Laurier, Premierminister (1896–1911)
- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (1884–1911)
- Nicaragua: José Santos Zelaya, Präsident (1894–1909)
- Uruguay: Juan Lindolfo Cuestas, Präsident (1897–1903)
- Vereinigte Staaten von Amerika: William McKinley, Präsident (1897–1901)

Asien


- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (18671912)
- Persien (Kadscharen): Muzaffar ad-Din, Schah (1896–1907)

Europa


- Deutsches Kaiserreich: Wilhelm II., Deutscher Kaiser (18881918)
- Schweiz: Adolf Deucher, Bundespräsident, (1897)
- England: Viktoria, Königin von England, (1897) ko:1897년 th:พ.ศ. 2440

Galizien

Galizien, pol. Galicja, historisch auch Rotreußen oder Rothburgenland genannt pl. Ruś Czerwona oder Grody Czerwieńskie, latin. Russia rubra ist eine Landschaft im Westen der Ukraine und im Süden Polens. Seit 1206 Galiciæ et Lodomeriæ - Ungarn, seit 1348 polnisch und zwischen 1569-1772 polnische Wojewodschaft Ruthenia war eine administrative Teilungseinheit vom Polnischer-Lituaner Gemeinwesen - Adelsrepublik, die von 1772 bis 1918 den größeren Teil des österreichischen Kronlandes Königreich Galizien und Lodomerien bildete. Die Namen Galizien und Lodomerien sind Umlautungen von Halytsch pol. Galicja oder Halicz und Wladimir pol. Włodzimierz. In dieser Form waren sie Teil der ungarischen Königstitulatur, da die Gegend im 14. Jahrhundert kurzzeitig unter ungarischer Oberhoheit war. Von dort wurde der Name als Bezeichnung für das Gebiet genommen, das bei der Ersten Polnischen Teilung zu Österreich gekommen war.

Geografie und Klima

ausführliche Darstellung unter Geographie und Klima Galiziens

Geschichte

ausführliche Darstellung unter Geschichte von Galizien

Mittelalter

Ursprünglich war Galitsch-Wolhynien ein Fürstentum in der Kiewer Rus. Zur Zeit des Daniel Romanowicz vom Mongolensturm in Mitleidenschaft gezogen wurde die Gegend 1349 ein Teil des Königreiches Polen-Litauen (siehe auch Geschichte Litauens, Geschichte Polens, Wolhynien).

Galizien als Teil Österreich-Ungarns

Galizien kam mit der Ersten Teilung Polens 1772 zu Österreich. Das österreichische Galizien reichte viel weiter nach Westen über die heutige Ukraine hinaus und umfasste auch Krakau (ab 1846), Tarnów und Rzeszów. Der Name des Kronlandes lautete offiziell Königreich Galizien und Lodomerien mit dem Großherzogtum Krakau und den Herzogtümern Auschwitz und Zator, wobei die letzteren beiden Territorien Teile Schlesiens waren. Die Bukowina wurde 1849 zu einem eigenen Kronland erhoben.

Königreich Galizien und Lodomerien

Das Königreich Galizien und Lodomerien hatte im Jahr 1900 78.496 km² und 7.470.000 Einwohner. Hauptstadt war Lemberg (ukrainisch Lwiw). Dieses Königreich war eine von verschiedensten Völkern und Konfessionen bewohnte mehrsprachige Region, so wohnten hier neben Ukrainern und Polen auch Juden, Deutsche, Ungarn und Armenier. Im Westen waren die Polen und im Osten die Ukrainer in der Mehrheit.

Jüdische Bevölkerung und kulturelles Leben

Eine große Minderheit waren die Juden, die fast überall eigene Stadtviertel hatten (Schtetl) und in einigen Kleinstädten des Ostens fast unter sich waren. In ihrer Sprache Jiddisch erschienen Bücher und Zeitungen. Die (assimilierten) Juden in den größeren Städten sprachen und schrieben allerdings Deutsch. Von den Juden Galiziens kamen herausragende intellektuelle Impulse, nicht nur im religiösen und philosophischen Bereich - z. B. Martin Buber - sondern auch in literarischer Hinsicht - z. B. Joseph Roth oder Paul Celan - sowie auf vielen anderen Gebieten (Naturwissenschaften, Film, Rechtswissenschaft usw.). Die Juden waren die einzige ethnische Gruppe, in der keine nationalistisch-partikulare Perspektive entwickelt wurde, sondern die die gesamte Monarchie als ihre Heimat betrachteten. Politisch und wirtschaftlich waren allerdings Polen seit dem Ausgleich von 1867 führend. Im östlichen Teil des Kronlandes herrschten polnische Großgrundbesitzer über ukrainische Bauern. Durch ein Kurienwahlrecht hatten Polen auch die absolute Mehrheit im galizischen Landtag. In der österreichischen Regierung gab es einen Minister für Galizien, der bis zum Ende der Doppelmonarchie stets polnischer Nationalität war. Auch andere wichtige Ministerposten hatten Polen inne. Bis zum Ende der Doppelmonarchie war das Kolo Polskie im österreichischen Reichsrat die geschlossenste nationale Fraktion, die letzlich vorbehaltlos die Innen- und Außenpolitik der Wiener Regierung unterstützte. Daran ändert sich auch nichts, als sich der Druck auf die Polen im preußischen Teilungsgebiet erhöhte. Auf die Schwierigkeiten, die der Wiener Regierung durch das antipolnische Vorgehen der deutschen Reichsleitung entstanden, machten Vertreter der Doppelmonarchie in Berlin allerdings inoffiziell bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges in wachsendem Maße aufmerksam.

Beginnender Nationalismus im 19. und frühen 20. Jahrhundert

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert entstanden national-ukrainische Parteien, die für die Beseitigung der polnischen Vorherrschaft im größten Kronland Österreichs eintraten. Dadurch verschärften sich die Gegensätze zwischen Polen und Ukrainern. Zu Beginn des 20. Jahrhundert kam es zu umfangreichen Agrarstreiks in Ostgalizien, in denen sich polnische Großgrundbesitzer und ukrainische Bauern gegenüberstanden. Durch die Einführung des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts zum Österreichischen Abgeordnetenhaus im Jahre 1907 gelang es Ukrainern, ihren politischen Einfluss wesentlich zu vergrößern. Die Zentralregierung in Wien drängte deshalb auf einen Ausgleich zwischen Polen und Ukrainern. Dabei ging es vor allem um die Vergrößerung der ukrainischen Mandate im galizischen Landtag und die Errichtung einer ukrainischen Universität in Lemberg. Die Förderung der Ukrainer durch die Wiener Zentralregierung führte zu wachsenden Spannungen mit dem Zarenreich, wo seit dem Stolypinschen Staatsstreich 1907 massiv gegen die Ukrainer, die auf russischem Territorium lebten, vorgegangen wurde. So führte der partielle Ausgleich zwischen Ukrainern und Polen in Galizien Anfang 1914 zu einer Zuspitzung der Gegensätze zwischen der Doppelmonarchie und dem Zarenreich.

Die beiden Weltkriege, der Holocaust und die Teilung

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieg, dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns, beanspruchten die Polen zuerst den westlichen Teil und die Ukrainer den östlichen. So wurde in Ostgalizien im Januar 1919 in Iwano-Frankiwsk die Westukrainische Volksrepublik (Sachidna Ukrainska Narodna Respublika (SUNR) ausgerufen. Diese konnte sich aber gegen die einmarschierende polnische Armee nicht halten, so dass Ostgalizien im Mai 1919 polnisch wurde. Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges wurde es nach sowjetischer und deutscher Besatzung (die zur Ermordung der meisten galizischen Juden führte) zwischen Polen und der Sowjetunion aufgeteilt (ukrainische Geschichte).

Ukrainische Region Galizien

In Galizien befindet sich der ukrainische Anteil der Karpaten mit dem Howerla, dem mit 2.060 m höchsten Berg der Ukraine. Die heutige ukrainische Region Galizien teilt sich auf die Verwaltungseinheiten Oblast Lwiw, Oblast Iwano-Frankiwsk und Oblast Ternopil auf.

Größere Städte


- Drohobytsch (pol. Drohobycz)
- Iwano-Frankiwsk (früher Stanislawiw, deutsch: Stanislau: polnisch: Stanisławów)
- Jarosław (deutsch: Jaroslau)
- Kalusch (pol. Kalusz)
- Kolomyja(pol. Kołomyja, deutsch: Kolomea)
- Lemberg (ukr. Lwiw, pol. Lwów)
- Nowy Sącz (deutsch: Neu Sandez)
- Przemyśl (deutsch: Prömslau)
- Rzeszów (
Reichshof)
- Sambir (
Sambor)
- Sanok (dt.
Zantoch)
- Stryj (dt. Stryj)
- Tarnów
- Ternopil ( pol.
Tarnopol)
- Tscherwonohrad

Deutsche Siedlungen


- Landestreu
- Bolechow
- Neu-Babylon
- Siwka

Verwandte Themen


- Schtetl - (jiddisch für eine mehrheitlich jüdische Kleinstadt oder ein solches Stadtviertel)
- Deutschsprachige Minderheiten
- Wolhynien

Weblinks


- http://www.personal.ceu.hu/students/97/Roman_Zakharii/galicia.htm
- http://www.Galizien-Online.de
- http://www.machliniec.de
- http://www.heidecker-post.com/History/Galizien_Main.htm Kategorie:Historisches Territorium Kategorie:Historische Landschaft Kategorie:Polnische Geschichte Kategorie:Österreichische Geschichte Kategorie:Rumänische Geschichte Kategorie:Ukrainische Geschichte ja:ガリツィア


1957

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Hans Streuli wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Eine neue Straßenverkehrsordnung tritt in der DDR in Kraft
- 1. Januar: In Deutschland werden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 2 % gesenkt
- 1. Januar: Das Saarland wird elftes Bundesland der Bundesrepublik Deutschland
- 1. Januar: Die Rentenreform tritt inkraft. Die Rentenversicherung wurde zu einem auf dem Generationenvertrag beruhenden lohnbezogenen und beitragsbezogenen Versicherungssystem ausgebaut
- 5. Januar: Die ersten drei Divisionen der Bundeswehr werden unter das Kommando der NATO gestellt
- 10. Januar: Harold Macmillan wird britischer Premierminister
- 29. Januar: Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und Schweden
- 14. Februar: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Japan. In Kraft seit dem 10. Oktober 1957
- 6. März: Die Goldküste und Togoland werden als Republik Ghana von Großbritannien unabhängig
- 8. März: Ghana wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 25. März: Gründung der EWG und der Europäischen Atomgemeinschaft durch die Mitglieder der